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Also so ziemlich jeder Verstärker kann von 0 W bis zur maximalen Leistung das gesamte, benötigte Frequenzband linear verstärken. Mehr geht nicht.
Unterschiede bestehen in der Stabilität an komplexen Lasten, insbesondere generatorischen Lasten.
Aber ein Signal von DC bis vielleicht 100 kHz linear zu verstärken ist jetzt keine besondere Herausforderung, das dürfte klar sein.
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Vor 10 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 9 Stunden von Audio-Panda.)
Ich fürchte, das Schlimmste steht uns noch bevor. Keine Eile, ich verstehe, dass die Amplituden für viele ein Schock sein werden. Ich erzähle Ihnen von meiner Erfahrung, als ich zum ersten Mal die Wattzahl meines Verstärkers überprüft habe.
Sie erinnern sich sicher: Bei 100 Watt ist alles da, aber Sie müssen sich bewusst sein, dass dieser Wert bei einer Leistung von einem Watt etwa 100-mal kleiner ist. Bei meinem Verstärker maß ich bei einem Watt und einem ruhigen Bild eine Amplitude von nur 150 mV geseen. Alles darunter war verzerrt. Es stellte sich heraus, dass ich bei einem Watt etwa 100-mal von der Zielamplitude von 2 mV entfernt war. Das ist meine Erfahrung, und ich hoffe, Sie stoßen bei Ihren Messungen nicht auf solche Werte. Vielleicht sind Verstärker heutzutage besser als früher, aber irgendetwas sagt mir, dass das nicht stimmen kann.
Das stimmt nicht; wir sprechen von Amplituden, und deren Frequenz ist irrelevant.
Eines ist klar: Ein Verstärker arbeitet nicht mit Frequenzen, sondern mit Amplituden, und das größte Problem tritt beim ersten Watt des Verstärkers auf. Die Amplituden, mit denen er arbeitet, müssen denen einer digitalen Aufnahme oder Musik entsprechen. Diese Amplituden liegen zwischen 2 mV und 2 V.
Und die Ursache für Verzerrungen ist nicht das, was gemeint ist. Verzerrungen sind die sehr kleinen Amplituden, die Ihr Verstärker technisch nicht verarbeiten kann, und Rauschen hat damit absolut nichts zu tun.
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Also ein Verstärker, insbesondere class AB, arbeitet natürlich gerade bei kleinen Amplituden sehr linear. Es gibt nach unten nur die Grenze des Rauschens und der eingekoppelten Störungen, was bei 2 mV am Ausgang auch absolut schon relevant ist. Mit einem Oszilloskop und in einem nicht geschirmten Raum ist sowas aber nicht mehr messbar. Zudem ist da seitens der Quellen schon längst die Grenze erreicht, was nützt die total klirrarme Endstufe, wenn der gesamte Zweig davor ja auch zu den Störungen beiträgt.
Ich vermute tatsächlich ganz extreme Defizite bei den Messungen, dazu kommt völlig mangelndes Grundverständnis was passiert.
2 mV an 4 Ohm ist 1 Mikrowatt. Das sind bei einem normalen Lautsprecher 30 dB auf 1 m. Da wäre auf dem Level des Umgebungsgeräusches Nachts im Zimmer. Somit hat man Klirr im zweistelligen Prozentbereich nur durch die Umgebung.
Man muss das Gesamtsystem betrachten, da sind solche Pegel nicht relevant, der Verstärker wird da aber noch gut arbeiten.
Es scheint mir doch eher Glaube als Wissenschaft...