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FIR Filter
(13.02.2026, 08:28)JFA schrieb: Auch off topic: das denke ich mir immer, wenn auf irgendwelchen Lebensmittelverpackungen "Jetzt mit neuer Rezeptur!!!" steht. Aha, also war vorher scheiße, oder was? Big Grin
Nö, das heißt nur, dass jetzt noch billigere Zutaten drin sind.  Weary Sleepy
am Ziel
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(13.02.2026, 10:07)Kasimir schrieb: Moin ihr Lieben,

leider driftet diese tolle Diskussion etwas ins Geschmäcklerische ab. Wonach sucht man im HiFi eigentlich ? Einfache Antwort : nach technisch bestmöglicher Übertragungsqualität. Betonung auf technisch .
Grüße Thomas


Hallo Thomas,

da würde ich widersprechen, weil das tatsächlich nur für ein paar Freaks wie uns gilt. Einfach, weil es so viele verschiedene Wege zur Verwirklichung des eigenen Klangideals gibt. Ein Rullit ist z. B. technisch alles andere als die bestmögliche Lösung, aber für einige Klassik- und Jazzhörer das finale System aufgrund seiner Eigenschaften. 

Insofern finde ich gerade die geschmäcklerische Komponente als besonders hervorstechend beim Thema Hifi. Oft reden wir ja auch nur scheinbar über die gleichen Dinge, meinen aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen aber was ganz anderes. Und "Respekt vor dem Werk" etc. pp. ist halt geschicktes Marketing. Wobei ich bestätigen kann, dass Qubuz erheblich besser klingen kann als Spotify lossless, Beispiel Turnstile.   

VG 
Ludger

@JFA: Dass Du so extrem getriggert bist, wundert mich. Ist es nicht völlig klar, dass digitale Technik von vor 20 oder 30 Jahren angesichts der exponentiellen Entwicklung der Rechenleistung nicht einmal im Ansatz vergleichbar ist? Ignoranz ist keine empfehlenswerte Haltung.
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Was genau war denn an FIRs vor 20 Jahren anders? Oder vor 30 Jahren?
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Möglicherweise die technische Umsetzbarkeit?

(13.02.2026, 10:07)Kasimir schrieb: Moin ihr Lieben,

leider driftet diese tolle Diskussion etwas ins Geschmäcklerische ab. Wonach sucht man im HiFi eigentlich ? Einfache Antwort : nach technisch bestmöglicher Übertragungsqualität. Betonung auf technisch .


Grüße Thomas


Wie kommst du da drauf?
Musik und Kunst allgemein ist doch zum Großteil Geschmacksfrage?!?
Sonst gäbe es für jedes jemals komponierte Werk genau nur eine einzige "richtige" Interpretation.

Eine technisch korrekte Wiedergabekette macht schon Sinn, aber am Ende möge doch jeder so abstimmen / hören, wie es ihm taugt!

Es gibt keine musikalische Wahrheit!
am Ziel
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Der Respekt vor dem Künstler endet schon im Tonstudio, wo aus dem Original ein hoffentlich gut klingendes Kunstwerk erzeugt wird.
All das, was wir hören ist künstlich, eine Illusion.

https://seanolive.blogspot.com/2009/10/a...usion.html
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48000 taps bis 48 kHz konnte ich auch damals schon, auf nicht optimierter Hardware. Also 1 Hz Auflösung. Wie viel genauer soll es noch werden?
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War nur eine Frage! Ich bin in der Materie einfach zu wenig drin.
Danke für die Antwort! Smile

(13.02.2026, 12:03)walwal schrieb: Der Respekt vor dem Künstler endet schon im Tonstudio, wo aus dem Original ein hoffentlich gut klingendes Kunstwerk erzeugt wird.
All das, was wir hören ist künstlich, eine Illusion.

https://seanolive.blogspot.com/2009/10/a...usion.html


Das passiert so, aber der Grund ist RESPEKT vor dem Künstler in den meisten Fällen. IMHO
Der muss schließlich von seinem Produkt leben, daher wird das völlig selbstverständlich auf maximale Verkaufbarkeit getrimmt.
Es mag Ausnahmen geben....
am Ziel
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Darum 

geht es ja gar nicht !

Zitat:Es gibt keine musikalische Wahrheit!
 Musikwiedergabe ist keine Kunst. Ich erweise aber der Kunst des Musikers und der Produktion Respekt, wenn ich die Musik so höre, wie sie nach dem Mastering geklungen hat. Natürlich im Rahmen meiner häuslichen Möglichkeiten !
Jeder kann natürlich machen, was er will. Wer Bock hat auf Gestaltung , bastelt sich halt seinen Sound selbst. Das bitte nicht als Provokation verstehen, es ist nur eine Einordnung.
Grüße Thomas
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Hi zusammen.

So wie ich das rausgelesen habe ist die Anzahl der möglichen Tabs wohl doch nicht so unwichtig.
Mag sein das 48000 für 1Hz Auflösung reichen und man das nicht so fein braucht, aber was ist mit 96/24 bei 6-8 Kanälen. Da dürte so ein Mini DSP ins schwitzen kommen. Oder hab ich da was falsch verstanden?

@Darakon
Danke dreimal für den Link vom Tutorial. [Bild: thumbsup.png]
Habs nur mal überflogen. Scheint ja eine regelrechte Schritt für Schritt-Anleitung zu sein.
Wird einem Newbee wie mir eine Menge Zeit und Frust ersparen.

Gruß Tommi
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(13.02.2026, 12:25)Kasimir schrieb:  Musikwiedergabe ist keine Kunst. Ich erweise aber der Kunst des Musikers und der Produktion Respekt, wenn ich die Musik so höre, wie sie nach dem Mastering geklungen hat. Natürlich im Rahmen meiner häuslichen Möglichkeiten !

Grüße Thomas


Hast recht. Die Wiedergabe ist keine Kunst.
Aaaber:
Wenn ich mir die Wiedergabe so zurechtzimmer, dass ich eine Aufnahme öfter oder überhaupt höre, wird der Künstler ( hoffentlich ) mehr Geld dafür kriegen ( streaming ).
Das halte ich durchaus auch für eine legitime Form von Respekt...

In jüngeren Jahren war ich auf der Suche nach der "Wahrheit".
Heute reichts, wenn es MIR gefällt.
Damit soll es genug OT gewesen sein.
am Ziel
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(13.02.2026, 12:16)kboe schrieb:

Das passiert so, aber der Grund ist RESPEKT vor dem Künstler in den meisten Fällen. IMHO
Der muss schließlich von seinem Produkt leben, daher wird das völlig selbstverständlich auf maximale Verkaufbarkeit getrimmt.
Es mag Ausnahmen geben....

Du hast es besser formuliert.[Bild: wink.png]
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(13.02.2026, 12:04)JFA schrieb: Was genau war denn an FIRs vor 20 Jahren anders? Oder vor 30 Jahren?

48000 taps bis 48 kHz konnte ich auch damals schon, auf nicht optimierter Hardware. Also 1 Hz Auflösung. Wie viel genauer soll es noch werden?

T&A A2D Klangregelung: 
- Tiefton +/- 7,5 dB in 1,5-dB-Stufen
- Mittelton 0 dB, -1 dB
- Hochton +4,5 dB / -3 dB in 1,5-dB-Stufen

FirBoXx Klangregelung:
- 111 Hörkurvenfilter
- 9 Voicings mit zusammen 370 fertigen FIR-Filtern zum Finetuning.

Worüber reden wir jetzt genau? Möchtest du die Bestätigung, dass es in 30 Jahren Digitalentwicklung keine Fortschritte gegeben hat?

Geht es dir jetzt um deinen Platzhirschstatus oder um eine sachliche Diskussion?
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Hoi Zusammen

Acourate kann das alles schon seit bestehen.
Ich glaube in 2011 hat sogar so ein System den Contest gewonnen.
Nicht anderes macht man mit der FirBox.
Absolut nichts Neues.
Ich habe um 2012 einen 4 Weger mit einzeln FIRentzerrten Treibern gehabt.

Alles schon richtig alt.Smile

Das einzig Neue ist, dass alles in einem Gehäuse ist.
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Zitat:FirBoXx Klangregelung:
- 111 Hörkurvenfilter
- 9 Voicings mit zusammen 370 fertigen FIR-Filtern zum Finetuning.

Oh wow, die haben ein paar MB Speicher verbaut.

Das wär alles schon vor 30 Jahren möglich gewesen. Hätte man halt nur nicht im Gerät selber speichern können, sondern vielleicht auf einem Notebook mit RS232 Schnittstelle. Die gab es damals auch schon. Noch irgendwelche Besonderheiten?
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(13.02.2026, 10:01)josh_cpct schrieb: Ja: Die Lernkurve ist steil, Hardware und Setup sind oft umständlich und teuer.

Genau das wird meiner Meinung nach auch künftig eine große Hürde sein, wobei ich den Preis mal außen vor lasse, das geht in der DIY-Version i. O. 

Aber man muss sich halt reinfuchsen, reinarbeiten und konzentriert bei der Sache sein, Plug and play ist nicht. Eine Anleitung auf fast 400 Seiten zu lesen, überfordert die meisten ja schon.
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Hi.

Ich glaube die Lernkurve ist gar nicht soo steil.
Natürlich ist das nichts was man in 2-3 Tagen schafft.
Aber ich hab das als Newbee mal in einer Stunde überflogen. Über 200 Seiten sind Diagramme, Messungen die das Ergebniss der jeweiligen Änderung zeigen.
Was ich als Einsteiger g..l finde ist das es von Anfang an erklärt wird.
Sämtliche Voreinstellungen für REW und Rephase. Egal ob Pegeleistellung. Loopback und andere Sachen wie Auflösung, und und und. Selbst Einstellungen in Win zu ASIO und Java. Da sind schon locker 100 Seiten fällig.
Aber das scheint wirklich eine Schritt für Schritt-Anleitung zu sein.
Da wird auf jede Menge Fehler hingewiesen wie Übersteuerung, zu derber Einsatz von PEQ und anderes.
Ich hab mir das sofort als Leitfaden runter gezogen.

Ganz großen Dank an den Autor.

P.s.: Der macht das an einem Beispiel mit einer HECO von Anfang der 80`, mit HT und MT-Kalotten nebeneinander! Ich finde ein Hammer!

Zum Preis für die Hardware:
PC ist meistens vorhanden.
Soundinterface: Gibt es schon ab 200,- je nach Anspruch.
Software: Zwischen Umsonst und ca. 200,-.
Verstärker: Im günstisten Fall ein alter AVR mit genügend Kanäle. Ab 150,-.
Lautsprecher: Je nach Anspruch und Vorlieben.

Mit Kabel ab ca. 700,- ohne PC und LS.

Gruß Tommi
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Das hier sind keine 200 Seiten:
https://github.com/wirrunna/CamillaDSP-B...g-a-Config 
(bereits zuvor hier verlinkt: https://diy-hifi-forum.eu/showthread.php...#pid331930)
aber ja, man muss schon etwas Zeit investieren für das Hobby.
HW Kosten für eine Rpi-Lösung sind ca 120€ mit SPDIF Input&Output.
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(13.02.2026, 07:56)Darakon schrieb: Ein Tutorial für die FirBoxx hier:
https://fir-boxx.com/downloads/FIR-Playbook.pdf

Ich habe mir das mal komplett durchgelesen. Kurz zusammengefasst: Man soll den Lautsprecher möglichst frei aufstellen und dann "Nahfeldmessungen" der einzelnen Treiber machen: Messabstand etwas größer als Treiberdurchmesser, 3-5 Messungen machen und dabei zwischen den Messungen das Mikro jeweils ein paar cm vom Treiber wegrücken. Anschließend die Messungen im Pegel normalisieren und mitteln. Diese gemittelte Messund wird dann geglättet mit einem 6 Perioden langen Fenster und dient dann als Basis für die Entzerrung der Amplitude und Phase. Anschließend werden die Laufzeiten der Eineltreiber in 1m Entfernung angeglichen und linearphasig getrennt und die Übergänge mit viel tria&error optimiert. Dann wird am Hörplatz gemessen, und nochmal der Frequenzgang optimiert. Und dann wird nochmal nach Gehör mit Klangreglern optimiert.

Beim entzerren wird hier übrigens auch nur mit Wasser gekocht: in rePhase werden einfach PEQs definiert, das kann man in jedem IIR-DSP genau so machen. Scharfe Filter mit q>8 werden abgelehnt, was auch sinnvoll it wenn man mit relativ stark geglätteten Messungen arbeitet. Von den erwähnten Voteilen
(13.02.2026, 10:01)josh_cpct schrieb: Es gibt durchaus Stärken auf der FIR Seite:
- Angleichen der LR Kanalgleichheit
- Flexibilität in Quantität und Qualität der Filter (Q-Steilheit und Spiegelung des F-gangs)
- Präziseres Ausnotchen von Bassmoden
- Frequenzweichen frei Gestalten, statt nach Schema F (IIR=BU/LR/BE... vs. FIR = alles)
- Subtraktion zur Zielkurve (Ist -minus- Soll = Korrektur Inverse, für Amplitude Zeit oder gar Weichen-Flanken, universeller Joker)
bleibt da eigentlich nichts übrig. Das kann man alles auch ohne FIR umsetzen. Einzig die "Spielereien auf komplexer Zeitebene mit freier Gestaltung" kann man mit IIR nur bedingt machen. Filterflanken kann ich in IIR auch ziemlich frei gestalten und bin da nicht an die gängigen Butterworth, Linkwitz.Riley etc. Charakteristiken gebunden. Lediglich Horbach-Keele Filter funktionieren natürlich nicht. Bestimmte Lautsprecherkonzepte erfordern aber solche Filterungen um das Abstrahlverhalten passend zu formen, da muss man dann auch FIR-Filter nutzen. Auf derartige Sachverhalten wird in der FIR-Box Anleitung jedoch kein Bezug genommen. Die meisten dieser erwähnten "Stärken" kommen eher von einem gut gemachten Interface als von den Möglichkeiten die ein FIR-DSP gegenüber einem IIR-DSP bietet.


Mir gefällt der VituixCAD Workflow irgendwie deutlich besser: Einmal ordentliche Freifeldmessungen aller Einzeltreiber machen und dann das komplette Abstrahlverhalten optimieren. Dann weiß ich wenigstens wie der Direktschall aussieht und muss nicht raten was in der Hörplatzmessung vom Raum/Abstrahlverhalten kommt und was nicht. Man kann übrigens auch durch gezielte "Phasenfeler" im Übergangsbereich zwischen Treibern das Energieverhalten optimieren. Nach dem FIR-Box Rezept wäre so etwas nicht denkbar, absolute Zeitrichtigkeit der Treiber untereinander und eine schöne Sprungantwort ist demnach eine sehr hohe Priorität. Kann man sicher so machen, wenn man "einfach" bestehende Lautsprecher die ansonsten bereits ordentlich entwickelt wurden aktivieren möchte kann das sicher auch ganz gut funktionieren. Für meinen Geschmack ist da aber noch zu viel raten und ausprobieren involviert, das geht mit geringfügig größerem Aufwand beim Messen heute deutlich besser. In VituixCAD sehe ich auch ob mir FIR-Filter einen Vorteil bieten oder ob ich mir das ganze sparen kann.

Gruß, Onno
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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Im Prinzip lassen sich zwei verschiedene Typen von Filtern unterscheiden. Dies sind einerseits die sogenannten IIR Filter, die quasi eine Nachbildung der analogen Filter mit verknüpftem Amplituden-Phasen-Verhalten darstellen und andererseits die sogenannten FIR Filter, die phasenlineare Korrekturen zulassen. Letztgenannte sind für die direkte Beeinflussung von Raummoden nur bedingt geeignet. Dies hat zwei Gründe: Einerseits ist die Funktion von FIR Filtern durch eine Aneinanderreihung von Verzögerungsgliedern – sogenannten Taps – bestimmt. Um bei sehr tiefen Frequenzen eine hohe Filterpräzision zu erreichen – und das ist für die Korrektur von Raummoden nötig – sind sehr viele Taps erforderlich. Dies sorgt dafür, dass ein solches Filter ein sehr langes Delay (100 bis 1000 Millisekunden erzeugt. Ein einzelner korrigierter Lautsprecher hätte also immer mit einer erheblichen Grundverzögerung zu leben. Andererseits ist das phasenlineare Verhalten der FIR Filter für die direkte Beeinflussung der Moden auch gar nicht erforderlich – ganz im Gegenteil erzeugen die Moden an Ihren jeweiligen Frequenzpunkten einen sehr ausgeprägten „Phasenhub“, der durch das entzerrende Filter mit kompensiert werden sollte. Genau diese Charakteristik erzeugen IIR Filter. FIR Filter sind eher dann sinnvoll, wenn räumlich gemittelte Entzerrungen vorgenommen werden sollen.

https://www.hifistatement.net/grundlagen...ik?start=3
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100-1000ms?
Na ja, mit 4096 Taps bei 48kHz kann man den Bass fast ganz linear ziehen und hat nur 42ms Delay.
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