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Vorstellung von mir und meinem Projekt
#21
Spannend ..... ein Tip ...... der erste Eindruck muss erstmal simpel sein .... Komplexität des Programmes, wie den Einfluss der Schallwand berechnen, sollte man erst auf den zweiten Blick entdecken. Was ich schick finde ist ein Schalter so nach dem Motto ...Schallwandeinfluss berechnen und dann ein Schalter der Standardmäßig auf "aus" steht ...erst wenn ich den "aktiv" stelle, sehe ich, dass ich dafür neue Parameter eingeben muss. ....so in der Art. Bevor etwas sichtbar wird kann das Programm schon mal sinnvolle Wert selbst einsetzen ...oder eben erst in dem Moment wenn die Parameter dargestellt werden. 

Das kann man ausbauen .... erstmal ist das Programm ein grobes Schätzeisen ....und dann kann man statt grob  geschätzter Daten Schritt für Schritt zum Beispiel auf die gleiche Art gemesse Daten einfügen .... oder eine standardmäßig vorgegebene berechnete Weiche gegen eine individuelle austauschen.  Sind TSP Daten vorhanden macht der beispielsweise eine Standardgehäuseberechnung .... aber ich kann natürlich auch Gehäusedaten nach und nach selber eingeben. 

So hat man immer ein Ergebniss vor Augen und kann schrittweise lernen, was man noch braucht und was der Einfluss ist. Da finde ich Boxsim sogar näher dran als VituixCAD. Den Start mit Boxsim fand ich einfacher ...danach war dann auch VituixCAD leichter zu lernen,  weil man wusste was es braucht und was wichtig ist.
Herzliche Gruesse
Michael
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#22
(11.08.2026, 22:36)newmir schrieb: Spannend ..... ein Tip ...... der erste Eindruck muss erstmal simpel sein .... Komplexität des Programmes, wie den Einfluss der Schallwand berechnen, sollte man erst auf den zweiten Blick entdecken. Was ich schick finde ist ein Schalter so nach dem Motto ...Schallwandeinfluss berechnen und dann ein Schalter der Standardmäßig auf "aus" steht ...erst wenn ich den "aktiv" stelle, sehe ich, dass ich dafür neue Parameter eingeben muss. ....so in der Art. Bevor etwas sichtbar wird kann das Programm schon mal sinnvolle Wert selbst einsetzen ...oder eben erst in dem Moment wenn die Parameter dargestellt werden. 

Das kann man ausbauen .... erstmal ist das Programm ein grobes Schätzeisen ....und dann kann man statt grob  geschätzter Daten Schritt für Schritt zum Beispiel auf die gleiche Art gemesse Daten einfügen .... oder eine standardmäßig vorgegebene berechnete Weiche gegen eine individuelle austauschen.  Sind TSP Daten vorhanden macht der beispielsweise eine Standardgehäuseberechnung .... aber ich kann natürlich auch Gehäusedaten nach und nach selber eingeben. 

So hat man immer ein Ergebniss vor Augen und kann schrittweise lernen, was man noch braucht und was der Einfluss ist. Da finde ich Boxsim sogar näher dran als VituixCAD. Den Start mit Boxsim fand ich einfacher ...danach war dann auch VituixCAD leichter zu lernen,  weil man wusste was es braucht und was wichtig ist.

Hi Michael,
ohne jetzt irgendwie prahlen zu wollen Wink aber im Grunde funktioniert es genauso. Du kannst ganz klein anfangen und NUR das Verhalten des Bassreflexkanals simulieren
 oder 
Du kannst das passive Filternetzwerk, aktive Filter, Gehäuse Parameter, Schallwandeinfluss, importierte Mess - Korrekturkurven und dabei die phasentypische Interaktion zwischen Treibern berechnen.

Der Punkt mit dem Schallwandeinfluss hat mich immer noch gestört, denn als ich die alte Version des Programms damals, als ich jung und schön war, genutzt hatte, mußte man immer eine Senke von 3-6dB im Mitteltonbereich je nach Schallwandbreite "einbauen" damit dann praktisch ein gutes Ergebnis herauskam. Das war dann allerdings reproduzierbar und kein Glückstreffer. Diesen systematischen Fehler wollte ich mit der Schallwandsimulation beheben.
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#23
Dann melde Dich, wenn Du eine Beta Tester brauchst. Wenn es was zu meckern gibt werde ich es genussvoll tun Big Grin .
Herzliche Gruesse
Michael
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#24
Sehr gerne hätte ich Beta Tester. Insbesondere würde mich interessieren, wie ein Nutzer ohne Entwicklungs Background mit dem Progamm zurechtkommt. Ich habe inzwischen das Schallwand Diffraction Modell verfeinert und nutze dabei ein Hybrid zweier mathematischer Modell für tiefe und hohe Frequenzen. Das Ergebnis triffe die reale Messung des Zaph Audio ZRT Projekts, welches ich als Referenz verwende, wesentlich besser:


.pdf   Zaph_audio_Revelator_Box_project.pdf (Größe: 1,07 MB / Downloads: 11)

Im Bild sieht man den PDF Export des Zaph Audio Project, welches ich in der Simulation nachgebaut habe. KFilter kann Projekte auf diese Weise exportieren und drucken, Im Folgenden die Zaph Messung aus der Webseite:

Zaph Audio Messung

Ich bin mit dem Ergebnis soweit sehr zufrieden. BTW: Die gestichelte Linie in meinem PDF ist die Transferfunktion der Schallwandsimulation, welche man optional ein - und ausschalten kann. 

Wenn Du testen möchtest, müssen wir uns überlegen, wie wir das auch deinem Rechner ans Laufen bekommen. Wenn Du Linux hast, ist das kein Problem und auch für den Mac kann ich helfen, den  Code zu bauen. Bei Windows hätten wir ein Problem.

Grüße
Erdie
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#25
Linux ist ok. Ich bin zwar kein Experte, aber das meiste kriege ich hin. Nur kann ich nicht mit "ohne Entwicklungshintergrund" bieten. Dafür kann ich dir schnell sagen wie es aussieht im Vergleich zu Boxsim und VituixCAD.
Herzliche Gruesse
Michael
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#26
Ich meinte mit "ohne Entwicklunghintergrund" auch mehr bezogen auf KFilter6. Wenn ich das Programm nutze, weiß ich in uns auswendig, wie es funktioniert, daher bin ich kein guter Tester.Es ist interessant, wie jemand klarkommt, der es das erste Mal nutzt. Und das trift auf Dich zu.

Dann lass uns einfach anfangen: 

Erste Frage meinerseits: Welche Distrubution hast Du?

BTW: Wenn das hier zu umständlich ist, können wir das privat machen aber ich glaube es könnte andere interessieren. Daher würde ich es doch erstmal hier im Thread probieren.
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#27
Ich habe Ubuntu/Mint. Lass uns hier weitermachen .... wen es nervt soll sich melden ...
Herzliche Gruesse
Michael
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#28
(16.08.2026, 14:37)newmir schrieb:  Lass uns hier weitermachen .... 

Auf alle Fälle hier, Interesse habe ich schon, nur die Zeit fehlt zur Zeit da längerer Urlaub mit den Twins
Grüße aus dem Emsland
Willi


Man sollte nie soviel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.
​(Georg Christoph Lichtenberg)
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#29
(16.08.2026, 14:37)newmir schrieb: Ich habe Ubuntu/Mint. Lass uns hier weitermachen .... wen es nervt soll sich melden ...

Also als erstes mußt du folgendes machen:

Git installieren:
Code:
sudo apt update sudo apt install git

Entwicklungspakete installieren:

Code:
sudo apt install build-essential cmake ninja-build qt6-base-dev qt6-tools-dev qt6-tools-dev-tools libgl-dev


 Wenn das fertig ist, folgendes:

Das KFilter6 Projekt holen:

Code:
git clone https://github.com/erdies/kfilter6.git

Dann bauen:

Code:
cd kfilter6
Code:
cmake .
Code:
make -j4




Wenn das fertig ist, starten:

Code:
./kfilter_qt6

Fertig. Wenn es irgendwo hakt, bitte melden.

Grüße
Erdie
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#30
(Gestern, 13:31)Erdie schrieb: Fetig.

Warum muß man mit Linux das Flugzeug, mit dem man in den Urlaub fliegen will, erst selbst zusammenbauen?
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#31
(Gestern, 13:59)Nebenweg schrieb:
(Gestern, 13:31)Erdie schrieb: Fetig.

Warum muß man mit Linux das Flugzeug, mit dem man in den Urlaub fliegen will, erst selbst zusammenbauen?

Weil es sich in der Entwicklung befindet? BTW: Das hat mit Linux überhaupt nichts zu tun. Funktioniert bei jedem System ungefähr gleich. Ist die Frage ernst gemeint? Wenn ja, lass uns das in einem anderen Thead oder privat klären.
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#32
(Gestern, 13:31)Erdie schrieb:
(16.08.2026, 14:37)newmir schrieb: Ich habe Ubuntu/Mint. Lass uns hier weitermachen .... wen es nervt soll sich melden ...

Also als erstes mußt du folgendes machen:

Git installieren:
Code:
sudo apt update sudo apt install git

Entwicklungspakete installieren:

Code:
sudo apt install build-essential cmake ninja-build qt6-base-dev qt6-tools-dev qt6-tools-dev-tools libgl-dev


 Wenn das fertig ist, folgendes:

Das KFilter6 Projekt holen:

Code:
git clone https://github.com/erdies/kfilter6.git

Dann bauen:

Code:
cd kfilter6
Code:
cmake .
Code:
make -j4




Wenn das fertig ist, starten:

Code:
./kfilter_qt6

Fertig. Wenn es irgendwo hakt, bitte melden.

Grüße
Erdie

Ich melde mich, wenn es klappt oder auch nicht ...... Die Erwartungshaltung, dass einem gebratene Tauben serviert werden  ..... ja hätte ich auch gerne .... aber immer diese Erwartungshaltung  Dodgy .
Herzliche Gruesse
Michael
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#33
Das war ja fast wie gebratene Tauben in den Mund fliegen lassen. 

Ein Problem war, dass meine Linux Mint Version noch Qt 6.2.4 installiert ist. Man sollte wohl Qt 6.3 haben. Ich wollte dafür nun keine große updaterei starten und die KI wusste Rat:

Lösung:
Entferne die Zeile
Code:
qt_standard_project_setup()
aus deiner
Code:
CMakeLists.txt
oder kommentiere sie aus und ersetze sie durch die klassischen Einstellungen:
CMake

Code:
# qt_standard_project_setup() # In Qt 6.2.4 nicht vorhanden set(CMAKE_CXX_STANDARD 17) set(CMAKE_CXX_STANDARD_REQUIRED ON) set(CMAKE_AUTOMOC ON) set(CMAKE_AUTOUIC ON) set(CMAKE_AUTORCC ON)

................Dann kamen noch zwei Fehlermeldungen:
michael@home-server:~/kfilter6$ cmake .

-- Found OpenGL: /usr/lib/x86_64-linux-gnu/libOpenGL.so 
-- Found WrapOpenGL: TRUE 
-- Could NOT find XKB (missing: XKB_LIBRARY XKB_INCLUDE_DIR) (Required is at least version "0.5.0")
-- Could NOT find WrapVulkanHeaders (missing: Vulkan_INCLUDE_DIR)
-- Configuring done
-- Generating done
-- Build files have been written to: /home/michael/kfilter6

Die Warnungen bezüglich
Code:
XKB
und
Code:
WrapVulkanHeaders
bedeuten, dass die entsprechenden Entwicklungsdateien auf deinem System fehlen. CMake konnte den Build-Prozess trotzdem erfolgreich generieren ("Configuring done", "Generating done"), allerdings fehlen damit optional X11/Input- und Vulkan-Unterstützungen.

Der Rest lief durch und jetzt kann ich dein Programm starten .......Flugzeug in einer halben Stunde gebaut ....und ab in den Urlaub  Big Grin .

Erste runde vorläufiges Feedback ....

Das mit der Difraktion gefällt mir schon sehr gut (so auf die schnelle). Das liefert schon vieles was ich teilweise nur beim Programm Edge finde und/oder bei Boxsim (Boxsim finde ich an der Stelle etwas sehr dröge) drauf haben. Dabei geht mir auf ....wo steht das Messmikro? Bei Edge kann ich das angeben. Habe ich das noch nicht gefunden?

Bezüglich der "Network" Darstellung: Dass der Schaltplan schon "vorgefertigt" ist, finde ich gut. Andererseits fehlen mir hier im Moment noch Möglichkeiten. Irgendwie verstehe ich nicht wie ich Bauteile zum Beispiel nach Masse schalten kann? Wie würde ich einen Spannungsteiler angeben? Wie einen Saugkreis? Und um es auf die Spitze zu treiben ...wie würde ich eine serielle Weiche darstellen.   

Bezüglich der Frequenzbereichsdarstellung vermisse ich Möglichkeiten den dargestellten Messbereich zu verändern (Zoom, Level "0", Level Range..... und wenn ich was im Frequenz Response Diagramm anklicke, dann hääte ich gerne Höhe und Frequenz als Zahlen  an der Seite ausgegeben ... damit ich z.B. den aktiven Filter direkt zielgerichtet definieren kann.  

Messkurven zu einem Treiber einlesen habe ich noch nicht probiert ..... aber ich würde erwarten, dass ich dann auch was über die Messbedingungen sagen muss. Es könnte ja sein, ich gebe die Frequenzkurve an, die ich den Hersteller Angaben entnommen habe, aber es kann eben auch sein, ich habe die schon am fertigen Exemplar gemessen.

So ....müde ....  Gute Nacht
Herzliche Gruesse
Michael
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#34
(Gestern, 20:26)newmir schrieb: Bezüglich der "Network" Darstellung: Dass der Schaltplan schon "vorgefertigt" ist, finde ich gut. Andererseits fehlen mir hier im Moment noch Möglichkeiten. Irgendwie verstehe ich nicht wie ich Bauteile zum Beispiel nach Masse schalten kann? Wie würde ich einen Spannungsteiler angeben? Wie einen Saugkreis? Und um es auf die Spitze zu treiben ...wie würde ich eine serielle Weiche darstellen.   

Fangen wir erstmal hier an:
Du hast im Netzwerk immer einen Zweig, der gegen Massen geschaltet ist und einen, der seriell in der Leitung liegt. Wenn Du kannst beliebige Teile auslassen d. h. wenn keine Werte eingegeben sind oder die Werte 0 sind, ist kein Bauteil vorhanden. Jeder Zweig kann aus 3 Teilen bestehen, R, C, und L. Im seriellen Zweig, sind die Teile automatisch eine Sperrkeis mit einer pragmatischen Ausnahme, wenn C=0 ist ist R der Innenwiderstand der Spule. Die Grafik zeigt das immer schön, du kannst einfach herumprobieren und siehst sofort das Ergebnis. Ausserdem kannst Du mit der Maus in die Grafik klicken. Wenn Du dort auf den Lautsprecher klickst, öffnet sich der Driver Parameter Dialog, wenn Du auf einen serielle oder parallelen Zweig klickst, kann Du diesen direkt editieren und ich Echtzeit die Auswirklung im Frequenzgraph sehen. Für die Echtzeitanalyse gibt es hier Schieberegler um die Auswirkungen auf die Übertragungsfunktion zu analysieren.
Wenn Du nur Teile gegen Masse schalten möchtest, kannst du die seriellen Zweige einfach auslassen. Ein paralleler Zweig ist in sich betrachtet immer seriell d. h. eine RCL Glied parallel zum Treiber ist ein Saugkreis. Wenn Du einen Sperrkreis bauen möchtest kannst du einfach mehrere parallele Zweige nutzen und die serielle Zweige dazwischen auslassen.
Fahre mit der Maus in der Grafik herum und beobachte die Statusbar, dort kannst du sehen, welche Klickaktionen an welche Stelle möglich sind.Klicken auf das Wellensymbol des Lautsprechers öffnet das Diffration Symbol.

Der Hörabstand wird bei KFilter folgendermaßen simuliert:
Bei der  Baffle-/Diffraktionssimulation setzet KFilter keinen festen Hörabstand voraus. Das Modell arbeitet im analytischen On-Axis-Fernfeld. Wann das beginnt hängt von der Größe der Frontfläche ab. Bei einer Box mit 100x15cm Schallwand entpricht das annähernd 2 - 3m. Hierbei handelt es um eine pragmatische Vereinfachung.

Man könnte durchaus den Mikrofonabstand konfigurierbar machen. Ob das viel Nutzen  bringt, ist meiner Meinung nach fraglich.
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#35
Hi, 

Werde ich mir nochmal genauer anschauen. Da habe ich ein anscheinend noch nicht alles gesehen. 

Bezgl. Mikrofon .... es geht weniger um die Entfernung sondern um die Position in Relation zur Schallwand ...so ist das bei Edge ....Ich weiss ehrlich gesagt garnicht, wo das Mikro sein soll bei Boxsim und VituixCAD. Aber es macht ja einen Unterschied ob es genau vor dem Bass oder genau vor dem Hochtöner steht ... und es dann die üblichen einen Meter weg steht. Ich könnte mir vorstellen, dass Boxsim und Vituixcad so tun als ob es quasi unendlich weit weg ist. Dann spielt zwar die Schallwandposition und Diffraktion immer noch eine Rolle, aber die genaue
Mikrofonposition nicht mehr. 

Aber ich habe noch einen sehr generellen Kommentar. Mir ist eigentlich nicht klar, ob Du das nur machst aus Spass an der Freud ...oder ob es ein Ziel gibt. Kommentare sind dann schwierig, weil ihre Relevanz ja steht und fällt mit dem Ziel. Mir ist anhand Deiner Software aufgegangen, dass man ja eigentlich alle Entwicklungsschritte in eine Software verlagern könnte. Im Moment habe ich dafür einen ganzen Katalog von Programmen, die mir die eine oder andere Frage beantworten können. So eine eierlegende Wollmilchsau wäre natürlich toll, aber halt auch SEHR VIEL ARBEIT. Ich benutze regelmäßig Boxsim (weil es mit Messungen von realen Lautsprechern schon gefüllt ist), weil  es die Entwicklungsschritte bis zum fertigen Lautsprecher zügig ermöglicht. Das benutze ich gerne vorallem um Konzepte auszuprobieren. Wenn ich weiss, was ich will und jetzt nur noch die Weiche/Entzerung machen will, dann finde ich ist VituixCAD das professionellere umfangreichere Tool. Messung mache ich mit Arta (probiert habe ich auch REW und CARMA). Und dann gibt es noch BassCAD und TransmissionLine von Leonard Audio für Bassgehäuse aller Art und dann noch von "Tolvan Data" - vorallem Edge und XDir .... das sind Tools, die für mich die Physik sehr schön anschaulich machen ... also auch eher Konzept Phase. Und in der Tat wäre es toll alle diese meine Lieblingsprogramme in einem Tool vereint zu sehen. Ich fürchte nur, das wirst Du alleine nicht stemmen ....zumal wenn Du garkein Profit Interesse hast. Das Grundkonzept deiner Software ...der Bedienungsablauf ist mir jedenfalls schon mal sehr sympatisch (Ich denke auch und gerade für Anfänger). 

Mir fehlt im Moment so ein bischen das klare Ziel. Warum sollte ich Dein Programm nehmen statt eines meiner Lieblingsprogramme? Oder warum sollte ich es zusätzlich einsetzen? Was ist der "Selling Point" ? Selbst wenn Du es garnicht für Geld verkaufen willst ... . Aber Du willst ja vermutlich etwas machen, was andere auch benutzen wollen. Im Moment liegt dein Programm irgendwo auf der Linie von Boxsim und VituixCAD. Die sind beide nicht perfekt, aber im Moment sehe ich noch keinen möglichen Grund, warum ich meine bereits erlernten Programme ablösen sollte oder Deines zusätzlich einsetzen müsste. Eine besseres Edge integriert in sowas wie VituixCAD (wobei ich garnicht genau weiss was VituixCAD da kann) wäre vielleicht ein Grund. Edge ist im Moment ein Programm, mit dem man die grundsätzliche Physik gut begreifen kann, aber nicht wirklich als Input für konkrete Entwicklung. Auch die nötigen Messungen direkt im Entwicklungsprogramm zu machen wäre eine schicke Sache ... 

Was mir also fehlt ist im Grunde ein saubere Marktanalyse und dann ein präzises Pflichtenheft Wink . Komisch .....in dem Bereich habe ich mal gearbeitet  Big Grin .
Herzliche Gruesse
Michael
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#36
(Vor 5 Stunden)newmir schrieb: Bezgl. Mikrofon .... es geht weniger um die Entfernung sondern um die Position in Relation zur Schallwand ...so ist das bei Edge ....Ich weiss ehrlich gesagt garnicht, wo das Mikro sein soll bei Boxsim und VituixCAD. Aber es macht ja einen Unterschied ob es genau vor dem Bass oder genau vor dem Hochtöner steht ... und es dann die üblichen einen Meter weg steht. Ich könnte mir vorstellen, dass Boxsim und Vituixcad so tun als ob es quasi unendlich weit weg ist. Dann spielt zwar die Schallwandposition und Diffraktion immer noch eine Rolle, aber die genau Mikrofonposition nicht mehr. 

Ungefähr so ist das Konzept von KFilter.

Zu den anderen Fragen:
Ich mache das ausschließlich weil es mir Spaß macht. Allerdings muß man die Historie sehen. Den Vorgänger habe ich Anfang der 90er als DOS Programm geschrieben. Damals waren ich und ein Physik Kommilitone begeisterte Lautsprecher - Konstrukeure und auch Musikliebhaber. Ich z. B. hatte damals und auch noch Jahre dannach Gesangsunterricht und ich bin auch semiprofessionell als klassicher Sänger aufgetreten. Für mich war immer die ganzheitliche Betrachtung von Musik und Technik wichtig. Später habe ich mich dann mit Recording beschäftigt auch aus dem Wunsch heraus mich selbst aufzunehmen. Da ich jetzt weiß, wie (klassiche) Musik überhaupt auf den Tonträger kommt und welche Kompromisse dabei eingegangen werden müssen, sehe ich die Kette auf der Wiedergabeseite mit etwas anderen Augen als damals.
Mal zurück zur Software: Da es in der Zeit praktisch keine wirklich gute Software gab (oder wir kannten sie nicht, Internet gab es ja auch noch nicht wirklich) hatte ich mich entschlossen, etwas selbst zu schreiben. So ist es angefangen und entstanden. Heute habe ich einfach Lust gehabt es wieder zum Leben zu erwecken.
Warum du jetzt ausgrechnet KFilter nutzen solltes oder doch nicht, kann ich schwer beantworten. Vielleicht hat es Vorteile, die andere Tools nicht haben und umgekehrt und man nutzt das, was am besten zu Situation passt. Wenn du mir sagen kannst, was in deinen Augen dringend fehlt, könnte ich mir darüber Gedanken machen, es einzubauen.
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#37
(Vor 5 Stunden)newmir schrieb: Bezgl. Mikrofon .... es geht weniger um die Entfernung sondern um die Position in Relation zur Schallwand ...so ist das bei Edge ....Ich weiss ehrlich gesagt garnicht, wo das Mikro sein soll bei Boxsim und VituixCAD. Aber es macht ja einen Unterschied ob es genau vor dem Bass oder genau vor dem Hochtöner steht ... und es dann die üblichen einen Meter weg steht. Ich könnte mir vorstellen, dass Boxsim und Vituixcad so tun als ob es quasi unendlich weit weg ist. Dann spielt zwar die Schallwandposition und Diffraktion immer noch eine Rolle, aber die genau Mikrofonposition nicht mehr. 

Moin  Michael,

bei Edge kenne ich das auch so. Smile

Aus meiner Sicht ist die Mikro Position in dem Sinne egal da die beteiligten Chassis (gemeinsam in der Schallwand) alle von einer Position gemessen werden sollten.

Schwierig wird es imho wenn man Messdaten aus unterschiedlichen Quellen / Mikropositionen / SW Maße / Normschallwand zusammen bringen möchte...

Meine Erinnerung kann mich täuschen, aber ich meine gelesen zu haben das Visaton (Boxsim) alle Chassis unter gleichen Messbedingungen / Schallwand (auf Achse Chassis ?)
misst, das in die Datensätze für Boxsim implementiert und das Programm das (Höhenversatz und Schallentstehungsorte in der Box) berücksichtigt.

Dunkel kann ich mich auch an ein Thema erinnern wo ein Bastler alle beteiligten Chassis auf Achse gemessen hat, in Vituix* importiert und der Simu das (irgendwo ?) eingegeben hat.
* Kann auch ein anderes Simu Programm gewesen sein.
Gruß Karsten

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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#38
Solange ich meine eigenen Messungen am Lautsprecher mache, gibt es kein großes Problem mit der Mikrofoneposition. Da weiss ich ja was ich rein tue und womit das Programm arbeitet. Ob sich ein Programm noch mit Diffraktion und deren Berechnung beschäftigt, wenn es meine Messungen übernimmt ??.... dazu müsste es ja meine Messbedingung erfragen. Es kann ja auch nicht einfach auf die Werte nochmal die Diffraktion rechnen ...das wäre dann ja doppelt gemoppelt.  

Ich denke vorallem an folgenden Fall:

Ich habe keine eigenen Messungen aber Messungen aus verschiedenen Quellen und unterschiedlichen Schallwänden ..... dann würde ich im ersten Schritt gerne die Diffraktion rausrechnen können. Sprich die Diffraktion quasi rückwärts rechnen und damit hochrechnen wie der Verlauf dann auf unendlicher oder irgendeiner konkreten Schallwand aussieht. Sowas habe ich noch nirgends gesehen, ist aber ein Problem für die Leute, die nicht selbst messen können. 

Ich merke gerade  ...so 100% genau weiss ich garnicht wie meine Lieblinge das machen. 

Jedenfalls finde ich das Thema Diffraktion interessant. Da muss ich mich aber noch ein bsichen schlau machen ......
Herzliche Gruesse
Michael
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#39
Also wenn Du Messungen machen kannst, die das Gehäuse bereits mit einbezogen haben, weil Du mit dem Gehäuse misst, dann wäre es klar, die Funktion nicht zu nutzen. Es ist ja nur eine Option.

Als ich damals Lautsprecher gebaut hatte, konnte ich noch keine Diffraktion simulieren. Gute Ergebnisse bekam ich in der Praxis immer dann, wenn ich in der Simulation ohne Diffraktion einen abfallenden Frequenzgang so ab 800Hz, je nach Schallwandbreite, vorausgesetzt hatte der dann ca 4-6dB abgefallen ist. 
Das war dann praktisch die hemtsärmliche Kompensation der Diffraktion und mit der Zeit bekam man ein Gefühl dafür, wie man das gestalten muß damit es richtig klingt und der Feinschliff (1-2dB) wurde dann mit Hörtests gemacht. Die Simulation war für mich dann immer eine Hilfmittel um es hinzubekommen, um das Ziel: "Ich will oberhalb 1kHz ein Plateau 3dB tiefer" auch zu erreichen, also um zu wissen, wo muss ich was ändern, dass genau das passiert und nicht anderes. Ohne Computer ist man praktsich blind, ändert irgendein Bauteil und kann nur groß schätzen, was es bewirkt.

Ohne die Diffraktion berechnen zu können war das Ziel beim Entwurf immer eine krumme Linie, meine Ziel ist es jetzt, dass man eine wirklich gerade Linie in der Berechnung anstreben kann und das dann schön möglichst nahe am praktischen Optimum liegt. Daher habe ich das jetzt eingebaut. 

Ein gutes Beispiel ist das Absenken des Hochtöners weil es zu laut ist. Einfach ein serieller Widerstand tut es meist schon ganz gut. Aber er kann auch signifikante Auswirkungen auf den Frequenzgang haben und nicht nur "alles gleichmäßig leiser machen". Je komplexer die Frequenzweiche dahinter, desto schwieriger sind die Auswirkungen ohne Simulation einzuschätzen.
Das ist für mich der Grund Simulation zu nutzen und nicht weil ich ein 100%tiges Design vorausberechnen möchte.
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