Moin, ja der Yogibär hat es mit seiner "Duo á la Grimm" schon vorgemacht. Da alle Chassis (wenn auch nicht in evtl. OEM) vorhanden sind geht es seit über 2 Jahren jetzt hoffentlich in die Endphase:
Chassis:
Seas DXT
Excel W22EX001
Peerless XLS-P830452
Elektronik:
Hypex AS2.100 + IcePower50ASX2BTL pro Seite oder für beide miniDSP 4x10 HD mit 4x IcePower125ASX2 davon 2 jeweils für den Sub gebrückt
Zitat:[h=2]Klirrfaktor von LS-Chassis über Frequenzweichen[/h][h=2]Klirrfaktor einfach wegfiltern.............. einfach, nein.[/h]Wenn ein Chassis außerhalb des geplanten Übertragungsbereiches erhöhte Klirrfaktoren aufweist, hört man landläufig in vielen Diskussionen das dies ja überhaupt kein Problem sei, da der problematische Bereich ja überhaupt nicht genutzt würde. Da der Klirrfaktor nicht unbedingt bei der Frequenz entsteht bei der er gemessen wurde wird dabei leider viel zu häufig übersehen. Daher haben wir das Thema mal genauer untersucht und eine kleine Zusammenfassung dazu geschrieben. Viel Spaß bei Actio und Reaktio oder, es ist nicht immer alles so wie es aussieht. Sie müssen Abonnent sein um diesen Beitrag zu lesen.7 Kommentare
das ist in der Tat eine sehr interessante Untersuchung, die HSB durchgeführt hat. Ganz vereinfacht gesprochen wird die Wechselwirkung zwischen einer Membranresonanz und dem dadurch verursachten Klirrfaktoren und -frequenzen am Beispiel eines Mivoc Chassis beschrieben. Desweiteren wird dann gezeigt, dass die Bedämpfung des Klirrs auf der Klirrfrequenz wenig Sinn macht, da die Anregung ja auf einer anderen Frequenz erfolgt.
Beispiel:
TMT mit Trennfrequenz bei 2 KHz.
Membranresonanz dieses Chassis bei 4,5 KHz.
K3 Spitze dann bei 4,5 KHz/3 = 1,5 KHz.
Diese K3 Spitze entsteht nicht durch Anregung bei 1,5 KHz (wo man sie bekämpfen könnte) sondern durch Anregung ausserhalb des eigentlichen Arbeitsfrequenzbereichs, nämlich durch die Membranresonanz bei 4,5 KHz.
Die Erkenntnisse sind für mich insofern teilweise überraschend, da ich bisher immer geglaubt habe, dass z.B. der K3 Klirr auf dem 3-fachen der Anregungsfrequenz beruht und nicht auf einem Teiler der Anregungsfrequenz.
31.08.2019, 08:51 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.08.2019, 09:18 von Franky.)
Na, das sieht man ja wenn man z.B. eine Klirrmessung mit ATB macht. Da wird ja mit einem Gleitsinus gemessen und man kann direkt am Monitor sehen wie der Klirr bei den niedrigen Frequenzen entsteht weit bevor der Frequenzgangschrieb überhaupt z.B. eine Membranreso erreicht hat. Das kann ich auch live mithören wenn ich die Tür zum RAR offen lasse.
Ich habe mich anfangs gefragt woher das Messsystem eigentlich weiß wo die K2,K3 Faktoren herkommen wenn noch garnicht die reale Frequenz erreicht ist. Das war ein Gedankenirrtum.
Einfach unterhalb der Membranresos zu trennen beseitigt mitnichten den Klirr. Das macht übrigens den Einsatz von Chassis mit problematischen Membranen wie ALU usw. bedenkenswert.
Und man muß auch mal überlegen was für einen Sinn Messungen von höheren Klirr wie K5, K7 usw. machen wenn ein Mikro schon bei 20 Khz zum Sinkflug ansetzt.
Tonfeile hat damals als er die weit über 20khz liegende Reso von seinem Tafal- HT bekämpft hat etwas ganz richtiges und wichtiges gemacht...
eine Maßnahme die nun umso sinnvoller erscheint...
Selbst bei steiler trennung machts imO immer Sinn bei einem Alu o.ä. Treiber eine reso in der abfallenden Flanke nochmals wegzusaugen, auch wenn
die Reso dort vermeintlich schon -XX dB durch einen steilen Tiefpass runtergedrückt ist.
So zumindest mein Verständnis.... lieg ich da falsch oder seht ihr das auch so?
HSB haut ja gerne mal einen raus....ich erinnere nur an "Zeitrichtigkeit" wo u.a. mit einem irrwitzig hohem Delay gearbeitet wurde. Pico als Regelungstechniker sollte wissen, was "Totzeit" (= Delay) bewirkt (insbesondere rasanter Phasenabfall!). Ich hatte das damals im Visaton Forum auch gezeigt.
Ich denke beim Klirr kann man das nicht so pauschalisieren. Es kommt wohl auf die Ursache an. Der Excel W22EX001 aus der Grimm zeigt ohne Beschaltung eine K3 Klirrspitze bei 1,5kHz die sehr gut mit der scharfen Membranreso bei 4,5kHz korresponiert. Beschaltet ist davon nix mehr zu sehen. Messfehler?
Wie gesagt bekomme ich den Klirr bei ATB Precision ja bei einem Gleitsinus angezeigt. Also z.B. bei 2000 Hz K2 von 4000 Hz und K3 von 6000 Hz. Das Chassis hat keine höhere Frequenz wie die 2000 Hz bekommen erzeugt aber schon K2 usw. Da hilft auch kein Filter oberhalb der 2000Hz.
Ich denke beim Klirr kann man das nicht so pauschalisieren. Es kommt wohl auf die Ursache an. Der Excel W22EX001 aus der Grimm zeigt ohne Beschaltung eine K3 Klirrspitze bei 1,5kHz die sehr gut mit der scharfen Membranreso bei 4,5kHz korresponiert. Beschaltet ist davon nix mehr zu sehen. Messfehler?
Hallo,
hat B.Timmermanns auch schon oft so propagiert, und auch mit seinen Messungen belegt.
Von daher glaube ich nicht an einen einfachen Messfehler.
Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliehen vorbei, wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen. Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei.
Miss doch einfach mal mit einem bandbegrenztem Signal z.b. bis 2000Hz. Auch da bekommst du K2 usw. angezeigt. K3 sind 6000 Hz. Es ist aber über 2000 Hz nichts vom Verstärker angekommen. Die Einzelchassismessungen haben oft nicht mehr viel mit dem zu tun wie sich das montierte Chassis im Gehäuse verhält.
Zitat:TMT mit Trennfrequenz bei 2 KHz.
Membranresonanz dieses Chassis bei 4,5 KHz.
K3 Spitze dann bei 4,5 KHz/3 = 1,5 KHz.
Diese K3 Spitze entsteht nicht durch Anregung bei 1,5 KHz (wo man sie bekämpfen könnte) sondern durch Anregung ausserhalb des eigentlichen Arbeitsfrequenzbereichs, nämlich durch die Membranresonanz bei 4,5 KHz.
Die Erkenntnisse sind für mich insofern teilweise überraschend, da ich bisher immer geglaubt habe, dass z.B. der K3 Klirr auf dem 3-fachen der Anregungsfrequenz beruht und nicht auf einem Teiler der Anregungsfrequenz.
Du hast vollkommen Recht f/3 ist kein K3, das widerspricht vollkommen der Definition von HD. K3 ist als 3*f definiert. Wenn es bei 1,5kHz eine K3 Spitze gibt, liegt nach Definition deren Grundwelle bei 500Hz.
Wie ist das Experiment denn durchgeführt worden? Unbeschaltetes und beschaltetes Chassis jeweils mit Sinus bei 4,5kHz angeregt und dann geschaut was sich an Verzerrungen ergibt?
Wurde überprüft ob sich bei Anregung mit 500Hz K3 bei 1,5kHz bildet?
Ohne den Artikel gelesen zu haben, vll. noch ein nützlicher Hinweis: Wenn man ein schwingendfähiges System auslenkt und sich selbst überlässt wird es nach einem kurzen Übergang mit der Eigenfrequenz schwingen. Das könnte m.M.n. auch die Ursache sein.
fosti schrieb:Aber ist nicht gerade beim W22EX001 1,5kHz die K3 Grundwelle der Membranreso bei 4,5 kHz und damit richtigerweise auch den 1,5kHz zugeordnet?
Hi Christoph,
dann wären aber die 1,5 kHz die REso und 4,5 kHz die K3, oder?
Zitat:Aber ist nicht gerade beim W22EX001 1,5kHz die K3 Grundwelle der Membranreso bei 4,5 kHz und damit richtigerweise auch den 1,5kHz zugeordnet?
Yep, die 1,5kHz ist die Grundwelle und der erzeugte K3 liegt genau auf der Membranreso, deshalb "explodiert" der K3 an dieser Stelle, da durch die Membranresonanz der K3, der 1,5kHz Grundwelle, gleich mal um 10-15dB angehoben wird - so würde ich das sehen.
Zitat:dann wären aber die 1,5 kHz die REso und 4,5 kHz die K3, oder?