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Recycling Box
#61
(11.01.2026, 22:33)JBLSE schrieb: Was ich leider mit dem USB Mikrofon nicht habe ist eine saubere Timing-Referenz, um den Delay HT / TT sauber zu ermitteln 

Doch, das geht über einen Umweg. Miss die Impulsantwort der gesamten Box, da kann man den zeitlichen Versatz recht gut erkennen. Bei mehr als zwei Wegen misst man jeweils 2 Treiber und dann einen der letzten Messung mit einem 'neuen'.
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#62
Du könntest dir auch mit einer akustischen Timing-Referenz behelfen, das geht auch mit einem USB-Mikrofon. Das war unter anderem auch hier, hier und hier mal Thema. Als Hilfslautsprecher zur Wiedergabe des Timing-Signals sollte es auch ein alter Hochtöner aus der Grabbelkiste tun, denn das Signal ist nur ein 700 ms langer Sweep von 5 bis 20 kHz.
Viele Grüße
Michael
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#63
Ist der Time-Delay eines USB Mikrofons kombiniert mit REW denn konstant oder die Varianz deutlich unter 0.1 ms?
Das würde mich positiv überraschen.
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#64
(12.01.2026, 16:55)JBLSE schrieb: Ist der Time-Delay eines USB Mikrofons kombiniert mit REW denn konstant oder die Varianz deutlich unter 0.1 ms?
Das würde mich positiv überraschen.

Weder noch. *) Das ist aber irrelevant, da sich die Zeit zwischen den Impulsantworten nicht verändert, egal ob der Startpunkt sich verändert. Du kannst die Messung vorne selbst abschneiden, die Software den Delay ausrechnen (keine Ahnung ob RWE das kann), den Versatz markieren, die Länge wird dann angezeigt, wenn REW das nicht kann, nimm z. B. Audacity etc) oder den Versatz anhand dem Unterschied auf der X-Skala selber ausrechnen. 


*) Es gibt Rechner die das können, die meisten aber nicht oder nicht zuverlässig.
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#65
Vielen Dank für die Tipps. 
Die akustische Timing Referenz hat bei mir nicht zu schlüssigen Resultaten geführt. Inzwischen weiss ich auch warum:
Ich arbeite mit dem miniDSP Flex, direkt über USB am PC angeschlossen.
Ich habe jeweils die nicht gemessene Box als Timing Referenz verwendet. Nun realisiere ich, dass ich nicht darauf geachtet habe, dass auf dem Kanal für die Timing Referenz immer die gleichen Filtereinstellungen der mini DSP wirken.
Das werde ich bei Gelegenheit nachholen.
Gruss Daniel
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#66
Ich lasse als timing Referenz oft den Hochtöner der zu messenden Box mitlaufen. Aber um 10 bis 20 dB gedämpft und viel höher angekoppelt als in der schlussendlichen Weichenkonstellation.

Gruss

Charles
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#67
In Also Leute
Die Treiber, das Gehäuse und auch die Aktivweiche sind inzwischen schon länger in Betrieb. Was noch fehlt ist die Aufarbeitung der alten Endstufen.


.pdf   endstufe-alt.pdf (Größe: 739,53 KB / Downloads: 3)

Das Schema zeigt eine klassische, robuste FET Endstufe. Ein sehr feiner Stromspiegel bildet die Eingansstufe, die symetrische Signale verarbeiten kann. Die eigentliche Spannunsverstärkung erfolgt in der zweiten Stufe, die dann auch die FET ansteuert. Diese sorgen nur noch für die Stromverstärkung.

   

Es existiert nur ein Poti zur Einstellung des Ruhestroms. Sonstige Abgleichmöglichkeiten sind nicht vorgesehen. Damit trotzdem alles sauber läuft, werden selektierte Transistoren verwendet. Ein Indiz dafür sind auch die Handschriftlichen Nummern auf den Hitachi FETs.

Das zeugt zwar vom hohen Qualitätsverständnis, hat aber den Nachteil, dass defekte Transistoren nicht einfach ersetzt werden können. Abgesehen davon wird das FET Pärchen SJ50 SK135 nicht mehr produziert und NOS Exemplare sind teuer. Und da man zwecks Selektion gleich mehrere braucht, ist eine Reparatur eigentlich wenig sinnvoll.

Erstaunlich sind die Schutzeinrichtungen: Ein Thermostat schaltet bei etwa 90 Grad direkt die 230 V Stromversorgung aus, ein zweiter Thermostat schaltet einen Ventilator ein, wenns warm wird. Beide Sitzen sehr nahe bei den FETs.
   

Auch eine Einschaltverzögerung gibts und die originale weiche verfügt über Limitter. 

Das wars den auch schon. 

In den nächsten Beiträgen zeige ich, was ich nun an den Endstufen anpasse.

Gruss Daniel
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