27.07.2014, 16:40 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.07.2014, 05:21 von Peter Wind.)
Ich war beim Battle 2014 in Senden als Gast und habe dort nur nette User kennen gelernt. Kurz danach kam Stefan, 19 Jahre, zu mir und fragte, ob ich ihm helfe, genau so eine Krawallkiste (KWK) zu bauen, wie EISMANN sie in Senden präsentiert hat.
Ich habe mich mit Dietmar/Eismann in Verbindung gesetzt und er gab sein o.k., auch zu von mir beabsichtigten Modifizierungen.
27.07.2014, 18:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.07.2014, 08:59 von Peter Wind.)
Ich habe über 10 Jahre nichts mehr in dieser Richtung gemacht. Irgendwann packt's einen doch wieder Olli.
Ich hatte schon Befürchtungen, dass ich es zu ausführlich mache. Dann habe ich mir gedacht, wen es nicht interessiert - weil für ihn selbstverständlich - muss ja nicht hingucken.
Wenn man schon nachbaut, sollte zumindest der Entwickler erfahren, finde ich, was aus seinem Projekt wird. Dies habe ich Dietmar zugesagt.
Ich denke, dass ich später gerade für Beginner noch ein/zwei/drei Tipps habe. Z.B. wie man ohne Lamello und Dübel (die ja auch genau anzubringen sind) etwas zusammen leimen kann ohne dass etwas verrutscht. Dies zeige ich beim Aufleimen der Schallwand. Zum Korpus und 90° Winkel kommt auch noch etwas.
28.07.2014, 14:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.07.2014, 08:29 von Peter Wind.)
Damit der Korpus im rechten Winkel beim zusammen leimen bleibt, gibt es einen einfachen Trick. Hilfsbretter, welche natürlich winkelgenau zugeschnitten sind und der Innenweite - hier 206 mm - entsprechen. Es sollte in der Länge aber etwas kürzer sein als die Innenlänge, damit man es bis zum Anschlag schieben kann.
Pressen mit Zurrgurten. Wichtig ist, das die Ratsche nicht auf dem Korpus liegt. Die Dachlattenstücke waren ursprünglich in der Mitte von allen vier Seiten. An den Kanten sind 15 mm x 15 mm PVC Winkel als Kantenschutz. Der Gurt wird leicht angezogen.
Bevor der zweite Gurt angelegt wird, legt man auf das untere (s. 1. Bild) Hilfsbrett - mit X gekennzeichnet - einige Abfallbretter und darauf ein zweites Hilfsbrett.
Die Gurte nun mit der Ratsche stramm spannen und die Holzstücke nach außen treiben. Nicht mit dem Hammer direkt gegen die Latten schlagen sondern bitte eine Hilfsbrett/-latte benutzen.
Das nach außen Treiben sorgt für ausreichenden Anpressdruck.
Hinweis: Eigentlich sollte das obere Hilfsbrett an der rechten Seite anstoßen; es ist noch einmal gut gegangen
Wenn zwischen Hilfsbrettern und dem Korpus kein Trennpapier (Zeitungspapier/Backpapier) verwendet wird - so wie bei mir - sollte man sie vor dem endgültigen Abbinden des Leimes (vgl. Gebrauchsanweisung) wieder entfernen, sonst sind sie u.U. mit dem Korpus verleimt. Eine gute Leimstelle ist fester als das Holzmaterial
[I]Hinweis: Keine Angst, wenn man die Hilfsbretter nach ca. 10 Minuten evtl. mit leichten Hammerschlägen entfernen muss.
Wichtig ist beim Leim, dass es wasserfester Holzleim oder aber auch wasserfester und überstreichbarer Montagekleber ist.
Damit ich keine unnütze Zeit verliere - Offenzeit des Leimes - habe ich die Gurte schon vorher angepasst.[/I]
Beide Korpusse
Leider stand meine Hobelbank (Arbeitsplatte aus 12 cm Rotbuche - 100 kg) 1982 mal bis zur Arbeitsplatte im Wasser (Keller) und hat sich dabei etwas verzogen. Deswegen lege ich bei bestimmten Arbeiten eine Hilfsplatte darauf.
04.08.2014, 18:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.08.2014, 20:19 von Peter Wind.)
Einleimen der Trennwand
Am schnellsten und einfachsten: Zwei Distanzbretter zurecht gesägt. Diesmal habe ich aber Trennpapier - Butterbrotpapier -auch unter dem Korpus benutzt
Rahmenteil für die HT-Kammer
...in die Rahmenteile je zwei Drahtstifte eingeschlagen, die ich nach 2/3 mm abzwickte. Mit den eingeschlagenen Drahtstiften verhindert man ein Verrutschen der Rahmenteile beim Anziehen der Schraubzwingen.
Kompletter Rahmen für die Rückwand
Bei der ersten Box habe ich noch auf Gehrung gesägt. Hinterher habe ich mich gefragt warum den Aufwand betreiben, sieht ja keiner. Stumpf geleimt ist von der Funktion nicht schlechter.
Ich habe in die BOX Abfallbretter gelegt und in die Rahmenteile je zwei Drahtstifte eingeschlagen, die ich nach 2/3 mm abzwickte.
Das Rahmenstück auf die Distanzhölzer gelegt - so muss man die Tiefe von der Rückwandkante nicht abmessen - mit dem Hammer angeschlagen, umgedreht und die Schraubzwinge angesetzt.
Mit den eingeschlagenen Drahtstiften verhindert man damit ein Verrutschen der Rahmenteile beim Anziehen der Schraubzwingen.
Weil die Leimpressung wenigstens 15 Minuten anhalten soll, ich wartete 30 Minuten, dauert dies eine gewisse Zeit. Man braucht Geduld.
Die ersten Arbeiten an der obersten Distanzplatte. Ich lasse den HT bündig ein-
Als erstes wird mit einem Radius von 55 mm etwas mehr als ein halber Kreis ausgefräst.
Hier ist sehr gut die Durchfräsung auf der einen Seite zu erkennen. Damit das ganze beim Fräsen nicht wegrutscht haben wir wieder mit Hilfs-/Anschlagbrettern - diesmal angeschraubt - gearbeitet und die Distanzplatte auch an dem alten Kiefernholzbrett mit zwei Schrauben fixiert.
Der Bleistiftanriss für den Hochtöner ist auch gut zu erkennen.
25.09.2014, 10:03 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.09.2014, 10:38 von Peter Wind.)
...leider gibt vom Zusammensetzen des Mittelteils (12 mm Birke Multiplex) keine Fotos, da ich da alleine war und nicht daran gedacht habe...
...von hinten. Der Terminal ist nur lose eingepresst...
...neben dem AMP: Batteriewächter und On/Off-Schalter...der AMP liegt innen auf einem Brett auf. (ich bin z.Z. nicht zu Hause und kann deswegen kein Foto dazu zeigen)...
Stefan ist derzeit damit beschäftigt, alle Kanten zu brechen/runden und die KWK mehrfach mit Siegel-/Treppenlack zu streichen.
Ich konnte ihn nicht von Furnier, Lack, Filz u.ä. überzeugen. Er möchte dx-fix...
Ich denke dass wir die ersten Töne am ersten Oktzoberwochenende hören werden, da ich dann wieder zu Hause bin.
Kannst du die Weichennicht einfach in dem "Verstärkerklotz" platzieren und dann halt mit 2 Strippen "bi-wirern"?
Der Vorteil ist klar.
Allerdings sind so die Boxen an andere Verstärker nicht anschließbar.... :denk:
Normalerweise würde ich sie einfach auf die Rückwand schrauben. Doch oben air.... :w00t:
04.10.2014, 14:16 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.10.2014, 22:56 von Peter Wind.)
Als ich in München war hat Stefan die die drei Gehäuse mit 1 K PU-Lack grundiert. Ursprünglich wollte er sie ja mit dc-fix beziehen. Nach den Erfahrungen eines Freundes hat er davon und von 3 mm Filzbespannung Abstand genommen.
Die Lautsprecher - das war der erste Lackierungsversuch von Stefan, mein erster Versuch vor vielen Jahren sah ähnlich aus - habe ich schon geschliffen, das Mittelteil - man sieht es - noch nicht.
...zwei Nägel eingeschlagen und gekürzt, hier sollen die Löcher für die Befestigung - Flügelmutterschrauben Ø 6 mm - erfolgen...Die Boxen habe ich dann da drauf gelegt und leicht angeschlagen, so dass ich die Markierung für den Sitz der Rampamuffen hatte.
...die Ø 10 mm und 12 mm tiefen Sacklöcher für die Rampamuffen habe ich mit einem Fingernutfräser gefräst. Vorher habe ich mit einem Holzbohrer angebohrt, so dass ich den Fräskopf genau zentrieren konnte...
...die Rampamuffen haben unten keinen Führungsansatz. Würde man sie mit einem großen Schraubendreher an den Schlitzen einschrauben, würden sie nicht gerade sitzen. Bei 16 mm MDF würde es bei einer Muffe mit Führung sehr knapp.
...deshalb habe ich mit drei 16 mm MDF Resten und einem Streifen HDF eine Hilfskontsruktion gefertigt, mit der es möglich ist, die Muffe ohne Probleme senkrecht einzudrehen. Eine Ø 6 mm Maschinenschraube - nur mit einem Gewindeteil unten, wegen der Führung im Führungsloch - Die Rampamuffe wird mit einer Mutter gekontert...
...und mit einer kleine Knarre mit Nuss eingeschraubt...
...hier habe ich den oberen Rand des Sackloches nicht genug angefast, so dass die Muffe das MDF beim Einschrauben nach oben drückte. Sehr gut - obwohl unscharf - nach dem Planschleifen zu erkennen...
...die drei Teile vereinigt; 13,8 kg ...
...Blick von oben...Als Abnstandshalter habe ich einfach Muttern genommen. Ggf. kann Stefan die Flügelmutterschrauben kürzen und Unterlegscheiben benutzen.
...und von hinten. Unter dem Ausschnitt für den Amp ist beim genauen Hinsehen das Haltebrett zu erkennen...
05.10.2014, 15:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.10.2014, 15:27 von Peter Wind.)
Die Boxen sind lackiert. Noch einmal ein Probeliegen. Am HT sieht man noch am Rand Spuren von MDF-Paste, die wird noch entfernt. Beim ersten Schallbrett haben die Radien der Ecken nicht gestimmt und ich hatte probiert diese auszubessern.
Ein neues Schallbrett war schneller gemacht.
Die Box wurde liegend fotografiert...für mich selber würde ich die Box nach einmal mit Feinspachtel abziehen und eine letzte Lackschicht anbringen...Als Krawallkiste kann sie so bleiben...
Danke Christian. Für die alten Hasen zeige ich bestimmt nichts Neues. Obwohl von einem weiß ich, dass er den Nageltrick beim zusammen leimen nicht kannte.
Es macht mir einfach wieder Spaß an der Hobelbank zu stehen. Ich hatte eine lange Auszeit diesbezüglich, weil lustlos.
Für Beginner ist vielleicht der eine odere andere Hinweis nützlich.
09.10.2014, 18:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.10.2014, 07:47 von Peter Wind.)
Die Weiche an der Rückwand
...das graue Zeugs am Rande des LS-Terminals ist dauerlelastische Knetmasse von Teroson. Damit habe ich auch den Durchgang von der HT-Kammer abgedichtet...
... Eckansicht von unten. Die Leiterplatte und auch die große Luftspule sind mit Edelstahlschrauben angeschraubt...
...der Antirutschrahmen für den Akku...
...der Rahmen ist einfach nur festgeklemmt...
...Ansicht nach oben...für die USB Buchse musste ich eine Fase fräsen, weil das Gewinde zu kurz für die 16 mm MDF ist...
...die Malerabdeckung in der HT-Kammer dient der eigenen Beruhigung...Sonofill ist eine halbe Matte .
Edit: Auf dem Rahmen ist selbstverständlich noch ein Dichtungsband gekommen.
09.10.2014, 19:11 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.10.2014, 07:04 von Peter Wind.)
Mittelteil mit Seitenverkleidung
...Damit der Lack der Boxen geschont wird, sind die Seiten des Mittelteils mit Velour-dc-fix beklebt...
"Hochzeit"
Edit...befestigt sind die LS mit Gewindeschrauben, die innen mit selbstsichernden Muttern angescharubt wurden. Beim TMT - man sieht es - handelt es sich oben um eine Holzschraube. Denkfehler meinerseits, weil diese Schraube direkt unter dem Trennbrett in die TMT-Kammer eintritt bleibt kein Platz für die Mutter. Die jetzige wir noch gegen eine Holzimbusschraube ausgetauscht. Bei den HTs ist es genau so, da die oberen Schrauben im Deckel landen.