02.01.2026, 17:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.01.2026, 17:15 von E280F.)
Hallo,
ja dann möchte ich mal anfangen. Ich bin der Frank, wohne in der Südpfalz und freue mich, dass ich mich hier anmelden konnte, was ja in der Vergangenheit wegen den Softwareproblemen nicht möglich war. Ich bin auch schön länger in anderen Foren, z.B. dem Dual-Board oder dem AAA-Forum unterwegs und so einige Benutzernamen hier kommen mit bekannt vor.
Mein Interesse tendiert stark in Richtung Elektronik, dort wiederum in Richtung Verstärker und dort eindeutig Röhre oder alte Transitorschaltungen. Da habe ich schon so das ein- oder andere entwickelt und aufgebaut.
Ich mag aber auch "Fertiggeräte" aus dem Zeitraum späte 70iger - Anfang 90iger, z.B. Luxman L-x10 oder JVC AX-33. Die werden aber alle erstmal überholt bevor sie in Betrieb gehen.
Gerne kann ich hier das ein oder andere Selbstbaugerät mal vorstellen.
Also Neuzugang hier im Forum möchte ich erstmal euch alle grüßen und kurz ein paar Worte zu mir sagen.
Elektronikbasteln und im speziellen Lautsprecher interessieren mich schon seit meiner Teeniezeit in den 80ern. Mit 11 Jahren habe ich damit angefangen Elektronikbausätze zusammen zu löten und mich hobbymäßig mit Elektronik zu beschäftigen. Nachdem ich mit 16 zum Bassgitarre spielen gekommen bin war dann klar, daß ich mir dafür einen Lautsprecher selbst basteln muß. Mit einiger Recherche in Bibliotheken und entsprechend (Halb)Wissen bewaffnet habe ich mir dann zwei Bassboxen gebaut. Die eine war mit einem Celestion G15-100 bestückt, die tatsächlich sehr gut war (eigentlich noch ist, ein Freund von mir spielt die Box bis heute immer noch). Die andere war sozusagen ein Topteil mit 2x Celestion G10-50 und einem HF50X Tweeter.
Nachdem ich mich beim Selbstbau einer 100W Endstufe für die Bassanlage selbst fast umgebracht habe, hatte ich erstmal die Schnauze vom basteln voll. Ich bin dann Etechnik studieren gegangen, musste aber meinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Das war bei einer aufstrebenden Beschallungsfirma, bei der es irgendwann so viel Arbeit gab, daß ich nicht mehr in die Uni bin. Das Studium habe ich dann nie zu Ende gebracht. Eigentlich doof, denn ich war fast fertig. Allerdings war der Job das Mekka für mich. Es gab ständig Musik um mich herum, die Firma hatte ein kleines Tonstudio, in dem ich mich austoben konnte und im weiteren Verlauf habe ich dann als Tontechniker für Gott und die Welt gearbeitet. Mit 35 Jahren kam dann aber eine Umorientierung. Ich hatte die Meisterausbildung als Quereinsteiger zwischengeschoben und wurde dann technischer Lehrer an einer Berufsschule, wo ich bis heute noch unterrichte.
Die Elektronik hat mich allerdings nicht mehr losgelassen. Ich habe über die Jahrzehnte jede Menge Tonstudioequipment für mich selbst gebaut. Außerdem restauriere ich liebend gerne alte analoge Mischpulte. Und hier in meiner Gegend (Großraum Karlsruhe) halte ich in einigen der Tonstudios die Mischpulte am laufen, d.h. ich fahre dort hin und repariere Fehler vor Ort.
Da Lautsprecher für mich eher Werkzeug als Genußmittel sind habe ich vermutlich auch eine andere Sicht drauf, als die meisten Genußhörer. Für mich ist Neutralität und saubere Wiedergabe wichtiger als "Mojo" oder oder was auch immer sich viele der HiFi-Hörer unter einem guten Lautsprecher vorstellen. Mit dazu kommt, daß ein Lautsprecher nur so gut spielen kann wie der Raum drum herum es zulässt. Deswegen ist mir die Raumakustik genauso wichtig wie der Lautsprecher selbst.
Hier einige der Lautsprecher, mit denen ich im Zusammenhang mit meinen Tonstudios gearbeitet habe:
Yamaha NS10, Urei 809, Tannoy SRM10B+12B, Tannoy FSM, JBL4312, JBL4430, Genelec 1029+1030+1032, KS ADM20, KS C5,C55,D80, Sky Audio Verdade und zu guter letzt:
Währen Corona hat der VDT (Verband deutscher Tonmeister) ein Online Lautsprecherbau Projekt durchgeführt, bei dem ich mitgewirkt habe. Aus den ganzen Bauvorschlägen wurde u.a. mein Konzept umgesetzt. Das war eine D´Appolito Box mit 2x Wavecor WF152 und einem TW030 Hochtöner, passiv getrennt. Die ganze Konstruktion wurde unter Federführung von Gottfried Behler (RWTH Aachen) berechnet, konstruiert, anschließend bei Four Audio gemessen und dann noch fein getuned. Auf der darauffolgenden Tonmeistertagung wurde das Projekt dann der Öffentlichkeit vorgestellt. Im weiteren Verlauf habe ich dann Bausätze für die Boxen organisiert, so daß alle Beteiligten sich die Boxen selbst bauen konnten. Das Besondere an der Box war ein in die Frontplatte gefrästes Waveguide für den Hochtöner, das mit dem Kugelwellenhorn Formelsatz von Klangfilm (Rösch/Schmidt) berechnet wurde. Die Prototypen stehen bei mir im Wohnzimmer und erfreuen mich täglich :-)
Weil die Boxen im Bassbereich etwas dünn klingen habe ich anschließend noch Subwoofer dafür gebaut. Das sind geschlossene Boxen mit Wavecor WF275 Treibern, die ganz unwissenschaftlich über den Subwooferausgangs meines Verstärkers angefahren werden.
Soweit zur Vergangenheit. Hier bin ich gelandet, weil ich mit dem Gedanken spiele mal wieder ein neues Lautsprecherbastelprojekt anzugehen. Aber dazu werde ich erstmal noch ein bisschen weiterlesen und Informationen sammeln müssen.
Ich gehöre zur Generation, die mit den Beatles aufgewachsen ist. Schon früh faszinierte mich Elektronik, und ich konnte bis ins Erwachsenenalter hinein damit basteln. Ich lebte in der ehemaligen Sowjetunion und besuchte zunächst eine Fachschule, nach dem Wehrdienst dann ein Institut, an dem ich meinen Abschluss machte. Beim Militär arbeitete ich mit Elektronik und wurde Fachkraft erster Klasse. Am Institut spielte ich hobbymäßig in einem Studentenensemble und war dort als Tontechniker und technischer Leiter tätig. Dort begann ich, Klang zu verstehen, und diese Erfahrung half mir später bei meinen Audio-Entwicklungen. 1993 zog meine Familie nach Deutschland, wo es für mich in meinem Fachgebiet schlichtweg keine Möglichkeiten gab, sodass mir nur mein Audio-Hobby blieb. Anfang des 21. Jahrhunderts waren meine Kinder erwachsen und ausgezogen, und von da an lebte ich meine Leidenschaft für das Hobby wieder aktiv aus. Ich besuchte HiFi-Studios in Saarbrücken und stellte fest, dass sich der Klang während meiner Abwesenheit, während meine Kinder aufwuchsen, kaum verändert hatte. Ich wollte nicht für eine sündhaft teure Anlage mit einem alten Soundsystem sparen, also beschloss ich, mir selbst eine Musikanlage zu bauen, inklusive Elektronik und Lautsprechern.
Audio ist ein einzigartiges technisches Gebiet; einfach nur nachzuplappern, ist nicht mein Ding, also begann die Suche. Mir fiel sofort auf, dass es keinen Parameter gab, der Klang und seine Qualität beschreibt. Und als ich mir ein Oszilloskop kaufte, war ich überrascht, dass sich niemand mit der Amplitudenauflösung von Verstärkern befasste. Alle vorhandenen Parameter beschreiben nur rein technische Eigenschaften, während niemand verstand, wie Klang als Amplitude verarbeitet wird. Daraufhin versuchte ich, dieses Problem in diesem alten Forum anzusprechen und mit eurer Hilfe zu lösen. Aber man verstand mich nicht, griff mich wie einen Bot an und schloss den Thread, was mich mit einer temporären Sperre bestrafte. Meine Frage ist: Kennt ihr die Folgen, wenn man jemanden isoliert oder sperrt? Nein? Danach mobilisiert sich die Person und zieht die Sache durch, so wie ich es zuerst mit der Elektronik und später mit den Lautsprechern gemacht habe. Ich habe die Parameter vollständig verstanden und meinen eigenen Ein-Watt-Parameter für Verstärker entwickelt. Diesen Parameter habe ich Spezialisten aus meinem Heimatland beigebracht. Es war schwierig und mit viel Chaos verbunden, aber ich habe mein Ziel erreicht und sie haben mich verstanden. Mein Ziel ist es, dass Sie verstehen, worüber ich hier schreibe. Aber ich habe nicht vor, darüber zu schreiben; dieselben Fehler zweimal zu machen, ist mir zu viel. Deshalb warte ich auf den bereits geplanten Beatle, werde Ihnen zeigen, was ich erreicht habe, und erst dann werde ich darüber schreiben, was Sie wirklich wissen sollten – was es Neues im Audiobereich hier in Deutschland gibt. Unsere vollständige Bekanntschaft liegt also noch vor uns, und dazu gehören mehr als nur ich. Ich habe Ihnen viel über Akustik und Elektronik zu erzählen und zu zeigen. Alles ist komplett von mir selbst entwickelt und basiert auf völlig neuen Konzepten und technischen Ansätzen zur Klangumsetzung. Kurz gesagt, es gäbe genug Stoff für einen ganzen Roman.
Grüße, Valentin.
(12.04.2026, 13:43)jensenmann schrieb: Soweit zur Vergangenheit. Hier bin ich gelandet, weil ich mit dem Gedanken spiele mal wieder ein neues Lautsprecherbastelprojekt anzugehen. Aber dazu werde ich erstmal noch ein bisschen weiterlesen und Informationen sammeln müssen.
Hallo Jens,
willkommen im Forum, gerade wir hier im Süden brauchen immer Verstärkung! Insbesondere Leute, die wissen wo das heiße Ende am lötkolben ist ...
Gruß Klaus
Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist (Lisa Eckart)
Nun, nicht nur die Diskussionen sind interessant, Kalle. Treffen und praktische Präsentationen Ihrer Entwicklungen wären ebenfalls nützlich.
Ich kenne Sie, Kalle. Und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder in meinem Programm mit erstklassigem Musikgenuss. Vielen Dank für die Grüße und meine Glückwünsche.
Gestern, 10:08 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 14:53 von Kasimir.)
Moin liebe Leute
Nach dem ich hier schon ein paar mal geschrieben habe, ist es wohl an der Zeit sich vorzustellen.
Seit ich 15 bin bastel ich an Lautsprechern herum. Okay das sind bei mir schon über 55 Jahre her.
Während des Studiums und eine gewisse Zeit danach habe ich in der HiFi Branche gearbeitet. Hauptsächlich im Verkauf, aber auch einige Projekte für Kunden entwickelt und gebaut.
Nach dem ich lange mit Passivlautsprechern gebastelt habe ( KEF , Dynaudio etc. ) bin ich über eine Reckhorn DSP 6 Vorstufe zu Aktivlautsprechern gekommen.
Zusammen mit der Möglichkeit per REW und einer passablen Messgelegenheit , waren die ersten Ergebnisse durchaus hörbar und ich benutze diese LS noch heute für meinen Fernsehton.
Für meine jetzige Anlage verwende ich Hypex Plateamps 2x FA122 und 1x FA252..Es handelt sich um Zweiweglautsprecher, die von einem Bassarray unterstützt werden. Auf der gegenüber liegenden Raumseite ist ein passiver Bassabsorber aufgestellt.
Der Zweiwegerich besteht aus einem Monacor SPH 220HQ im geschlossenen 30 l Gehäuse und einem SEAS H1499 Hochtöner. Für das Array verwende ich 4 Reckhorn D200 Chassis.
Alle Chassis sind per Delay auf die exakten Strecken zum Höplatz eingemessen. Die Übergangsfrequenzen liegen bei 90 Hz und 2kHz. Es sind LR4 Filter. Ich habe am Hörplatz so genau wie möglich den Frequenzgang eingemessen. Natürlich mit der Einschränkung, daß auch mit einer gefensterten Messung unter 400 Hz es in meinem Raum ungenau ist. Messergebnisse stelle ich demnächst ein. Ich werde, wenn das Wetter verlässlich trocken und windstill ist, auch im Garten eine Freifeldmessung machen. Der Vergleich drinnen draußen dürfte dann interessant werden.
Offensichtlich kann ich hier keine Bilder direkt hochladen. Ich such demnächst nach einem Host.
Grüße Thomas
PS. Falls es doch geht Bilder hier direkt hochzuladen, wäre es nett für eine Info wie es funktioniert.
Vor 4 Stunden(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 4 Stunden von Kasimir.)
Moin
Wie versprochen Bilder meiner LS. Das Bassarray ist in der Bücherwand untergebracht. Die einzelnen Bass Chassis sind in Höhe und Breite in ein Viertel zwei Viertel ein Viertel Abstand eingebaut. So reduzieren sich die Moden in der waagerechten und senkrechten Raumebene. Da die Bässe direkt an der Wand stehen, wird die Längsmode maximal angeregt. Auf der gegenüber liegenden Seite steht ein Bassabsorber. Per DSP habe ich die Spitzen im Frequenzgang abgesenkt.
Rein gehörmäsig ist der Bass dadurch weniger dröhnig und deutlich sauberer. Die 4 Bässe werden von einer gebrückten FA252 in mono angetrieben.
Die Gehäuse der Zweiwegeriche sind aus einer Kombi aus MDF und Multplex aufgebaut. Im Sockel befindet sich der FA122.
Die Schallwand ist so gestaltet, dass der der HT sehr unterschiedliche Maße zu den Kanten sieht. Die Schallwandkanten haben eine 30 Grad Fase und oben und unten einen 28mm Radius.
Das Musiksignal kommt per SPDIF bzw Toslink ohne doppelte DA Wandlung direkt in die Hypexe. Nur mein alter 320er Thorens ist mit einem Vorverstärker am Analogeingang der Hypexe verbunden.
Erfahrungsgemäß bündelt die Kombi aus 20cm TMT und 28mm HT mit Schallführung ab ca 2,0kHz schon, was in meinem Fall gewollt ist ! Meßtechnisch will ich das in der Freifeldmessung noch überprüfen.
Kazimir/Thomas, das ist alles gut gemacht, aber hier geht es nicht darum, unsere Arbeit vorzustellen, sondern uns den Forumsmitgliedern zu präsentieren und kurz etwas über uns und unsere Erfahrungen zu erzählen.
Meine eigene Arbeit zwingt mich beispielsweise zum Schweigen. Ich kann einfach nicht darüber sprechen. Stellen Sie sich nur vor, ich würde sagen, ich hätte den TSP-Parameter in der Akustik „vergraben“ oder einen einzigartigen Verstärker entwickelt. Und das alles würde hier vom Thema abweichen. Was würde dann passieren? Es gibt im Forum dafür vorgesehene Bereiche. Bitte suchen Sie diese Bereiche und schreiben Sie dort. Wir freuen uns alle darauf, von Ihren Projekten zu lesen.
Mit freundlichen Grüßen, Valentin.
Ist das heutzutage überhaupt noch ungewöhnlich? Aus meiner Sicht ist es eine vorsichtige und vernünftige Reaktion. Wenn man die Öffentlichkeit kennt und weiß, was passieren könnte, schadet Vorsicht nicht.