06.01.2026, 15:35
Hallo,
Nachdem ich Euch die kleine Triode vorgestellt habe, möchte ich Euch nun meine „dicke“ Triode zeigen. Naja, eigentlich ist es ja keine 100% echte Triode, sondern eine Pentode in Triodenschaltung.
Vorgeschichte: Wie so oft fing es damit an, dass ich in der „Bunten Sammelbox die jeder Röhrenbastler hat“
diese PL500/504 Röhren fand.
Die will ja auch niemand, PL509/519 finden ja noch Anklang, aber die „kleinen“ aus den Schwarz/Weiß-Fernsehern?
Da sollte sich doch was draus machen lassen, allein optisch mag ich diese Magnovalröhren sehr. Google ... es gibt einige kommerzielle Produkte wie Braun CSV60 oder Saba Telewatt VS71. Beide Gegentakt, Pentodenschaltung. Für die Vorgängerin, die EL36 gibt es sogar eine Datenblattkonfiguration in Gegentakt B, dazu gibt es wohl sogar eine gewisse Fangemeinde.
Ich wollte aber Eintakt. Also habe ich mal etwas gerechnet, Datenblätten gelesen, Arbeitsgeraden eingezeichnet. Dann habe ich mir bei Jan Wüstens Übertrager bestellt, ein Paar mit Ra= 2,5 oder 3 k und ein paar 4 und 5,2 k.
Dann ging es los, wie so oft mit meinem Testboard,
ich habe wirklich viel durchprobiert, Pentode, Triode, hoher Anodenstrom, niedriger Anodenstrom, verschiedene Ra, max. Spannung immer 250 Volt. Alles war irgendwie nicht das gelbe vom Ei. Dann fand ich im Internet eine Schaltung wo man die PL504 mit 340 Volt laufen lies, eigentlich oberhalb der zulässigen Datenblattwerte. Auch die o.a. kommerziellen Verstärker laufen mit mehr als 250 Volt. Also habe ich einen Bekannten, ein Ingenieur „alter Schule“ angeschrieben und gefragt. Er meinte das wäre kein Problem, die PL500/504 kann im Peak ja „richtig Spannung“ und als Triode darf das Schirmgitter auch einiges mehr, da es zwischen Anode und Schirmgitter kein Potential gibt. Die PL500/504 hat übrigens sehr schöne Triodenkurven und lässt sich schön weit Aussteuern, hat somit einen für eine Triode recht guten Wirkungsgrad.
Irgendwann fand ich dann einen guten Arbeitspunkt mit Ia = 320 V und Ia = 53 mA und Ra = 3,0 k.
Das ist eine schonende Einstellung da ginge noch einiges mehr. Die PL504 läuft mit einer Anodenverlustleistung von ~ 17 Watt, laut Datenblatt wären bis zu 24 Watt möglich. Man muss aber die Röhren nicht kaputtquälen. Auch mit dieser schonenden Einstellung reicht es für ca. 7,5 Watt sinus als Ausgangsleistung.
Die Vorstufe musste auf jeden Fall zweistufig sein, so möchte die PL504 ja ca. 55 Volt am Steuergitter sehen. Ich entschied mich für eine Kombination aus ECC83 und 6N1P. Hier hatte ich recht schnell eine gute Einstellung für die 6N1P gefunden, die ECC83 läuft mit den Datenblattwerten.
Und ich entschied mich für fixed Bias, da ich keine ~ 55 Volt an einem Kathodenwiderstand verbraten wollte.
Hier der Schaltplan, sehr übersichtlich.
In Kürze mehr.
Viele Grüße
Frank
Nachdem ich Euch die kleine Triode vorgestellt habe, möchte ich Euch nun meine „dicke“ Triode zeigen. Naja, eigentlich ist es ja keine 100% echte Triode, sondern eine Pentode in Triodenschaltung.
Vorgeschichte: Wie so oft fing es damit an, dass ich in der „Bunten Sammelbox die jeder Röhrenbastler hat“
diese PL500/504 Röhren fand.
Die will ja auch niemand, PL509/519 finden ja noch Anklang, aber die „kleinen“ aus den Schwarz/Weiß-Fernsehern?
Da sollte sich doch was draus machen lassen, allein optisch mag ich diese Magnovalröhren sehr. Google ... es gibt einige kommerzielle Produkte wie Braun CSV60 oder Saba Telewatt VS71. Beide Gegentakt, Pentodenschaltung. Für die Vorgängerin, die EL36 gibt es sogar eine Datenblattkonfiguration in Gegentakt B, dazu gibt es wohl sogar eine gewisse Fangemeinde.
Ich wollte aber Eintakt. Also habe ich mal etwas gerechnet, Datenblätten gelesen, Arbeitsgeraden eingezeichnet. Dann habe ich mir bei Jan Wüstens Übertrager bestellt, ein Paar mit Ra= 2,5 oder 3 k und ein paar 4 und 5,2 k.
Dann ging es los, wie so oft mit meinem Testboard,
ich habe wirklich viel durchprobiert, Pentode, Triode, hoher Anodenstrom, niedriger Anodenstrom, verschiedene Ra, max. Spannung immer 250 Volt. Alles war irgendwie nicht das gelbe vom Ei. Dann fand ich im Internet eine Schaltung wo man die PL504 mit 340 Volt laufen lies, eigentlich oberhalb der zulässigen Datenblattwerte. Auch die o.a. kommerziellen Verstärker laufen mit mehr als 250 Volt. Also habe ich einen Bekannten, ein Ingenieur „alter Schule“ angeschrieben und gefragt. Er meinte das wäre kein Problem, die PL500/504 kann im Peak ja „richtig Spannung“ und als Triode darf das Schirmgitter auch einiges mehr, da es zwischen Anode und Schirmgitter kein Potential gibt. Die PL500/504 hat übrigens sehr schöne Triodenkurven und lässt sich schön weit Aussteuern, hat somit einen für eine Triode recht guten Wirkungsgrad.
Irgendwann fand ich dann einen guten Arbeitspunkt mit Ia = 320 V und Ia = 53 mA und Ra = 3,0 k.
Das ist eine schonende Einstellung da ginge noch einiges mehr. Die PL504 läuft mit einer Anodenverlustleistung von ~ 17 Watt, laut Datenblatt wären bis zu 24 Watt möglich. Man muss aber die Röhren nicht kaputtquälen. Auch mit dieser schonenden Einstellung reicht es für ca. 7,5 Watt sinus als Ausgangsleistung.
Die Vorstufe musste auf jeden Fall zweistufig sein, so möchte die PL504 ja ca. 55 Volt am Steuergitter sehen. Ich entschied mich für eine Kombination aus ECC83 und 6N1P. Hier hatte ich recht schnell eine gute Einstellung für die 6N1P gefunden, die ECC83 läuft mit den Datenblattwerten.
Und ich entschied mich für fixed Bias, da ich keine ~ 55 Volt an einem Kathodenwiderstand verbraten wollte.
Hier der Schaltplan, sehr übersichtlich.
In Kürze mehr.
Viele Grüße
Frank

