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Mein 4-Weg Aktiv Gehäuseumbau
#21
Vielen Dank für all Eure hilfreichen Hinweise!  Shy

Macht Euch bitte um die analoge Weiche keine Gedanken, sie ist fertig und bewährt. Sie ist auf die B&M Chassis angepasst und bereits in mehreren Revisionen (zumindest von BM-6 VFET, BM-8 VFET, BM-12 VFET und BM-20 VFET, die ja alle die gleichen Chassis nutzen) messtechnisch und klanglich erfolgreich verbaut worden. In diesem Sinne ist mein Projekt eine BM-12 VFET, nur statt mit 10" eben mit 8" Tieftönern in einem umdesignten Gehäuse, das für uns wohnzimmertauglicher ist als die auf uns klobig wirkenden damaligen B&M "Särge" Big Grin  

Zur EV4: Diese (ganz Wink ) alte Elektronik ist mit Bipolarendstufen ausgestattet und je nach Baujahr auch mit 12dB/Okt. Weichen usw. Die VFET Serien haben ein abweichendes Filter- und Endstufenkonzept.

Zu VirtuixCAD: Ich habe von meinen Boxen noch keine Simulation gesehen, würde das aber gerne mal tun um Simu und Realität zu vergleichen. Sobald ich die Elektroniken nebst Netzteilen am Laufen habe, die noch montiert, verbunden und in Betrieb genommen werden müssen, werde ich die Chassis inkl. Regelungen akustisch mit und ohne analoge Weiche vermessen. Mein ziel ist das Abstrahlverhalten zu verstehen und dann in einer zweiten Projektphase DSP-Weichen zu nutzen um Abstrahlverhalten, Tonalität und Impulsverhalten sowie Abstimmung nach meinem Geschmack zu optimieren. Hierbei soll mir dann auch VirtuixCAD helfen.

Wie schonmal geschrieben: Die analoge Weiche wird mir erstmal ohne viel Einmessaufwand die Musikwiedergabe über die neuen Boxen ermöglichen, die ganze DSP Geschichte kommt dann...

(Vor 9 Stunden)mechanic schrieb: Subtraktionsweichen sind dann gut, wenn die einzelnen Chassis ausserhalb ihres Nutzbereiches mindestens eine Oktave schön linear weiterlaufen. Sonst passt das zwar elektrisch, aber akustisch eher weniger.
Beispiel: Konusmitteltöner tief getrennt fällt im Gehäuse schon von alleine mit 12dB ab. Ich habe da aktiv schon öfter TP LR4 und HP LR2 kombiniert, weil es sonst mit der Phase einfach nicht gepasst hat ...

Ja Klaus,

auch dieser Dinge ist Sorge getragen, die LR4 Übergänge liegen bei TT - 300Hz - MT - 1300Hz - KHT - 3500Hz - AMT. 

B&M hat ~1985 in der AFB Serie den PSM120Alu MT im Gehäuse auf Q0,7 an der TT/MT Übergangsfrequenz abgestimmt und aktivelektronisch mit LR2 HP kombiniert, akustisch also mit LR4 getrennt. Somit bist Du in guter Gesellschaft  Smile Ok_hand
Beste Grüße,
Winfried

PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)
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#22
Hier hat jemand einen Schaltplan der originalen MEV5 VFET-Module gezeichnet (Serviceunterlagen irgendeines VFET-Modells scheint es weder im Netz noch gegen Bezahlung zu geben): https://www.diyaudio.com/community/threa...st-8103054

Der Schaltplan der Originalversion enthält auch die Option für Stromgegenkopplung.

Der Thread enthält auch neu designte Platinen für die Exicon-FETs und IRFP(0)240 samt Verzerrungsmessungen der IRFP-Version: - 87 dB HD2 bei 8 Ohm, 1 Watt sind nicht berühmt, aber kein Anlass zur Sorge. Die höheren Ordnungen sind tadellos.

Winfried, hast Du zufällig mal Verzerrungen der induktiv oder kapazitiv geregelten Töner gemacht oder wäre Dir bekannt, wo sowas gemessen wurde? Neben Frequenzgang im Bass war das ja immer das Hauptargument für die Regelung, insofern wäre es mal interessant zu sehen, wie sich die Teile gegen moderne Treiber ohne Gegenkopplung schlagen.
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#23
Ja, ich habe mit Alfred Kontakt wegen der B&M VFET Endstufen, die Alfred mir dankenswerterweise sehr fachmännisch revidierte. Die alten VFET Leistungstransistoren sind schon lange obsolet und so entwickelte er eine sozusagen elektronisch verbesserte VFET Endstufenversion mit modernen Bauteilen, die auch einige Schwächen der alten Dimensionierung vermeidet. Nachdem ich aber funktionierende, alte VFET Endstufen habe, brauche ich die modernen (noch) nicht, obwohl sie direkt kompatibel einsetzbar wären. Schön zu wissen, daß es sie gibt!

Die alten VFET Endstufen haben definitiv keine Stromgegenkopplungsoption, weil diese bei der Sensorregelung einfach nicht gebraucht wird.

In der Vor-VFET Zeit gab es die Bipolarendstufen optional mit Stromgegenkopplung weil damals für einige Zeit eine TT Regelung in Produktion (von BM-20 und BM-3) war, welche die Gegeninduktionsspannungsdifferenz zweier "unterschiedlicher" TT im selben Volumen zur Messung der Membranbewegung für die Regelung nutzte. Da diese Technik aufwendig im Abgleich ist, wurde das aber wieder aufgegeben obwohl damit die induktiven Sensoren vermieden werden konnten...

Verzerrungsmessungen zu den Regelungen habe ich nicht, vielleicht schaffe ich sowas ja mal wenn meine Boxen funktionieren. Aber man sollte die Regelungen auch richtig verstehen: Sie haben vornehmlich den Sinn die Tiefenresonanz zu kompensieren, Reduktion von Verzerrungen ist mbMn ein Nebeneffekt Wink , zumal durch die Integration des Sollsignales die Regelungswirkung mit steigender Frequenz ja auch abnimmt. Schaut man sich die Übergangsfrequenzen an werden die Chassis auch "früh" getrennt (z.B. 1300Hz beim 4" MT), wohl u.A. um "Irritationen" (Verzerrungen?) durch Rückwirkung von Partialschwingungen über den Sensor auf die Regelung zu vermeiden. Man sieht: Alle Konstrukte haben ihre Kompromisse, eben nur unterschiedliche Rolleyes

Ich glaube übrigens, daß die alten Chassis mit Regelung zumindest nicht schlechter sind als moderne Chassis, konnte auch kürzlich ein Paar revidierte und reparierte BM-14VFET hören und war doch sehr angetan!
Warum benutze ich den alten Kram? Weil ich die Sachen habe und weis, daß da was richtig gutes draus machbar ist  Big Grin
Beste Grüße,
Winfried

PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)
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