Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
DATS-LA
#1
Ich hatte hier im April letzten Jahres eine kurze Bewertung zu DATS-LA veröffentlicht ( Pseudo-Klippel für Mittelbemittelte ). Mittlerweile gibt es weitere Bewertungen, z.B. in AudioXpress von Stuart Yaniger und jetzt in der März-Ausgabe von Voice Coil einen direkten Vergleich von DATS-LA mit einem Klippel-System.
Hier meine Bewertung dieses Vergleichs:   

Gemessen wurden 2 Treiber sowohl mit Klippel DA-2 als auch mit dem DATS-LA. Bei den Lautsprechern handelt es sich um 5,25" Treiber, einer mit guter Symmetrie und ein zweiter mit schlechter Symmetrie. Vance Dickason hat die Messungen nicht selbst durchgeführt, aber vor der Veröffentlichung wohl auch nicht genau genug hingeschaut. Jedenfalls kommt er - anscheinend durch schnellen Blick auf die von beiden Systemen ausgespuckten Grafiken - zu folgendem Urteil: "The two devices output very similar data". Er hätte entweder "similar" definieren müssen oder genauer hinschauen sollen, denn die Skalierung der Achsen ist sehr unterschiedlich. Ich habe mir die Mühe gemacht, für beide Treiber die Ergebnisse in eine Grafik zu transferieren. Hier das Ergebnis:

          

         

Da ich mich in meiner DATS-LA Bewertung bisher auf BL(x) fokussiert habe, sind mir die Probleme bei z.B. Kms(x) noch gar nicht aufgefallen.
ich bin gespannt, ob der Entwickler oder jemand aus dem Vertrieb hierzu Stellung bezieht.

Gruß
Heinrich
Zitieren

#2
Vielen Dank. Das mit Bxl könnte vielleicht Vorzeichenfehler (verpolt?) sein, aber K ist dann ja jenseits von Gut und Böse.
Zitieren

#3
Mir kommt das ehe wie ein VoiceCoil-Problem vor. Also falsche Grafiken eingefügt. Denn wie sollen da sonst halbwegs ähnliche TSP rausfallen, wie im weiteren Text beschrieben?
Zitieren

#4
@ JFA
Das scheint nicht der Fall zu sein. Ich habe gerade ein eigenes Beispiel (AL 130, Klippel Messung von Andreas Dausend) noch einmal bzgl. Kms(x) geprüft. Das sieht ganz ähnlich aus. Mittlerweile glaube ich, dass die Messungen der nichtlinearen Parameter von DATS-LA mit den Klippel Messungen nicht vergleichbar sind.

Im Fall von DATS-LA werden Kleinsignalparameter bei verschiedenen, durch DC erzeugten positiven und negativen statischen Auslenkungen mittels des klassischen Kleinsignalmodells ermittelt.

Klippel regt mit einem Multi-Tone-Signal oder einem speziellen Breitbandsignal mit wachsender Amplitude an und verwendet für die Ermittlung der nichtlinearen Parameter ein deutlich erweitertes Kleinsignalmodel, in dem die Modellparameter während der Messung dynamisch mit den Messwerten verglichen und ggf. angepasst werden. Neben dem anderen Modell sollte hier auch der Payne-Effekt deutlicher zuschlagen.

Vielleicht liest Andreas hier noch gelegentlich mit und kommentiert meinen Unsinn.

Gruß
Heinrich
Zitieren

#5
Aber das was Dayton da macht ist ja nicht viel anders. Linearisierung um einen variablen Arbeitspunkt, bei Klippel findet das halt mathematisch statt. Da müssten an jeder Stelle eigentlich die richtigen Daten rausfallen. Und halt eben die gemessenen TSP: da ja das BL bei beiden vergleichbar ist muss auch irgendwo das K richtig gemessen werden, sonst würden nicht ähnliche Werte wie bei Klippel herauskommen. Ich meine, wir reden da von einem Faktor 2 im K, das würde auffallen. Zumindest steht das so im VC Artikel, was kommt denn bei dir zum Vorschein?

Aber es wird dann aber kein VC-Problem sein (bzw. indirekt, denn das hätte denen auffallen müssen), sondern ein DATS-Problem, vielleicht ein falscher Skalierungsfaktor auf dem Weg zur Darstellung? Womit das System nur bedingt Vertrauen genießt, um ehrlich zu sein.
Zitieren

#6
Meine Daten findest du hier:
https://www.diyaudio.com/community/threa...485/page-6 (Post #101)
Zitieren

#7
Aber TSP hast du da auch nicht gepostet, oder?
Zitieren

#8
TSP standen damals nicht im Fokus, sollten aber noch verfügbar sein. Ich suche mal im digitalen Keller.

Ich denke nicht, dass die Anregungen vergleichbar sind. Im Fall DATS quasistatisch mit überlagerter Kleinsignalmessung und im Fall Klippel dynamisch bis zur Belastungsgrenze mit laufender Modellanpassung.
Zitieren

#9
Aber auch Klippel muss das Chassis auslenken lassen, und dazu muss er ein Tieftonsignal draufgeben. Ob das jetzt 20 Hz oder 2 Hz oder 0,2 Hz sind ist erstmal egal, es sei denn die Frequenzabhängigkeit der Aufhängung kickt dermaßen rein (was sie nicht tun sollte, die ist nicht so gewaltig).
Zitieren

#10
Kennst du dieses Paper:
https://hal.science/hal-03231978v1/document

Und das ist auch noch ganz interessant:
Anständiges Messsetup für Lautsprecherparameter – Seite 12 – forum.zelfbouwaudio.nl

Gruß
Heinrich
Zitieren

#11
(Gestern, 13:09)ente schrieb: Kennst du dieses Paper:
https://hal.science/hal-03231978v1/document

Ja. Interessante Ergebnisse, voreilige Schlüsse. Denn die könnten auch durch Asymmetrie und dem resultierenden DC Offset erklärt werden (warum die den nicht erwähnen ist mir ein Rätsel). Die Messmethode und Ergebnisse in [17] sind noch interessanter, bin aber noch nicht damit durch.

Zitat:Und das ist auch noch ganz interessant:
Anständiges Messsetup für Lautsprecherparameter – Seite 12 – forum.zelfbouwaudio.nl

Meinst du den Vergleich zwischen BL(Rick Astley) und BL(Air)? Auch nett. Ich habe keine Idee, woher das kommen könnte. Aber jetzt nehmen wir doch mal an, dass die frequenzabhängige Elastizität/Viskosität der Aufhängung diese Unterschiede verursachen würde: heißt das dann nicht, dass das Modell falsch ist? Also egal welches diese Unterschiede zeigen würde? Was dann vielleicht auch das Klippel'sche betreffen würde?

(Achtung: Rant! Wer was sinnvolles lesen will, zwei Absätze überspringen)
Wie ich schon in dem in Post #1 verlinkten Thread schrieb: außer Schlipsträgern, Marketingfuzzis und Telefondesinfizieren braucht das keiner. Aber die brauchen Zahlen, Bilder, irgendwas wo sie sich im Kreis drumrumstellen können und sich einen drauf pellen. Am besten noch etwas, wo dick "Science" drauf steht. Da fahren die voll drauf ab.

Muss es korrekt sein? Nein. Sinnvoll? Quatsch. Es gibt genau zwei Gründe, warum man das braucht:
- damit man was Schickes nach oben "berichten" (ich hasse dieses Wort inzwischen!) kann
- damit dem Lieferanten ans Bein pinkeln kann

P.S.: ich bin gerade nicht sicher und finde es auch nicht, aber den Einfluss der in praktisch jedem Chassis versteckten kleinen Druckkammer (hinter der Dustcap) und der daraus durch alle (un)möglichen Kanäle nichtlinear entweichenden Luft hat der Klippel nicht im Modell, oder? Außer bei der thermischen Geschichte, da ist es drin, das weiß ich. Und wenn ja/nein, wie sieht es bei anderen aus?

P.P.S: die Modelle werden numerisch an die Messergebnisse angepasst, das muss nicht immer konvergieren. Im nicht-linearen multifaktoriellen Fall erst recht nicht
Zitieren



Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen:
2 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2026 Melroy van den Berg.