Ich versuche gerade den steinigen Weg zu gehen und versuche mich in die Bedienung von Akabak einzuarbeiten. Aber wie so oft bei mächtigen Tools, ist das ein recht steiniger Weg. Mit Hilfe der Doku, Youtube Videos und KI bin ich jetzt schon ein paar Schritte weit gekommen, scheitere aber gerade gründlich an einer Stelle...
Geplant ist eine SB26ADC in einem selbst designten Waveguide, welches wiederum in einem recht individuell gestalteten Gehäuse sitzt:
Zunächst scheitere ich am Meshing in Akabak. Ich importiere den Dom der Kalotte, die Sicke und den Rest der Frontplatte (einfacher Kreisbogen) gesondert (Flächen, keine Volumenkörper). Weiterhin das Waveguide als Oberfläche und auch einen Teil vom Gehäuse. Von allem nur ein Viertel, der Rest ergibt sich dann durch die Symmetrie.
Also das hier wird importiert:
Und das kommt auch so an:
Jetzt ergibt sich das Problem, das die unterschiedlichen STL Dateien an den Schnittstellen zwischen den einzelnen Teilen von den Knoten der Polygone her nicht identisch sind. Daher bleiben dann Löcher in der Oberfläche die Akabak sieht. Das kann Akabak ja eigentlich selber lösen. Und hier bin ich unsicher was eine sinnvolle Einstellung an dieser Stelle ist. Soweit ich das gelernt habe ist dafür dieser Parameter zuständig:
Ich habe allerdings das Problem, dass die Lücken im Mesh sehr unterschiedlich groß sind. Beim Dom der Kalotte zur Sicke hin ist das alles sehr filigran. Zwischen Schallwand und Waveguide sieht die Sache anders aus.
Soweit sind die folgenden Parameter hier relevant:
Nur was stellt man da sinnvollerweise ein?
Aktuell bekomme ich die folgenden Fehlermeldungen:
Zitat:Size zero in component (Elements (mesh file) - Dome (Driven))
Boundary elements close (Dome (Driven) (71); Dome (Driven) (71); Dome (Driven) (71); Dome (Driven) (71); Dome (Driven) (71); ...)
Boundary elements overlap (Dome (Driven) (71); Surround (287))
Die erste Fehlermeldung bedeutet wohl, dass Akabak aufgrund der geringen Distanz verschiedene Punkte zu einem zusammenziehen würde, was nicht geht.
Die letzte spricht für sich, hier überlappen sich zwei Meshes. Die Mittlere verstehe ich nicht. Lose Polygonen gibt es im Mesh nicht.
Über Hilfe diesbezüglich würde ich mich sehr freuen. Die Meshes gemeinsam zu importieren verursacht dann Kopfschmerzen bei der Zuordnung der Polygonen zu den eingelnen Teilen. Das ist händisch nicht leistbar.
Wenn das Problem dann gelöst ist: Ich verstehe nicht genau wie ich die mechanischen Eigenschaften der Sicke bezüglich Beweglichkeit definieren kann (innerer Rand bewegt sich identisch mit dem Dom der Kalotte, äußerer steht still...).
Wenn mir einer der Cracks hier helfen kann wäre ich extrem dankbar
Zitat:Zunächst scheitere ich am Meshing in Akabak. Ich importiere den Dom der Kalotte, die Sicke und den Rest der Frontplatte (einfacher Kreisbogen) gesondert (Flächen, keine Volumenkörper). Weiterhin das Waveguide als Oberfläche und auch einen Teil vom Gehäuse. Von allem nur ein Viertel, der Rest ergibt sich dann durch die Symmetrie.
Ich mache das Meshing nicht in Akabak, sondern mit gmsh. Wenn Du magst, stelle doch die *.stl-files hier rein (oder schick mir die per PN), ich meshe die dann und poste hier die entsprechenden Parameter von gmsh.
Zitat:Jetzt ergibt sich das Problem, das die unterschiedlichen STL Dateien an den Schnittstellen zwischen den einzelnen Teilen von den Knoten der Polygone her nicht identisch sind.
Ich gehe davon aus, dass die stl-files von Waveguide, Membran, etc. perfekt zueinander passen und hier keine Überlappungen oder 'Spalten' bestehen.
Zitat:Nur was stellt man da sinnvollerweise ein?
Wie gesagt, das würde ich mit gmsh machen und daran kurz zeigen...
Zitat:Die Meshes gemeinsam zu importieren verursacht dann Kopfschmerzen bei der Zuordnung der Polygonen zu den eingelnen Teilen. Das ist händisch nicht leistbar.
In gmsh kann man Flächen definieren. Diese sind beim Import in AKABAK dann nummeriert und gut zuzuweisen...
Zitat:Geplant ist eine SB26ADC in einem selbst designten Waveguide
Das hatte ich ja mal gemacht. Siehe Elliptical Waveguide SB26 Gaga und SB26 elliptisches Waveguide. Ich hänge das WG gerne nochmal an hier. Da ist auch zu sehen, dass man ggf. die Hälfte der HT-Sicke als schallabstrahlende Fläche, die äußere Hälfte als nicht abstrahlend definieren kann. Wenn man denn wirklich so weit gehen möchte...
vielen Dank, das hilft mir schon extrem weiter. Ich hatte eigentlich gehofft den Umweg über gmsh nicht gehen zu müssen. Aber gut, dann ist das so.
Ich habe mal alles relevante angehangen. Die Namen der Dateien im ZIP File sind hoffentlich verständlich. Feedback dazu ist willkommen.
Wenn ich die STL Files einzeln erstelle, dann passen sie tatsächlich nicht perfekt zueinander. Das ist seltsam, aber leider nicht zu verhindern. Sogar wenn ich alle Teile gleichzeitig als STL exportiere (in eine Datei) bleiben Löcher im Mesh. Da ist DesignSpark Mechanical offensichtlich etwas verbugged...
Was das Design der SB26ADC angeht: Der Dom der Kalotte ist am Rand umgebördelt und zwar nach oben. Das würde ich schon gerne simulieren können und ggf. das Waveguide direkt dort ansetzen lassen und nicht an der Sicke.
Zur Simulation mit der Sicke hatte ich einen Weg gefunden, wir man deren Bewegung im LEM linear interpoliert simulieren kann. Aber das ist doch relativ komplexer Stoff für mich. Ich stehe da erst am Anfang.
01.02.2026, 20:39 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.02.2026, 20:42 von Gaga.)
Hallo Sebastian,
vielen Dank für die Dateien. Eigenartigerweise sind das schon mesh-files, wenn ich sie in Fusion öffne - oder geht da was bei mir schief? Das mesh, das ich dann sehe ist bereits unregelmäßig und nicht schön.
Es sind *.stl Files in Deinem Ordner.
Ich bräuchte*.stp Files, die ich in Fusion öffnen und denn in gmsh meshen kann.
Gestern, 21:02 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 21:03 von ansch.)
Hallo zusammen,
den Weg über einen externen Netzgenerator hätte ich auch versucht. Gaga ist mit Sicherheit exxtrem kompetent, d.h. zum eigentlichen Netzgenerieren kann ich nicht sowviel beitragen.
Was ich aber als Weg vorstellen möchte, ist die Nutzung von ATH4.
Ich kann mir vorstellen, dass das den Workflow extrem beschleunigen kann, wenn man sich erst mal eingefuchst hat.
ATH von Marcel Batik ermöglicht die Vorbereitung von BEM Simulation von genau dem, was hier gefragt ist. Das Tool erstellt die Geometrie anhand vorgegebener Parameter, dann kommt der Mesher (gmsh) und die Simulation in AKABAK.Waveguides für Kalotten inkl. Gehäuse sind explizit eingeschlossen.
das finde ich auch spannend. Ich hatte vor ner Weile mal damit gearbeitet, fand das Setup zu dem Zeitpunkt aber eher umständlich. Und zu dem Zeitpunkt hat ATH mit ABEC gearbeitet. Ich hatte gerade auf AKABAK umgestellt....
Aber vielleicht hat jemand hier mit der aktuellen Version von ATH4 gschon was gemacht und kann das bei Gelegenheit beschreiben? Mich würde es sehr interessieren.
Habe mich heute mal mit gmsh versucht. Das ist ja von der Bedienung her relativ simpel. Mir fehlt aber noch das Gefühl für sinnvolle Einstellungen für das Meshing. Ich habe ein STP File mit alken Oberflächen genommen und das dann in ein Meah umgewandelt. Leider jammert Akabak aber immernoch über Löcher im Mesh...
Gestern, 22:06 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 22:09 von ansch.)
Hallo Christoph,
nja, ich fühle mich d fast angesprochen. Ich hätte das ja nicht geschrieben, wenn ich es nicht ausprobiert hätte. Ich möchte aber auch nicht unbedingt NuSins-Threat damit kapern.
Ja, ATH erstellt ABEC-Skripte. Die lassen sich aber in AKABAK importieren. Und ja, man muss in AKABAK noch minimal in der GUI eingreifen. Bei mir i.d.R.das Fixed Driving aktivieren, da ich kein Modell des Treiber aus konzentrierten Elementen (Lumped Elements, LE) nutze.
Also eigentlich sonst aber straight forward:
ATH (bei mir unter Wine in Linux)-> GMSH (beides über Kommandozeile - ist für Linux-Nutzer ohne Berührungsängste :-)) -> Import in AKABAK -> Ergebnisse in VACS (-> je nachdem Vituixcad, CAD, ...)
Jedenfalls finde ich, dass ATH ein absoluter Gamechanger ist.Ich bin ziemlich begeistert.
Eigentlich wäre das einen separaten Threat wert.
Aber nicht mehr heute.
Gestern, 22:07 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 22:10 von Gaga.)
Ja, gmsh ist simpel.gmsh-Einstellungen, mit denen ich gute Erfahrungen habe stelle ich gerne hier rein.
Zitat:Wenn ich die STL Files einzeln erstelle, dann passen sie tatsächlich nicht perfekt zueinander. Das ist seltsam, aber leider nicht zu verhindern. Sogar wenn ich alle Teile gleichzeitig als STL exportiere (in eine Datei) bleiben Löcher im Mesh. Da ist DesignSpark Mechanical offensichtlich etwas verbugged...
Falls die stp-files allerdings nicht exakt aneinander liegen (also Löcher oder Lücken haben), geht die AKABAK Simulation definitiv nicht.
Ich versuche nachher Deine stp-files in Fusion und gmsh zu öffnen...
Grüße,
Christoph
Hi Andre,
Zitat:ATH (bei mir unter Wine in Linux)-> GMSH (beides über Kommandozeile - ist für Linux-Nutzer ohne Berührungsängste :-)) -> Import in AKABAK -> Ergebnisse in VACS (-> je nachdem Vituixcad, CAD, ...)
Eigentlich wäre das einen separaten Threat wert.
Aber nicht mehr heute.
Das fände ich großartig und würde mich da auch einklinken!
Also ich habe in meinem Beispiel alle Flächen in einem STP File exportiert. Die liegen direkt aneinander. Beschweren tut sich Akabak über ein einzelnes Polygon mitten in der Sicke.
Mir fehlt allerdings aich noch völlig das Gefühl wie fein das Mesh für eine sinnvolle Simulation sein sollte und wie grob, damit die Rechenzeit nicht völlig explodiert.
(Heute, 08:36)NuSin schrieb: ...
Mir fehlt allerdings aich noch völlig das Gefühl wie fein das Mesh für eine sinnvolle Simulation sein sollte und wie grob, damit die Rechenzeit nicht völlig explodiert.
Die Meshgröße muss nicht konstant sein.
Am WG-Hals ~lambda/4 der höchsten interessierenden Frequenz, d.h. so 3... 5 mmm
Richtung Mund und Gehäuse kann es gröber sein, d.h. 8...20 mm sind OK
Bei mir bricht AKABAK (unter Wine) ab, bzw. wird beendet, wenn es zuviele Elemente sind. Ich habe aber gelesen, dass AKABAK (unter Window?) einfach stecken bleibt. Die Grenze liegt wohl bei ~10000 Elemente.
Die Zeit hängt von der Leistungsfähigkeit des Rechners ab. Bei mir bei 2800 Elementen ca, 20 min.