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Moolys Mosfet Amp designed for music - Druckversion

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Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 16.08.2026

Wie der Titel sagt, ein Amp mit älteren lateral Mosfet, SK1058 und SJ162, immer 2 Paare.

Ich habe noch keinen Hörtest gemacht, aber der Amp ist eingestellt mit einem Ruhestrom von 150 mA. Ich wollte ein wenig am ClassA Bereich kratzen, die Kühlkörper geben das locker her. Mehr als 150 mA wird keine weitere klangliche Verbesserung bringen, normal wären 100 mA. 

Der erste Test war dann leider nicht erfolgreich. Bias ließ sich nicht einstellen und der DC Servo führte im 200 mV Bereich zum Overload, da lagen 1000 mV an. Beide Boards zeigten das gleiche Verhalten.
Da ich neue Bauteile verwendet hatte und für die Einstellarbeit einen Kühler mit Board rausgenommen hab, wurden die Komponenten nochmals kontrolliert, kein Fehler, alles am richtigen Platz.

Ich hatte dann die TL071 in Verdacht, gekauft vor geraumer Zeit. also neue IC bestellt. Es müssen auch genau die TL071 sein, ein "Ersatz" ist nicht vorgesehen.
Die IC wurden geliefert und ich habe gewechselt. Einen Unterschied, äußerlich habe ich nicht feststellen können, der Aufdruck war gelasert, von unten sahen die Ic gleich aus, es gibt eine runde Vertiefung, glatt. Die neuen Ic haben einen Punkt für Pin 1, die alten Ic eine Kerbe...mhhmmm

Ich habe dann erst ein Board unter Spannung gesetzt und siehe da, Servo arbeitet und Bias läßt sich einstellen. 
Zu erwähnen ist, dass die Boards sehr temperaturstabil sind, das Poti allerdings ist recht sensitiv, muß man etwas Geduld haben.

Die lateral Mosfet habe ich gematcht. Ich konnte aus meinem Vorrat bei den SK1058 4 Paare finden mit 0,24 Vgs und bei den SJ162 zwei Paare mit 0,2 bzw 0,18 Vgs. Besser hab ich das nicht hinbekommen.
Spielt nicht so die Rolle, aber wenn die Paare wenigstens untereinander gleich sind wird sich deren Arbeit auch gut verteilen und die Biasabweichung ist nicht allzu groß.
Die anderen Bauteile müssen nicht gemacht sein.

Eine Herausforderung war allerdings die Wicklung der 5-6µH Spule und deren Unterbringung. Spule und 10 Ohm 5 Watt Widerstand brauchen schon etwas Platz, hab ich aber gut lösen können mit kleinen Platinen und Montagewinkeln. Meine Spule hat einen Durchmesser von 25 mm und der Wert ist 5,6 µH. Damit die Windungen sich nicht verschieben, hab Diese mit selbstklebendem Band etwas fixiert. An zwei Stellen ist innen später etwas Heißklebe hingekommen. So ist das stabil.

Die Mono Schutzschaltungen werden aus dem Connex SMPS, 500 Watt, +-45 Volt, mit Aux, 18 Volt, versorgt. Die Kühlkörper waren natürlich wieder zu klein, die Chinesen arbeiten immer mit "wird schon funktionieren". Vorher 52 °, nun mit größeren Kühlern 37°.

Vor dem SMPS sieht man meine kleine Sternpunktplatine und den Loopbreaker.
Der Powerground und Signalground zu den Platinen laufen getrennt.
Geschenkt habe ich mir eine extra Leitung zu den Schutzboards, das ist so besser und kürzer, den Boardground an der Stelle einfach zu splitten, zumal es Mono Schutzschaltungen sind.

Der Aufbau innen ist etwas ungünstig, da die Bias Potis weit unten sitzen, komm ich mit meiner Hand schlecht hin, das Gehäuse innen ist recht schmal. 
Dieser Aufbau erschien mir allerdings am günstigsten bezüglich der Leitungsverlegung. Ich habe zwar einen kurzen Schraubendreher, bleibt aber Gefummel, daher ist es besser ein Board mit Kühlkörper zu demontieren und die Einstellung vorzunehmen, das ist relativ schnell gemacht.

Das Gehäuse wiegt 5 kg, da ist nicht davon auszugehen, dass es thermische Probleme geben wird. 

Ich möchte mich bei Karl Mooly bedanken, der den Amp erdacht hat und auch bei Prasi, der die Platinen designed hat.
https://www.diyaudio.com/community/threads/my-mosfet-amplifier-designed-for-music.119151/page-46
Der Link führt zu Gerberfile und Platinenansicht. Ich habe allerdings eine anderen Schaltplan angehangen, der Ausgangsspule und Widerstand auch zeigt.

Hörtest folgt...bin schon froh, dass die Einstellung nun funktioniert, der Whammy muß auchnoch weiter gebaut werden...

Endstufen kann manie genug haben...Smile

Pedda


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - MT200 - 16.08.2026

Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass der dc-servo überhaupt funktioniert mit dem TL071. Dieser ist überhaupt nicht rail to rail tauglich, wird aber so genutzt. Das ist im Prinzip keine stabile Schaltung.
Ich würde dort den ADA4522-1 verwenden, der ist genau für solche Dinge geeignet.
Alternativ dem TL071 noch ein positives rail geben (auf Masse bezogen). Würde ich so echt nicht betreiben!

Gruß
Thomas


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 16.08.2026

Hi Thomas,
bevor ich überhaupt etwas ändere werde ich das Teil erstmal anhören. Es laufen ja auch viele nachgebaute Amps eben mit TL071.
Wenn ich etwas ändere komme ich gern auf Deinen Vorschlag zurück.

Gruß
Pedda


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Olaf_HH - 16.08.2026

Hallo Pedda
ich hatte mich viel mit den F5 Varianten beschäftigt und auch viel im DIY Audio Forum unterwegs gewesen.
Hast Du ALLE Beiträge zu dem AMP gelesen ?
Oft sind irgendwo einzelne wichtige Tipps oder Änderungen enthalten, ohne die eine Schaltung nicht richtig funktioniert?
Dein AMP sieht optisch gut aus.


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 16.08.2026

Hi Olaf, 
bevor ich so ein Teil baue, versuche ich immer soviel Infos zu bekommen wie möglich.
Manche Threads zu verfolgen ist manchmal echt eine Quälerei. (Siehe Blame ST Amps)
Bei diesem Amp hatte ich einen Vorteil. Ich tausche mich oft mit einem anderen Forenmitglied aus DIY Audio aus. 
Da Östrerreicher bekommen wir das gut in deutsch hin.   

Aber zurück zum Mooly AMP. Das Ding ist vom Aufbau her unkompliziert. Wenn ich das Problem mit dem Servo nicht gehabt hätte, durch das FAKE IC, hätte der Amp auf Anhieb funktioniert.
Der Klang soll sehr gut sein. Karl Mooly steht auch immer mit Rat zur Seite, falls ein User ein Problem hat, schon nicht alltäglich.
Man muß auch bedenken, dass der Entwurf schon älter ist. Manche OPA, die heute zu haben sind, gab es 2008 nicht.
Der Thread ist auch mit 110 Seiten recht übersichtlich.
Zuerst hatte ich den Schaltplan nicht verstanden, da Source follower, mit den alten lateral Mosfet, nu ist es klar.
Es gibt keine weiteren Tipps oder ein User hat sein eigenes Konzept verfolgt und etwas abgeändert. Scheint aber nicht der Fall zu sein. 
Ich schaue natürlich auch, was an Komponenten so benötigt wird und staune manchmal was ich alles so habe... Smile

Ich werde über den Klang berichten, dass ist ja das Wichtigste. Ich bin immer gespannt was ich da so zu hören bekomme und lasse gern auch andere Menschen urteilen.

Wenn Mist, kommt es weg. Hier war es dann der Apex FX8, der vorher in diesem Gehäuse wohnte. Am Anfang war ich begeistert, aber später wurde er doch durch andere Amps deklassiert, passiert. 

Da ich den FX8 mit 300mA laufen hatte, weiß ich, dass das Gehäuse für den Mooly Amp gut sein wird.

Pedda


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - ThomasF - 16.08.2026

(16.08.2026, 13:19)MT200 schrieb: Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass der dc-servo überhaupt funktioniert mit dem TL071. Dieser ist überhaupt nicht rail to rail tauglich, wird aber so genutzt. Das ist im Prinzip keine stabile Schaltung.
Ich würde dort den ADA4522-1 verwenden, der ist genau für solche Dinge geeignet.
Alternativ dem TL071 noch ein positives rail geben (auf Masse bezogen). Würde ich so echt nicht betreiben!

Gruß
Thomas
@Namensvetter,
an was machst du deine Vorschläge den fest?

Der TL071 wird wie in Post1 im Schaltplan gezeigt mit 0 und -12Volt betrieben, kann also am Ausgang nur negative Spannungen (+/- seinen Rail-Offset)
Warum dann ADA4522-1?
Glaubst du das der Schaltungsentwickler so etwas nicht berücksichtigt hat?

Und zu der Fake-Geschichte:
Der TL071 ist von Texas Instruments Ende der 70 auf den Markt eingeführt worden.
Ich behaupte mal frech, das ein heutiger TL071 von TI heute zum Teil ein völllig anderes Verhalten zeigen kann!

Beispiel:
https://www.diyaudio.com/community/threads/a-new-ne5532-by-december-2025.437381/

Gruß
Thomas


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 16.08.2026

Ja, es wird dauernd mal was geändert und schade, dass manche IC nicht mehr hergestellt werden. Machste nix...

Ich habe das nun wirklich nicht überprüft oder überprüfen können ob es ein Fake war oder nicht. Augenscheinlich war da ja kein großer Unterschied. Ich war froh, die anderen TL071 einzustecken und der Kram funktionierte. 
Froh natürlich auch, dass mein Verdacht sich bestätigt hat.

Ich habe noch OPA134 hier, das könnte eine Alternative sein, zumindest pinkompatibel und sollte etwas schneller sein. Wobei die Regelung mit TL071 auch gut funktioniert hat und funktionieren wird. 

Erstmal anhören. Wenn der Whammy Umbau nicht gewesen wäre, hätte ich die Zeit gefunden.

Ich brauchen einen neuen Kaffee Automat, das ist viel wichtiger...Smile

Pedda


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Nebenweg - 16.08.2026

Es ist ja auch eine wahnsinnig innovative Idee, den Eingangsdifferenzverstärker wegzulassen und dessen Aufgabe statt dessen auf einen kaum performanten Feld-Wald-und-Wiesen-OpAmp zu übertragen...

Edit: Falsch geguckt, ich habe den Kondensator im Gegenkopplungszweig übersehen. Der TL071 macht nur DC-Servo. Ich bleibe trotzdem dabei: Eine wahnsinnig innovative Idee, den Eingangsdifferenzverstärker wegzulassen und die Fehlerkorrektur "irgendwie" anders zu machen. Warum verabschiedet man sich von bewährten Konzepten? Um irgendwie und unbedingt was Neues zu machen? Nicht wirklich... Ist aber nur meine bescheidene Meinung. Ich halte mich da lieber an Douglas Self und Bob Cordell, die wissen wenigstens, was sie tun und was sie besser lassen...

Und bitte nicht den Spruch mit dem Herdentrieb, ja Wink?


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 17.08.2026

Aha...

Dann bau Deinen Amp nach Deinen Wünschen/Vorstellungen und stell vor.

Pedda


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Nebenweg - 17.08.2026

Meine Amps sind viel einfacher: TPA3255-Module von 3e-Audio, anständiges Netzteil von Mornsun oder Recom dran, ansehnliches Gehäuse vom Chinesen um die Ecke drum, schöne XLR-Steckverbinder von Neutrik (man gönnt sich ja sonst nix), fertig.

Edit: wobei mich der "Blameless" von Self schon mal reizen würde. Der einzige, der für mich zum Nachbau infrage käme...
Edit²: Stimmt nicht ganz, BuildAudioAmps auf YT hat auch ein paar Projekte, die mich reizen würden..


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 17.08.2026

Die TPA3255 von 3e-Audio sind gut, keine Frage. Hab ich auch schon verbastelt.

Ein XRK HVX ist nicht so effizient, klanglich den TPA3255 aber überlegen, auch den Icepower.
Wenn Du einen Blamless AMP suchst, schau Dir die Blame ST Reihe an oder den GHX Amp, den ich auch mal vorstellte.
Letzteren bekommt man als Board eben von GHX bei Ali. Der entspricht dem Douglas Amp. Wenn die Sanken Nachbauten nicht gefallen, kann man die zB auf MJE4302/MJE4281 wechseln.

Beim letzten "Hörtest" in Bergkamen hatte ich den GHX Amp auch dabei. Daran war aber auch gar nichts auszusetzen.

Ich weiß noch nicht welche Amps ich dieses Jahr mitschleppe, werd ich kurzfristig entscheiden. Wie ich aber mehrmals schon schrieb, immer spannend auch andere Ohren hören zu lassen.

Pedda


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Nebenweg - 17.08.2026

Wenn ich einen Blameless baue, dann schon komplett selbst. Nix gekauftes. Außer den Bauteilen natürlich. Und den PCBs. Die lasse ich auch fertigen, das Gefrickle "Belichtungsfolien erstellen - Belichten - Entwickeln - Ätzen - Bohren" tue ich mir nicht mehr an.


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - MT200 - 17.08.2026

(16.08.2026, 19:11)ThomasF schrieb:
(16.08.2026, 13:19)MT200 schrieb: Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass der dc-servo überhaupt funktioniert mit dem TL071. Dieser ist überhaupt nicht rail to rail tauglich, wird aber so genutzt. Das ist im Prinzip keine stabile Schaltung.
Ich würde dort den ADA4522-1 verwenden, der ist genau für solche Dinge geeignet.
Alternativ dem TL071 noch ein positives rail geben (auf Masse bezogen). Würde ich so echt nicht betreiben!

Gruß
Thomas
@Namensvetter,
an was machst du deine Vorschläge den fest?

Der TL071 wird wie in Post1 im Schaltplan gezeigt mit 0 und -12Volt betrieben, kann also am Ausgang nur negative Spannungen (+/- seinen Rail-Offset)
Warum dann ADA4522-1?
Glaubst du das der Schaltungsentwickler so etwas nicht berücksichtigt hat?

Und zu der Fake-Geschichte:
Der TL071 ist von Texas Instruments Ende der 70 auf den Markt eingeführt worden.
Ich behaupte mal frech, das ein heutiger TL071 von TI heute zum Teil ein völllig anderes Verhalten zeigen kann!

Beispiel:
https://www.diyaudio.com/community/threads/a-new-ne5532-by-december-2025.437381/

Gruß
Thomas

Es geht darum, dass der TL071 nicht rail to rail kann, also immer eine gewisse Differenz zwischen den rails und Ein/Ausgang vorhanden sein muss. In der Schaltung ist das nicht der Fall. Für diese Schaltung braucht es einen rail to rail fähigen OP.
Und bei dem dc-servo bietet sich eben auch ein zero-drift op an.


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - ThomasF - 17.08.2026

(17.08.2026, 09:47)MT200 schrieb:
(16.08.2026, 19:11)ThomasF schrieb:
(16.08.2026, 13:19)MT200 schrieb: Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass der dc-servo überhaupt funktioniert mit dem TL071. Dieser ist überhaupt nicht rail to rail tauglich, wird aber so genutzt. Das ist im Prinzip keine stabile Schaltung.
Ich würde dort den ADA4522-1 verwenden, der ist genau für solche Dinge geeignet.
Alternativ dem TL071 noch ein positives rail geben (auf Masse bezogen). Würde ich so echt nicht betreiben!

Gruß
Thomas
@Namensvetter,
an was machst du deine Vorschläge den fest?

Der TL071 wird wie in Post1 im Schaltplan gezeigt mit 0 und -12Volt betrieben, kann also am Ausgang nur negative Spannungen (+/- seinen Rail-Offset)
Warum dann ADA4522-1?
Glaubst du das der Schaltungsentwickler so etwas nicht berücksichtigt hat?

Und zu der Fake-Geschichte:
Der TL071 ist von Texas Instruments Ende der 70 auf den Markt eingeführt worden.
Ich behaupte mal frech, das ein heutiger TL071 von TI heute zum Teil ein völllig anderes Verhalten zeigen kann!

Beispiel:
https://www.diyaudio.com/community/threads/a-new-ne5532-by-december-2025.437381/

Gruß
Thomas

Es geht darum, dass der TL071 nicht rail to rail kann, also immer eine gewisse Differenz zwischen den rails und Ein/Ausgang vorhanden sein muss. In der Schaltung ist das nicht der Fall. Für diese Schaltung braucht es einen rail to rail fähigen OP.
Und bei dem dc-servo bietet sich eben auch ein zero-drift op an.
Dann erklär das doch bitte mal uns allen mal detailiert:

In der Schaltung ist das nicht der Fall. Für diese Schaltung braucht es einen rail to rail fähigen OP. 

Gruß
Thomas


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - MT200 - 17.08.2026

Die positive Betriebsspannung des OPs (negativer rail) ist direkt mit dem positiven Eingang des OPs verbunden. Der OP kann aber weder Eingangsspannungen sehr nahe seiner Betriebsspannung verarbeiten, noch die vollen Spannungen (hier 0 V und-12 V) liefern. Das können nur OPs die rail to rail in/out beherrschen. Beim TL071 ist hingegen undefiniert, was er da macht, von daher gehe ich davon aus, dass der erste ordentlich negative Spannung gemacht hat und der zweite vermutlich ein angenehmeres Verhalten zeigt, ich gehe tatsächlich nicht von einem Fake aus, das identische ICs verschiedener Hersteller verschieden aussehen ist völlig normal. Auch wenn sowas im Einzelfall irgendwie funktioniert, sollte man einfach einen OP nehmen, der eben dafür geeignet ist, koten ja nicht viel.


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - mechanic - 17.08.2026

Moin Thomas^2,
ohne dass ich jetzt genau verstehe, wo ihr da gerade seit: Nicht nur, dass ein Kumpel vor einiger Zeit einem Fake-TL072 aufgesessen ist (das hat geschwungen wie d´Sau), ich habe gerade zwei "Forumsweichen" in Arbeit (mit TL071, 072 und 074 von Pollin & Reichelt) wo jedes Umstecken etwas neues bewirkt. Da ist ein Wurm ...


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 18.08.2026

Mal unabhängig von der Verschaltung des TL071. Bis auf Kerbe in Mitte und bei den neueren IC ein Punkt, war äußerlich keinerlei Unterschied. Beide waren mit Texas Instruments Label gelasert, nicht bedruckt.
Wenn man sich ein paar Bilder anschaut, scheint es auch beide Variationen zu geben. 
Fest steht, dass das TL071 bedingt durch Fertigungsprozesse im Laufe der Jahre tatsächlich geändert wurde.  
Die neuen ICs mit dem geätzten Punkt zu Pin 1 entsprechen der modernen, echten Fertigungsqualität (höchstwahrscheinlich die ab 2021/2023 überarbeiteten TI)  sacht die Google KI

Ich war zu faul die Spannungen am alten IC zu messen, da die Kosten nicht hoch sind und ich erst einen Versuchsaufbau mit Zipp und Zapp auf dem Tisch hätte plazieren müssen, um vernüftig messen zu können, im eingebauten Zustand im Amp kann man das vergessen. Wäre ja auch müßig gewesen, haben eh nicht funktioniert.

Da ich den Servo von Anfang an mit gemessen habe, konnte ich ja dann sehen, das er arbeitet, wenn auch die beiden Kanäle einen leichten Unterschied aufwiesen, der Servo versucht immer gegen 0 mV zu ziehen. 

Ich hatte Karl Mooly explizit danach gefragt ob ein OPA134 ein Ersatz sein könnte, da es vermutlich etwas schneller reagiert.
Entweder hab ich mich doof ausgedrückt oder man wollte nicht auf das OPA 134 eigehen, kA.

die Antwort(en)kann man im Thread nachlesen. Eigentlich wurde mir nur nochmal verdeutlicht, warum Das TL071 und kein Anderes...

Pedda


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 19.08.2026

Hi,
gestern der erste Hörtest an einem Preamp ohne Gain aufzudrehen, Test mit 250 Ohm Kopfhörer....
Was ein häßliches Brummen....
Kurzgeschlossener Eingang, das gleiche komische Brummen, wie eine fette, wildgewordene Hummel. Dazu komische Peaks, als wollte das SMPS nachladen. Was ein Mist....

Ich habe dann ein paar Versuche gemacht die aber zwecklos waren. Eine Brummschleife hört sich auch anders an.
Dann hatte ich die Idee das SMPS auf ein älteres 300 Watt, +-45 Volt zu wechseln. Die Leistung reicht allemal.
Das war schon zu 90% besser. Das war eher ein Loop Brummen, keine wilde Hummel. 

Da dem Mooly Amp ein Groundlift Widerstand  fehlt, hab ich einen 10 ohm Widerstand versuchsweise in die Signalground Leitung gelötet. 95% Verbesserung.

Okay...scheint ja noch etwas im Argen zu sein. Ich habe ja erwähnt, dass ich einen Sternpunkt gesetzt habe. Ich habe kleine Platinen entworfen mit Faston Verbindern, bisher nie Probleme gehabt. 
Vom SMPS Ground geht eine dickere Leitung auf den Sternpunkt. dann gehen die beiden Groundleitungen zu den Boards ab, danach der Signalground, zuletzt der Loopbreaker. Hört sich nach Reihenfolge an, auf der Platine ist aber jeder Kontakt durchverbunden mit einer Plane.
Der Ground für die Schutzschaltungen ist am Faston Verbinder für das Board abgenommen und geht dann auf die Schutzschaltung. Konnte ich so machen, da auf den Protection Boards, Mono, keine Verbindung besteht von Versorgungs Ground zum Lautsprecher Ground. Auf den Boards sitzen für die Trennung Optokoppler.Da kann keine Schleife entstehen.

Eigentlich ist an der Verdrahtung nichts auszusetzen. Da aber der 10 Ohm eine Verbesserung gebracht hat und schaut man sich den Schaltplan an, auf dem keine Verbindung von Powerground und Signalground besteht, ist der Signalground vielleicht besser zwischen den Rails aufgehoben, als auf dem Sternpunkt. Es ist kein übliches Feedback, wie man es in Verstärkern sonst findet, der Ausgand wird zum Eingang rückgekoppelt, hier gibt es den Servo, der halt benutzt wird den Offset niedrig zu halten.
Den Powerground findet man nur am Ausgang, zwischen den Railkondensatoren, die ich erhöht habe, doppelter Wert.
So hab ich den Boardanschluß, Ground, benutzt und hab den 10 Ohm auf den Stecker gelötet und an der anderen Seite des Widerstandes eine dünne Leitung zum Signal Ground geführt.

Das ist es, war es, zumindest mit Kopfhörern, die Ohrpolster auf die Ohren gedrückt, hab ich nichts an Störungen hören können....

Ein Hörtest an Lautsprechern wird folgen...zum Klang kann ich auch noch nichts sagen, ich hatte dann keinen Bock mehr.

Entweder war das SMPS unterfordert und kam daher nicht aus seinem Burst-Modus heraus, was sich dann in schädlicher Weise im Frequenzbereich niederschlägt oder es hat einen Knall. Das werde ich noch weiter untersuchen. 
In meinem FH9 XRK Mod Amp ist das gleiche SMPS verbaut, ein Wechsel ist relativ schnell gemacht. Einen Oszi kann auch mal anschließen.

So meine Story vom gestrigen Tag...

Pedda


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 19.08.2026

Zur Ergänzung..
Mittlerweile denke ich das SMPS 500R von Connex war "unterfordert" und verursachte dieses Geräusch, da es sich nicht entscheiden konnte welcher Modus nun abgefordert werden sollte. Daher funktioniert das Kleinere 300 Watt, da es mit 300mA schon eine Grundlast für sich sieht. Hinweis darauf waren die komischen, hörbaren "Peaks" im Geräusch.
Ein RxE von Connex hätte ich auch noch gehabt, da ist die Regelung im SMPS etwas anders.

Der Mooly Amp durch sein Konzept ist niedirig, niedriger in PSRR als zb ein anderer ClassAB mit Differenzverstärkung im Eingang. Daher gibit es im HVX ofer FH9 XRK Mood auch keine Probleme. PSRR ist wesentlich höher durch ihr Konzept.

Ein Trafo wäre die bessere Wahl gewesen, hatte ich ja auch schon hier, nur hätte ich Trafo und CRC Siebung nicht mit den Platinen zusammen ins Gehäuse bekommen, das ist etwas zu schmal innen. Daher der Verkauf von Trafo und Siebung und der Einsatz eines SMPS, doch platzsparender. Auf keinen Fall ein anderes Gehäuse.

Pedda


RE: Moolys Mosfet Amp designed for music - Kleinhorn - 19.08.2026

Tja, schlechte Nachricht, ich bekomm den Mooly Amp nicht ruhig. Schließt man einen Preamp an, brummt es recht laut.
Ich habe einige Versuche gemacht, nichts hat geholfen.
100nf am Cinchground zum PE, Übertrager in der Cinchleitung, spulen im Mooly umgesetzt. Einen Ground getrennt, Leitung zur anderen Seite gezogen..nein hilft nicht. Ich habe den Verdacht, dass sich der Amp nicht mit dem SMPS verträgt. Das Brummen, egal was ich mache, bleibt gleichlaut. 
scpoe dran und nach Schwingung schauen, was aber auch nicht helfen wird und ein Linearnetzteil zur Versogung anschließen.
Mehr fällt mir nicht mehr ein. 

Für heute hab ich keine Lust mehr...