zuerst mal ein paar Hintergrundinfos:
https://datasheets.tdx.henkel.com/PONAL-...-de_DE.pdf
die modernen Holzleime bestehen aus Kunststoffen, sprich Thermoplasten meist PVAc die man wieder aufschmelzen kann und dies kann man Nutzen für das Aufbringen von Furnieren auf andere Materialien. Sogenannte Bügelmethode.
Vor rund 30 Jahren habe ich bei der damaligen HIB in Bruchsal gearbeitet wo man Holz-Autoteile für den Innenraum gefertigt hat, beim Verlassen der Firma habe ich einige Präsente geschenkt bekommen. Maus, Klinexbox und andere Kunststoffteile die man nachträglich in der Prototypenwerkstatt furniert hat. ES GEHT ALSO, dass man Furnier auf Kunststoff aufbringt.
Über viele Zwischenschritte über mehrere Jahrzehnte hat man auch heute bei Luxusfahrzeugen immer noch Furnier im Auto mit einer kleinen Zwischenschicht aus 0,2 mm Alu und aufgebracht auf 2,5 mm Kunststoff, meist ABS, oder PC+ABS.
Das geht in Heimbereich in der Regel ohne die Zwischenschicht, die man nur braucht wegen dem Wärmewechseltest bei Automobilen. Die großen Temperaturschwankungen hat man im heimischen Raum einfach nicht, deswegen würde ich mir auch keine Sorgen wegen den unterschiedlichen Wärmeausdehnungen machen.
Also dünne Schicht Leim auf das Furnier und dünne Schicht auf Kunststoff, dann abdampfen lassen, je nach Leim rund eine halbe Stunde. Dann Furnier auf Kunststoff legen und auf der Furnierseite mit Bügeleisen warm machen. Mit etwas Übung und Druck bekommt man dies hin. Wenn man eine Vakuumpresse hat dann natürlich Furnier gleich auf Kunststoff legen und verpressen, Feucht.
Die Kunststoffzwischenschicht härtet bei einigen Klebersorten nicht vollständig aus, sondern bleibt teilelastisch, was in kleinen Bereichen Temperaturschwanungen ausgleicht.
Gruß Timo