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Projekt mit Germanium Transistoren - Testhörer gesucht
(Vor 11 Stunden)Koaxfan schrieb: Im Testbericht gibt es ja einige sehr aufschlussreiche Messungen, aber was ich daraus nicht ablesen kann: Kann man daraus die prozentuale THD bei 1V ablesen? Puzzel ich mir das aus den verschiedenen Messungen richtig zusammen, dass
a) bei 775 mV RMS gemessen wurde
b) der AD149 da bei 0,2-0,3% liegt?

Hintergrund meiner Verwirrung: Ich konnte nicht eindeutig lesen, bei welchem Eingangspegel und welcher Abschlussimpedanz die FFTs aufgenommen wurden. Ich habe rumgeknobelt aber verstehe nicht, warum die 1-kHz-Grundwelle der Referenzmessung 'Ohne Germanium' rund 75 dB niedriger ist als bei den Messungen mit Transistor.

Zur Aussagekraft von THD-Zahlen: Mir ist absolut bewusst, dass diese Zahl nur ein Teil der Wahrheit ist, aber es gibt doch einen guten Indikator und deckt sich mit meinem Hörgefühl.

Hallo Stefan,

die Angaben sind spärlich, aber ich würde das so interpretieren, dass bei einem Ausgangspegel von 0dBu = 775mV RMS gemessen wurde. Entsprechend kannst du auch nur den Klirr bei diesem Ausgangspegel grob ablesen. Wenn ich die Klirrkomponenten K2-K10 aufaddiere, komme ich auch auf etwa 0,28% beim AD149.
Der Eingangspegel sollte weitgehend identisch zum Ausgangspegel sein, der Emitterfolger hat eine Verstärkung nahe 1. Die Abschlussimpedanz ist im Dokument nicht angegeben, das Ap 2700 hat meine ich 100kOhm||200pF.
Den Pegel bei der Referenzmessung verstehe ich auch nicht so ganz. Vielleicht einfach eine Messung ohne eingesteckten Transistor, aber mit Spannungsversorgung etc.? -75dB wäre dann einfach Übersprechen vom Eingang des Buffers auf den mehr oder weniger "offenen" Eingang des AP ohne direkte Verbindung. Aber so richtig Sinn macht das irgendwie nicht, man bekommt vielleicht ein Gefühl für den Messaufbau.

Gruß, Daniel
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Jo, das war auch meine Rechnung und eben meine unausgesprochene Vermutung. Hier wäre eine Info zum Messaufbau super.
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Hallo,

Die Messung ohne Germanium ist eine Messung der Kabel. Da ist einfach anstatt dem Buffer eine Cinch-Cinch Kupplung drin.
Was für eine Abschlussimpedanz verwendet wurde kann ich nicht sagen, ich versuche es mal nachzufragen.

Viele Grüße
Frank
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(Vor 8 Stunden)E280F schrieb: Die Messung ohne Germanium ist eine Messung der Kabel. Da ist einfach anstatt dem Buffer eine Cinch-Cinch Kupplung drin.
Was für eine Abschlussimpedanz verwendet wurde kann ich nicht sagen, ich versuche es mal nachzufragen.

Jetzt verstehe ich es noch weniger: Eine Cinch-Cinch-Kupplung sollte bei 1 kHz praktisch keine Pegeländerung verursachen. Im Messdiagramm passiert aber genau das.

Wenn Du fragst, dann bitte auch: 
War bei der Messung mit der Cinch-Kupplung der 1-kHz-Signalgenerator eingeschaltet und auf denselben Pegel eingestellt wie bei den Germanium-Messungen?
Mit welcher Generatorspannung wurden die fünf Germaniumtransistoren angesteuert?
Idealerweise anschließend noch die Abschlussimpedanz.

Warum ich so drauf rumhacke kommt auch aus meinen anderen Versuchen und der ABhängigkeit vom Arbeitspunkt. Der AD149 zeigt eine bemerkenswert lange Reihe höherer Harmonischer, während die Kleinstöpsel überwiegend K2 produzieren. Soweit so beeindruckend. Nur: Ist das jetzt die charakteristische Eigenschaft des AD149 oder bedingt durch die konkrete Aussteuerung und Belastung in der Messung?
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Hallo,

die Frage zum AD149 kann ich Dir direkt beantworten:
Das war ein Zufallsprodukt. Wieso? Eigentlich ist der AD149 ein NF-Endstufentransistor, für solche Anwendungen normalerweise völlig ungeeignet. Bei Messungen zeigte er jeoch bei kleinen Strömen eine recht hohe Verstärkung, teilweise höher wie die Kleinsignaltransistoren. Das verwunderte mich, da Leistungstransistoren eher kleine Verstärkungen haben. Aber scheinbar kommt es auf den EC-Strom an. Also habe ich den AD149 mal einfach reingsteckt, mit dem bekannten Ergebnis, welches mir dann ja von anderen Hörern bestätigt wurde.
Eigentlich läuft der AD149 mit keinem guten Arbeitspunkt, nicht super linear. Aber scheinbar ist der Klirr den er dabei erzeugt sehr harmonisch und "gut"fürs Ohr, ähnlich einer Röhre. Und deswegen ist der Klang für viele "gefällig" obwohl er messtechnisch mit einem höheren Klirr behaftet ist.
Einen sehr ähnlichen "Klang" erzeugt übrigens ein AUY26, den ich für mich auch getestet habe.

Viele Grüße
Frank
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Genau deshalb eben die Frage, wo er betrieben wird. Da habe ich die letzte Zeit vieles zum Thema Arbeitspunkt gelernt der vieles an Wirkung erklärt.
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