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Hi,
ich habe eine 6 Kanal AMP bestehend aus ICEpower Modulen. Und dazu habe ich noch 1 Paar 3-Wege Lautsprecher, die voll aktiv angesteuert werden.
Daher suche ich aktuell einen DSP mit folgenden Anforderungen, der die Raumkorrektur übernehmen soll:
* min. 6 Balanced Ausgänge
* min. 1x RCA Stereo Input
* min. 1x TOSLINK Input
* Bluetooth Streaming
* Fernbedienung
Nice to have:
* TIDAL Streaming Client
* App Steuerung
* DIRAC
Kann mir jemand etwas empfehlen? Im besten Fall für unter 500 EUR? (max. 1000 EUR)?
Bei den gängigen Anbietern konnte ich bisher nicht fündig werden.
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28.02.2026, 23:37
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.02.2026, 23:38 von Kalle.)
Moin,
wenn die Ausgänge symmetrisch sind, sind die Eingänge es auch, kein Problem, von RCA auf Xlr oder Klinke kann man einfach mit Erfolg eins Adapterkabel nutzen. Streaming und DSP zusammen in einem Gerät halte ich für unsinnig, denn zu schnell ändern sich die Geräte, Angebote und Technik.
Gruß Kalle
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Meine AMP nimmt nur Balanced Input. Daher die Balanced Output Anforderung beim DSP an Balanced Out, da ich sonst noch Module brauche die Unbalanced auf Balanced wandeln :/
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Moin,
balanced ist IMHO immer besser als RCA. Benutze ich auch. Ich wollte nur erklären, das im Eingang balanced kein Problem für RCA /Cinch Quellgeräte sind, es genügt ein Adapterkabel..
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Wobei du damit die Vorteile symmetrischer Signalübertragung verlierst. Störabstand etc....
am Ziel
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01.03.2026, 06:47
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.03.2026, 07:29 von Kalle.)
(01.03.2026, 00:24)kboe schrieb: Wobei du damit die Vorteile symmetrischer Signalübertragung verlierst. Störabstand etc....
Moin,
soweit die Theorie, die Praxis sagt was anderes  .
Ich habe noch nie so gut meine Schallplatten gehort wie mit meinem pseudosymmetrisch angeschlossenem RIAA am FLEX LTS. Die Masseführung ist anders, der Storabstand deutlich größer, so dass noch nicht einmal ein Blindtest her muss, um das zu beweisen.
Bernhard, ich könnte dir das direkt vorführen, wenn du nicht so weit weg wohnen würdest.
Da muss wohl die Theorie an die Realität angepasst werden? Ñöh, die Masseführung macht es. Das FLEX hat ein Schaltnetzteil und damit keine galvanische Verbindung mit dem Schutzleiter und damit mit den Sternmassepunkten von TT oder RIAA. Das gilt dann auch für andere analoge Quellen.
Bei professionellen DSPs mit integriertem Netzteil für den Bühnenbetrieb mag das anders sein.
Gruß Kalle
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01.03.2026, 08:55
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.03.2026, 09:02 von kboe.)
Hi Kalle, ich bezweifle keinen Moment, dass das bei dir funktioniert!
Meine Erfahrung sagt was anderes.
Bei mir hat immer irgendwas gebrummt, bis ich komplett auf echte symmetrische Komponenten umgestiegen bin.
Ich hätte möglicherweise für das Problem mit ewiger Sucherei und diversen Experimenten eine Lösung finden können.
Symmetrisch kommt sowas halt von vornherein nicht auf. Die Tonstudios dieser Welt sind keine Idioten.
2Pi hier aus dem Forum hat dazu den Artikel "Was ist Masse" veröffentlicht.
Sehr sehr aufschlussreich.
http://www.2pi-online.de/Was_ist_Masse_1.pdf?
am Ziel
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01.03.2026, 09:29
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.03.2026, 09:42 von Kalle.)
Hallo Bernhard,
den Artikel von 2Pi habe ich direkt eingeatmet und auch schon zig mal weiterempfohlen. Interessant sind auch die Infos von Walter Fuchs auf volpe.au .
Nach Möglichkeit fahre ich auch symmetrisch.
Gruß Kalle
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**@all**: Versteht mich bitte nicht falsch. Ich würde mich über Tipps zu DSP Modellen freuen, wie im ersten Post beschrieben. Falls ihr über Vor- und Nachteile von balanced und unbalanced diskutieren wollt, eröffne ich euch gerne dazu einen separaten Thread. Danke!
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Entschuldigung! 
Das Problem IMHO:
DSPs mit symmetrischen Ausgängen und zusätzlich ein wenig Komfort sind halt nicht so dick gesät.
Da driftet man leicht mal ab.
Wenn du den Masse-Artikel liest, wirst du sehen, dass es reicht, auf der "kalten" Leitung die Ausgangsimpedanz des heißen Leiters möglichst genau nachzubilden, um die Vorteile der symmetrischen Ansteuerung zu lukrieren.
Vom Flex 8 gibt es hier:
https://www.hifisentralen.no/forumet/thr...853/page-3
ein Schaltbild der Ausgangsstufe.
Wenn du das in die kalte Leitung implementierst, funzt das verlustfrei an symmetrischen Eingängen. Nur mit ein wenig Pegelverlust.
am Ziel
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Wenn ich das Budget und die Anforderungen sehe muss ich an "richtiges" DIY denken: Audiointerface mit irgendeiner Art Computer, sei es Raspberry Pi, sei es ein kleiner Bürorechner, sei es der Rechner den man eh nutzt. Es gibt mittlerweile potente DSP-Software für alle gängigen Betriebssysteme. Sei es camilladsp, sei es EqualizerAPO oder was VST-basiertes wie Reaper. Man kann da natürlich auch in Software investieren, Acourate oder Dirac laufen auch auf Computern, das frisst dann aber alleine schon das gesetzte Budget auf.
Da muss man aber Bock drauf haben, sich das zurecht zu hacken, das geht meist nicht einfach so, insbesondere wenn man mit PC-Audio keine großartige Erfahrung hat. Wenn man sich dazu noch in Linux einarbeiten muss, braucht es schon viel Leidensfähigkeit. Wobei das auch in den letzten 10 Jahren deutlich Anwenderfreundlicher geworden ist. Für den Raspberry Pi gibt es diverse Audioplayer Distros (Ich habe da zuletzt mit moode gute Erfahrungen gemacht), die ein camilladsp vorinstalliert mitbringen. Inklusive diverser Streamingmöglichkeiten. Tidal ist wohl ziemliches gebastel zu implementieren, das gibt es so fertig nur bei Volumio im Abo zu kaufen (60€/Jahr)
Gruß, Onno
wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.
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Da habe ich tatsächlich keine Lust drauf. Sollte ein fertiges Produkt sein. Welches Budget wäre denn passend?
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Moin,
wenn du alles in einem Gerät haben willst kannst du an deine Budgetvorstellungen noch eine 0 anhängen.
Das Gerät der Wahl wäre der schon der oben genannte miniDSP FLEX HTX, allerdings sprengt der deine Finanzvorstellungen.
Preiwert wäre dieses 6 Kanal DSP
https://www.thomann.de/de/behringer_dcx2...gement.htm
mit recht guten Wandlern. Den findet man in etlichen Homeanlagen.
Und dazu vielleicht etwas von WiiM.
https://wiim-audio.de/products/wiim-pro-audio-streamer
https://wiim-audio.de/products/wiim-pro-plus
https://wiim-audio.de/products/wiim-ultr...o-streamer
Umwandler von Toslink auf AES/EBU gibt es etliche.
Gruß Kalle
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Bei 500-1000€ Budget kämen vielleicht auch Gebrauchtgeräte früherer Generationen in Batracht, die "damals" HighEnd waren:
Ich selbst benutze DEQX HDP-3 (hatte 500€ inkl. FB, Software, kalibr. Mik. und Gewährleistung bezahlt) und sehe nicht, daß heutige 500-1000€ Geräte diesen "deklassieren" würden, sie sind halt viel kleiner...
Beste Grüße,
Winfried
PS: "Nur die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewissheit" (Arthur Schopenhauer)
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DEQX HDP-3 habe ich mal nach gegoogelt. Wo bekommt man die aktuell? Gebraucht habe ich auch keine gefunden.
Die DCX-2496 hat weder Clinch noch Toslink. Geschweige denn Bluetooth oder Fernsteuerung. Dazu kommt die never ending Netzteil Problematik bei Altgeräten. Ansonsten find ich die konkurrenzlos, neu für 250€.
Idee: Versuchen ein mini DSP 10x10 HD gebraucht zu bekommen. Da muss man sich die balanced outputs aber als Kabelpeitschen selber frickeln.
Und dann irgendeinen streaming client davor. Volumio hat kein BT in der Basisversion, jo oder wiim. 500 € ist ambitioniert.
Gruß
Arnim
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DEQX HDP-3 / HDP-4 werden nicht mehr gefertigt. Ich hatte letztes Jahr das Glück mal einen HDP-4 gebraucht zu finden und gleich zugeschlagen.
Die tauchen aber nur homöopathischen Dosen im Gebrauchtmarkt auf. Und die aktuellen / neuen DEQX Geräte sind nicht wirklich mehr bezahlbar ...
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Ich habe einen miniDSP Flex Eight und bin damit sehr zufrieden. Ich steuere damit vier ICE 125 Module an, die gehen aktuell an meine 4-Wege MB Quart 980s (siehe Thread im Bereich Lautsprecher/Eigenentwicklungen).
Der Flex Eight hat nur Cinch Ausgänge, aber dieselben Features mit symmetrischen Ausgängen wirst du um unter 1000€ nicht finden. Ich habe ihn aktuell direkt über der Endstufe (nein, wird nicht geröstet) mit nur 30cm langen Cinchkabeln. Bei 8 Kanälen will ich den Kabelsalat minimieren, da sind kurze Kabel ohnedies besser. Ich höre keine Störungen, gemessen habe ich das nicht. Das Grundrauschen ist nicht höher als mit kurzgeschlossenen Endstufeneingängen.
Die Nachteile des miniDSP aus meiner Sicht:
Fernbedienung ist nicht optimal, man muss manchmal öfter drücken bis sie reagiert.
Die PC Software (Windows) ist ok, aber soweit ich weiß proprietär, d. h. man kann das Gerät nicht auf eine andere Weise steuern.
Dirac Live habe ich noch nicht probiert, das ist aber geplant.
lg
Gernot
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