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Was kann man diy bei LS besser machen?
#1
Hi zusammen!
Ich wühle regelmässig in den Foren, bei eBay was weiß ich?
Beispiel, 2 Wege Regallautsprecher.
Was man da teilweise sieht, sieht ja nicht so schlecht aus. Klar, reingucken kann ich da ja nicht. Sprich, wie sieht die Weiche aus.
Mal angenommen ein Hersteller macht seine Hausaufgaben nimmt die richtigen Chassis, eine passende Frequenzweiche und ein brauchbares Gehäuse. Hört sich prima an.
An die EK-Preise und Quellen komme ich nicht dran also ich bezahle für vergleichbares immer mehr als für die Dinger im Schaufenster.

Meine Frage also: Was kann ich tun, dass ich hinterher was besseres zu Hause stehen habe als Massenware. Sonst kaufe ich doch besser gleich fertiges. Und geht das überhaupt?


Es geht nicht darum, dass das Hobby Spaß macht, sondern rein um die Vernunftseite.
Gruß
Arnim

Wenn Aliens die Erde retten wollen, wird es langsam Zeit für sie zu handeln.
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#2
Moin Arnim,

weil ich das kürzlich geschrieben hatte und dazu passt:

Zitat:...weil das - eben die Lautsprecherentwicklung ausgehend vom Raum, dem Hörabstand, Aufstellungsort und davon ausgehend der Entwurf des Lautsprechers auf eine gegebene Raum/Hörsituation - aus meiner Sicht DAS große Potential von DIY ist.

Bis auf die eher teuren High-End-Konzepte mit Einmessmöglichkeit werden Lautsprecher halt von der Stange gebaut (vermutlich ein wenig Länder-spezifisch nach durchschnittlicher Wohnzimmergröße und vorherschender Hörgewohnheit). Das können wir DIYer ja gerade besser machen, indem wir den Lautsprecher auf unsere spezifischen Gegebenheiten und Wünsche anpassen.

Mit 'spezifischen Gegebenheiten' meine ich:
- Raum,
- Aufstellungsort,
- Hörplatz,

und Hörgewohnheit/Wunsch über Abstrahlverhalten und Sounding zu erreichen.

Gruß,
Christoph
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#3
Ich stimme Christoph voll und ganz zu! Abstimmung auf die Hörumgebung und auf meinen Hörgeschmack ist für mich z.B. einer der Gründe zum Einsatz von DSP (und ggf. DSP Weichen). Die Vorteile dieses Konzeptes haben bisher (nach meinem Geschmack) die (möglichen Wink) Nachteile der für analoge Quellen nötigen AD (und wieder DA) Wandlung überwogen :built: :prost:

Extrembeispiel: Vollaktivierung von B&W N804 mit DEQX DSP und SP-996 Monoendstufen - der B&W Kuschelsound war weg und ich liebte es Big Grin :prost:
Beste Grüße,
Winfried

PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)
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#4
Moin,

auf jeden Fall wenn die Lautsprecher im DIY sehr groß (2x5 Wege Hornsystem) und damit als Fertigprodukt nicht verfügbar (wie im meinem Fall) oder unbezahlbar werden.
Der Einsatz eines DSP's mit Raumeinmessung (bei mir Acourate) und Vollaktiv gibt es da Draußen nicht zu kaufen!

Gruß Barossi
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#5
Sehe den Unterschied recht pragmatisch.
Ein LS von der Stange schleppt immer einen immensen Wasserkopf an Kosten für Marketing, Vertrieb, Verwaltung etc. mit sich.
Das heißt für mich, bei gleichem Budget kann ich beim Selbstbau beim Ausgangsmaterial trotz kleiner Stückzahl in einer anderen Liga ins Regal greifen. Das betrifft nicht nur die Chassis, sondern auch die Weiche/DSP und selbst das Gehäuse.

Freilich ist das eine Milchmädchenrechnung, wenn ich meine Arbeitsstunden normal abrechnen würde. Da das aber ein Hobby für mich ist, finde ich die Argumentation die Stunden nicht gegenzurechnen trotzdem legitim.
Beste Grüße,
Markus
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#6
Barossi schrieb:Moin,

auf jeden Fall wenn die Lautsprecher im DIY sehr groß (2x5 Wege Hornsystem) und damit als Fertigprodukt nicht verfügbar (wie im meinem Fall) oder unbezahlbar werden.
Der Einsatz eines DSP's mit Raumeinmessung (bei mir Acourate) und Vollaktiv gibt es da Draußen nicht zu kaufen!

Gruß Barossi

BEOLAB 90 vielleicht
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#7
>>Mal angenommen ein Hersteller macht seine Hausaufgaben nimmt die richtigen Chassis, eine passende Frequenzweiche und ein brauchbares Gehäuse. Hört sich prima an.

Ja... es ist nur eine Annahme, aber oft auch falsch. Sehr interessant ist z.B. das Youtube Video von Danny (GR Research) der sich eine Wilson Audio (nicht ganz unbekannter Hersteller) anschaut und
deine "Annahme" bezüglich der gut gemachten Hausaufgaben wird dabei recht deutlich ... ööh... widerlegt.

https://www.youtube.com/watch?v=o_PJzPBCaOY

Insofern... im DIY kann man auch "nur" mit solider Konstruktion (mit richtigen Chassis, passender Weiche und brauchbarem Gehäuse) wohl manches besser machen als die Hersteller.

Cheers
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#8
Kurz: was ich für mein knappes Geld fertig kaufen kann, genügt mir nicht. Was mir evtl. genügen könnte, ist mir fertig zu teuer oder gibt es womöglich auch gar nicht so, wie ich mir das wünsche.

Was ich für mein knappes Geld entwickeln und bauen kann, ist aber in der Lage, mir zu genügen. Auch ich rechne die reine Arbeitszeit aber nicht mit, weil: Hobby, Spass an der Freud'. Cool

That's it.

Viele Grüße,
Michael
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#9
Frei nach Ad Reinhardt:
diy ist diy als diy - alles andere ist alles andere

Für mich die Freiheit vieles machen zu können, auszuprobieren und dabei auch noch gut gute Musik genießen zu können. Alles rein subjektiv natürlichWink

Habt Spass und Freude dran!

Happy ears! Alex
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#10
horr schrieb:
BEOLAB 90 vielleicht

Eher nicht, nichts Horn, nichts Druckkammertreiber :-)

Gruß Hauke
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#11
Hmmm, wo wir gerade dabei sind, wie sonst als durch Selbstbau bekommt man Zwerchfellflattern bei minus 20db Aussteuerung?TOOL JambiWink
Und kann einfach auch in der gleichen Kombination die Feinheiten der Instrumentierungen und der verschiedenen Interpreten bei den 4 Jahreszeiten heraus hören? Nein, ich meine nicht die PizzaBig Grin.
Jrooß Kalle
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#12
So sieht es aus, Kalle!

Habe gestern seit längerem mal wieder vor meiner Hauptanlage gesessen.
Jaco Pastorius über mein Mid-Basshorn. Grossartig.

Wüsste nicht, dass man ein MidBasshorn als Bestandteil einer Fertigbox kaufen könnte.

Bei kleinen 2 Wege Regalboxen ist der Markt riesig im Fertigsektor.
Selbst ein aktiv-DSP korrigierter 2 Wegemonitor wie die Neumann KH120 bekommt man unter 600€ pro Stück in chic, neu fix und fertig mit Garantie. Da wird Selbstbau fast nicht möglich. Wenn man dann noch den Wertverlust berechnet, eher nicht.

Gruß Hauke
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#13
Mit DIY kann man den Lautsprecher erschaffen, welcher Exakt das bietet, was man haben will. Sowas kann man nirgends kaufen. Falls doch müsste man viel lange rum reisen bis man den gefunden hat.
Es geht um das Gewisse etwas das einen packt. Immer. Und das 3 Fach. Genau den Bass, genau den Mitteltöner und genau den Hochtöner. Und mit genau den speziellen Weichen Bauteilen bis hin zu Glimmer Kondis für den letzten Schliff an Nuancen.
Und die 3 Treiber beginnt man mit der Zeit auch zu lieben. Klanglich aber auch optisch. Findet man dann einen in makellosen Zustand, wird man noch zusätzlich mit Freude beschenkt.

LG Daniel
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#14
Barossi schrieb:Eher nicht, nichts Horn, nichts Druckkammertreiber :-)

Gruß Hauke

Ich dachte, nicht die verwendete Technik entscheidet, sondern das was rauskommt.

Aber egal.
Gruß Christoph
.
Um zur Grundfrage zu kommen: am besten kauft man ordentliches Gebrauchtes, auch DIY, wenn man sich auskennt.

Ich höre gerade mit 6 Loewe Legro Lautsprechern, welche mich insgesamt 250 € gekostet haben - alles Technik von Linn, die 3 Front in diesen Steingehäusen (LS65), hinten LS 63 und den SW81 aktiv als Sub (22€ nur Abholung).
Das kann man nicht zu dem Preis bauen und hört sich gut an.
Ist heute der Listenpreis eines Visaton TI100, von denen ich in den Arias auch 3 habe, die nicht besser klingen. (ok ein TIW400 in 120 l ist besser als der SW81).

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#15
horr schrieb:Ich dachte, nicht die verwendete Technik entscheidet, sondern das was rauskommt.

Aber egal.
Gruß Christoph



Richtig, Christoph, deshalb auch der Einsatz von solchen Chassis. Fertiglautsprecher mit diesen Eigenschaften (Strauss, großen JBL, Acapella, Blumenhofer, etc...) sind extrem teuer.

Standart 2-Wege: 17cm +25mm gibt es bei Nubert, Thomann, Teufel, mit sehr guter Qualität und Anmutung. Meiner Meinung lohnt da nicht die Fahrt zum Baumarkt um Holz zu kaufen, noch die Arbeit, Investition, Frequenzweichenbauteile, Gehäusefinish und der Wiederverkaufswert, etc...
Des Weiteren gibt es hunderte Bausätze zu dem Thema bei Lautsprechershop, Visaton, K&T oder Hobby Hifi.
Ist das noch interessant?

Gruß Barossi
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#16
Das erinnert mich an einen Artikel aus den 70ern,Da würde von einer geplanten Veranstaltung berichtet, in der die Konstrukteure von Braun, Canton, Löwe, Dual, Isophon und Heco oder so auf offener Bühne zeigen wollten wie sie aus einem 17er Bass,einer 38er Mitteltonkalotte und einer 25er Hochtonkalotte einen Lautsprecher bauen.
Es war die Aprilausgabe.

Mir geht es darum, dass die Lautsprecher verzögerungslos klirrarm und kompressionsfrei mit
so wenig Artefakten wie möglich die Musik sauber in den Raum stellen. Und da landet man Recht schnell bei PA-Technik, damit auch bei Treibern und Hörnern, die bei Zimmerlautstärke incl. der Verstärker im "Leerlauf" betrieben werden und dabei geringste Verzerrungen erzeugen.
MSWs sind mit 90db/Watt auch IMHO recht gut brauchbar. Kalotten, AMTs und Dreiwegsysteme kann ich mir auf Dauer nicht zumuten.Sad
Jeder hört eben anders und Jahrzehnte Hörerfahrung machen eben starrsinnig und arrogant.....oder welches Kopfkino geht bei euch abBig Grin.
Schönen Hör-Sonntag:prost: das WetterSad
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#17
Barossi schrieb:Standart 2-Wege: 17cm +25mm
Ist das noch interessant?
Ja, natürlich ist es noch interessant.
Urteilt doch bitte nicht darüber, was interessant ist und was nicht. Es ist vollkommen legitim zu sagen, dass dies kein persönliches Interesse mehr weckt.
Schon mal drüber nachgedacht, warum es bei HH und K&T so viele Bausätze dieser Art gibt? :p
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#18
Irgendwie scheint es aber den Überflieger mit 17/25 auch nicht zu geben sonst würden ja alle Hipster drauf anspringen und alle Bastelgazetten könnten einpacken. Gott sei Dank.
Edit: Wenn im Bekanntenkreis einer mitbekommt dass ich ab Lautsprechern frickel, gucken die mich verständnislos an. Die lassen sich auch auf kein Gespräch darüber ein. Da sind Toaströster interessanter. Hört ja auch keiner Musik mehr. Musik wird "konsumiert".
Gruß
Arnim

Wenn Aliens die Erde retten wollen, wird es langsam Zeit für sie zu handeln.
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#19
wholefish schrieb:Schon mal drüber nachgedacht, warum es bei HH und K&T so viele Bausätze dieser Art gibt? :p

-kostengünstig zu machen
-nachbausicher
-WAF
-Gehäusearbeiten überschaubar
-einfach zu entwickeln /unkompliziert
-extrem große Anzahl an Chassis und Hersteller
-erprobt
-schnell umgesetzt
-akzeptiert
-leicht zu treiben, Verstärkerleistung kostet nicht

----
Aber wie Kalle schon schrieb: Hörerfahrung macht starrsinnig und arrogant :-)
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#20
wholefish schrieb:Ja, natürlich ist es noch interessant.
Urteilt doch bitte nicht darüber, was interessant ist und was nicht. Es ist vollkommen legitim zu sagen, dass dies kein persönliches Interesse mehr weckt.
Schon mal drüber nachgedacht, warum es bei HH und K&T so viele Bausätze dieser Art gibt? :p

Moin,
was willst du uns jetzt mit diesem total verkürztem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat sagen?
Du zitierst Hauke, als hätte er ein Statement gesetzt, dabei hat er eine Frage gestellt.
Er hat kein Urteil gefällt, du hast es........
Wie wäre es wenn du dich mal mit Eisegese beschäftigst.
Jrooß Kalle
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