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FIR Filter
#61
(Vor 9 Stunden)Darakon schrieb: Bild 2 und 4 zeigen das Horizontale Abstrahlverhalten von 0° bis 180° (in 10° Schritten).

Bild 1 und 3 sind eine Art Zusammenfassung.
Von oben nach unten:
schwarz = on axis
orange = predicted in room responce
dunkel blau = sound power
Rot: Sound Power DI

Die Aussage von Nubert, warum <1kHz kritischer sein soll, verstehe ich auch nicht.
Wenn ich zB einen Übergang von TT zu MT bei 350 Hz habe, ist die Wellenlänge beim Übergang ca 100cm = ~3ms. Gerade hier halte ich einen "Versatz" von 0,03ms eher unkritisches.
Allerdings würde ich auch hier mit DSP korrigieren, weil die TT häufig räumlich wesentlich tiefer angeordnet sind als der MT und das Schallzentrum aufgrund der Chassis-Geomterie noch weiter hinten liegt.
Ist natürlich auch Abhängig von der Abhörentfernung.
Beispiel: TT und MT sind 50cm in der Höhe versetzt. Hörentfernung beträgt 2,5 Meter. Dann beträgt der Laufzeitunterschied des TT gegenüber dem MT ~5cm.
Danke, und rosa?

Ja, ich würde beim Nubert argumentieren, dass die berühmten 0,5 ms bei tieferen Frequenzen auch noch weniger Perioden sind. Ich würde also erwarten, dass die Hörbarkeitsschwelle in ms ausgedrückt zu tiefen Frequenzen hin ansteigt. Dahinter steckt meine vielleicht naive Vorstellung, dass der jeweilig zuständige Bereich der Hörschnecke immer die gleiche Anzahl von Perioden braucht, bis er anspricht.
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#62
(Vor 8 Stunden)kboe schrieb: Ich will mich keinesfalls über andere "erheben"!
Seine Bausätze sehen für mich schon sehr ausentwickelt aus. Ok_hand
Die Weichenbauteile, die in seinen Kits dabei sind, fallen für mich halt in eine Kategorie, bei der der ich Zweifel an der Sinnhaftigkeit habe.
Aber er muss ja schließlich auch von was leben. Und es sei ihm gegönnt!
Die Entwicklungskosten und auch der Prototypenbau müssen bei ihm ja ordentlich zu Buche schlagen.

ja, sehe ich auch so. 

______________________________________________________-

Noch mal zurück zum Thema FIR vs IIR vs IIR mit Zeitkorrektur:

Ich habe noch mal mal ein wenig simuliert.

Jedes mal der selbe 3-Wege Lautsprecher.
Jedes Mal als Trennung MT zu HT ein Bessel-Filter bei 3 kHz akustisch.
MT mit Bessel 24dB. HT mit Bessel 18dB

1) IIR-Filter ohne Zeitkorrektur zwischen HT und MT. 
Annahme: HT sitzt aufgrund seiner Einbaulage 15mm weiter vorne als der MT
   
Hier sieht man deutlich die typische Einschnürung oberhalb der Trennfrequenz in der horizontalen Abstrahlung. 

2) Selbe wie 1) aber mit Zeitkorrektur, um ein gleichmäßiges hor. Abstrahlverhalten zu erreichen
   
Ergebnis: deutlich besser. Zumindest wenn Constant Directivity gewünscht ist.  
Phasenlage der einzelnen Treiber matched jetzt auch besser.

3) Selbe wie 2) aber diesmal mit linearen FIR-Filter statt IIR-Filtern
(Invertierung des HT konnte aufgehoben werden)
   

Ergebnis: wenig Unterschied zu 2) außer, dass die Phase ein / zwei Zacken weniger aufweist.

4) wie 3) aber mit zusätzlicher FIR-Bessel-Phasen-Linearisierungs-Filter über MT und HT.
   

Ergebnis: Wenig Unterschied zu 2) und 3)

Falls wer Interesse hat, kann ich auch noch die Impulsantworten dazu posten.
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#63
(Vor 9 Stunden)Darakon schrieb: Die Aussage von Nubert, warum <1kHz kritischer sein soll, verstehe ich auch nicht.
Wenn ich zB einen Übergang von TT zu MT bei 350 Hz habe, ist die Wellenlänge beim Übergang ca 100cm = ~3ms. Gerade hier halte ich einen "Versatz" von 0,03ms eher unkritisches.

Das deckt sich zumindest teilweise mit den Ergebnissen von Blauert und den anderen Papern. Da ist zwar 2 kHz/4 kHz der empfindlichste Bereich, aber grundsätzlich geht es darüber wieder hoch mit den akzeptablen Werten. Und dann, ganz wichtig, steigen die benötigten "Perioden pro Hörbarkeit" massiv. 

Apropos, Perioden, das erklärt das mit bei Frequenzen unter 1 kHz. Da geht es auch nicht um den akustischen Versatz, sondern um das allgemein allpasshaltige Verhalten eines Lautsprechers.
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