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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : EAR834 Tube roll



Tibus
15.01.2023, 15:49
Hoi,
und weiter geht's mit REW Messungen.:)
Diesmal wieder am EAR834 Clone.
Ich wollte mal schauen, ob und wie sich ein Röhrentausch messen lässt.
Zunächst die Messung vom linken und rechten Kanal mit einer Siemens ECC83 an U1 und einer BTB Elektronik (ECC83 S4A) an U2 sowie einer Siemens ECC83 and U3.

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Die beiden Kanäle sind schön gleich im Frequenzgang aber nicht wirklich linear.
Der runde Klang der EAR834 wird hier schon mal deutlich.
+1dB bei 20 Hz und -3dB bei 20kHz
Das liegt aber an der Schaltung und nicht an den Röhren.

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Wenn ich die zunächst verwendete ECC83 von Siemens auch gegen eine neue BTB S4A ECC83 als Eingangsröhre (U1 Position) tausche, ist die Verstärkung minimal höher.
Denke nicht, das ich das hören würde.

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Wenn man dann aber den Typ (z.B. ECC81) als Eingangsröhre nimmt, sieht die Welt ganz anders aus.
Ist auch klar, denn die U1 und U2 sind Teil der RIAA Entzerrung.
- Grün ist die BTB ECC83 (hier also die Referenz)
- Orange ist eine ECC81 von Siemens als U1
- Blau ist die gleiche ECC81 von Siemens jetzt aber als U2
- Rot ist eine Valvo E80CC als U1
Also, einfach tauschen is nich:D
Denke, dass dies den meisten in diesem Forum aber klar ist.:prost:


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Einzig die Ausgangsröhre U3 liegt nicht im RIAA Zweig und ein Tausch auf einen anderen Typen (hier ECC81 von Siemens) fällt kaum auf.
An dieser Stelle wird der Tausch zu einer ECC81 auch von einigen Nutzern empfohlen (geringerer Ausgangswiderstand)

P.S. den ab und zu auftretenden Schlenker bei 50-bzw 100Hz habe ich noch als Brummschleife mit dem USB interface identifizieren können.


Liebe Grüße
Klaus

Tibus
16.01.2023, 17:48
Uiuiui,
der starke Abfall im Frequenzgang oberhalb 8kHz hat mich nicht ruhen lassen, da ich den bei der EAR 834P vorher nicht gemessen hatte.
Etwas Suche bei allen möglichen Einstellungen und überprüfen mit einem Sinusgeneratur und Oszi zeigte dann, dass es an REW bzw. der dazugehörigen Hardware liegen musste.
Damn, das Soundcard Calibration file war nicht mehr geladen.:eek:
Also habe ich das System neu kalibriert und siehe da, nun misst sich die EAR Phonostufe bei den hohen Frequenzen deutlich besser.
Das Verhalten bei den niedrigen Frequenzen ist gleich und die Aussagen von gestern bezüglich den Unterschieden zu der Eingangsröhre stimmen nach wie vor.

Bei dieser Phonostufe ist es auch wichtig, zumindest am Eingang (U1) eine gut selektierte Röhre zu verwenden.
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Das ist der Frequenzgang L-R mit einer auf Kanalgleichheit selektierten ECC83 von BTB.

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Und das der Frequenzgang L-R mit einer alten ECC83 von Ultron.
Ob das Verhalten bei der Röhre auf U2 auch so empfindlich ist, schaue ich mir dann nach dem Abendessen an.;)

Wie war das noch, "wer misst misst Mist" :D

Grüße vom Eifelrand
Klaus

Tibus
17.01.2023, 21:14
Hoi,
da der EAR834 Nachbau noch ein wenig Brumm zeigte, hab ich mich heute Abend mal da drum gekümmert.
Ich hatte schon die Vermutung, das bei den Chinch Buchse eine Verbindung zur Gehäuse-Masse besteht.
So war es dann auch. Anschließen war der Brumm deutlich reduziert und ich habe mal wieder mit dem Messen mit REW losgelegt.
Ziel war festzustellen, ob sich jeweils neue Röhren (ECC83) an U1 und U2 auch unterschiedlich Messen lassen.
Was mir aber als erstes auffiel, war der unterschiedliche Geräuschpegel ohne Signal.
Die Eingänge der Phonostufe sind mit KurzschlussChinchSteckern ;) bestückt.

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Die selektierten BTB S4A ECC83 haben einen niedrigeren "Rauschpegel" aber der Peak bei 100Hz ist dafür deutlich höher als mit 2 unselektierten Svetlana ECC83ern.

Tja , da muss ich mal weiter suchen, ob eine Abschirmung der Röhren im Gehäuse noch was bringt, oder ob sich genau eine Röhre als Verursacher finden lässt.
Aktuell sieht es da so aus
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Spannend war dann noch, wie sich der Frequenzgang zwischen BTB S4A und Svetlana unterscheidet.
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Orange und rot sind die beiden Kanäle mit den BTB S4A's.
Blau und violett die beiden Kanäle mit Svetlana Bestückung.

Nicht gravierend, aber schon im Bereich von 1dBV.

Jetzt läuft die PhonoStufe schon seit 2 Stunden am Plattenspieler und macht Spaß :)

Lieben Gruß
Klaus

Tibus
21.01.2023, 17:03
Nabend,
das 50Hz bzw. 100Hz "Brummniveau" hat mich heute noch mal in den Keller getrieben.

Hab die Röhren mit Metall geschirmt (auf Erde gelegt) -> bringt nur wenig
Hab ein Mu-metal zwischen Trafo und Platine montiert. -> bringt etwas. Wird noch fix eingebaut.
Hab das Gehäuse mal mit Deckel versehen - >wow der 50Hz Brumm ist fast weg.
da hätte ich auch früher drauf kommen können:D

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rot ist REW mit Tascam Ux1 im Loopback ohne Signal, drunter kann ich also eh nix messen.
orange mit offenem Deckel
Grün mit geschlossenen Deckel. :)

Ne gute Idee war auch den Laptop vom Netzteil zu trennen:rolleyes:

So, nun aber zum 100Hz Peak und der 200Hz Oberwelle.
Denke die kommt über die Versorgungsspannung (Halbwelle vom Gleichrichter)
Da sowohl die Anodenspannung als auch die Heizung ziemlich gut gesiebt ist, kann ich mit dem Multimeter so gut wie nix an Wechselspannung messen.

Hat einer von Euch ne Idee, wo ich da anfangen sollte?

thanks
Klaus