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07.01.2026, 09:43
Moin zusammen!
Was braucht man um Infraschall zu messen?
Scheint ja nicht so einfach zu sein.
Gruß
Arnim
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07.01.2026, 09:55
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.01.2026, 09:56 von 4711Catweasle.)
Moin Arnim,
Gibt wohl Mikros die das (bis zu einer bestimmten Grenze) können.
So richtig tieffrequent wird, Wissen aus Dokus  , mittels Druckaufnehmer (ähnlich Schwingungsaufnehmer) gemessen.
Dann gibt es noch Seismographen....
Gruß Karsten
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Hier habe ich diesen kurzen Abschnitt gefunden:
Zitat:Infraschall: Gerät zur Messung
Die Frequenzen von etwa 5 bis 10 Hz können gemessen werden, wenn deren Schallpegel grösser als 20 dB beträgt. Dafür reicht das gängige Equipment mit Mikrofonen und Drucksensoren. Sollte die Quelle weniger starke Wellen aussenden, dann sind diese gängigen Messgeräte nicht sensibel genug. Gemessen werden kann Infraschall mit Mikrobarometern, die schnelle Druckveränderungen wahrnehmen und dafür konzipiert sind, Atomwaffentests zu registrieren.
Darf ich fragen, was genau du messen willst und warum?
Viele Grüße
Michael
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Danke erstmal für die Tipps!
Ich würde gerne wissen ob die Riesenlüfter von Wärmepumpenaggregaten Infraschallanteile produzieren. Bsp. Interferenz von mehreren Geräten. Vermutlich braucht man Großmembran Kapseln.
Gruß
Arnim
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.01.2026, 14:35 von JFA.)
(07.01.2026, 10:13)ArLo62 schrieb: Ich würde gerne wissen ob die Riesenlüfter von Wärmepumpenaggregaten Infraschallanteile produzieren.
Ja, wie jeder Antrieb, Rumpeln* wie beim Plattenspieler. Da das aber nicht von irgendwas verstärkt wird ist es nicht weiter als Störschallquelle relevant (aber evtl mechanisch spürbar, z.B. an den Rohren).
Ansonsten produzieren die, wie jeder Antrieb, nur Frequenzen auf der Rotationsfrequenz und deren Vielfachen.
Zitat: Bsp. Interferenz von mehreren Geräten.
Solange die nicht mechanisch gekoppelt sind passiert da eigentlich nichts (zumindest nicht bei den zu erwartenden Schalldrücken, wären die so groß, dass da was passiert dann hättest du schon Probleme mit den Nachbarn, weil die dann kein Porzellan in die Schränke tun könnten).
Zitat:Vermutlich braucht man Großmembran Kapseln.
Hast du einen Zirkus oder Zoo in der Stadt? Leih dir da einen Elefanten...
* hatte mal einen Kunden der mir unbedingt zeigen wollte, wie Scheiße doch mein Lautsprecher wäre. Da hatte er eine digitalisierte LP-Aufnahme dabei. Wie es sich für einen echten HighEnder geziemt hatte er natürlich keinen Rumpelfilter dabei eingestellt
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(07.01.2026, 14:33)JFA schrieb: Wie es sich für einen echten HighEnder geziemt hatte er natürlich keinen Rumpelfilter dabei eingestellt
Gruß Karsten
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Ich muss ein Stützkreuz im Bassabteil einbauen. Frage: Fest verkleben oder elastisch mit Acryl?
Danke im voraus für die Antworten.
Gruß
Arnim
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Egal. Hatte ich mal getestet, ob viscoelastische Kleber da was nutzen. Nein.
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Moin und Danke fürs Feedback. Habe ich ja alles richtig gemacht
Gruß
Arnim
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Sorry .. zu undifferenziert? Versteifung schiebt Resonanzen hin zu höheren Frequenzen. Elastische Verklebungen dämpfen Resonanzen dann (vermutlich ändert sich die Resonanz der Fläche auch ein wenig). Reiner Subwoofer würde ich auch eher feste Verklebung nehmen. Aber gilt das für alle Frequenzbereich.
Herzliche Gruesse
Michael
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23.02.2026, 09:45
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.02.2026, 09:49 von walwal.)
Das Problem einer "gedämpften" verstrebung ist, dass sie nur punktuell wirkt, man müsste vorher messen, wo die stärkste Schwingung auftritt. Viel einfacher ist, die gesamte Fläche mit einem Sandwich zu dämpfen. Die Versteifung im Bass müssen aber sein, weil das Sandwich da nicht wirkt. Im Sub reichen Versteifungen.
Elastisch sollten die aber nicht sein, die schwingen nach, viscoelastisch heißt das Zauberwort.
Perfekt ist Sorbothane, aber extrem teuer, Knetmasse aus Butylkautschuk ist auch sehr gut.
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23.02.2026, 09:52
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.02.2026, 09:57 von JFA.)
Mal so reingeworfen, weil da immer wieder durcheinander geworfen wird. Das mag jetzt vielleicht wie semantische Wortklauberei sein, ist aber auch durchaus für das Verständnis der Vorgänge interessant.
Eine rein "elastische" Verbindung besitzt keine dämpfenden Eigenschaften im Sinne von Energieumwandlung (zB mechanische Schwingung in Wärme). Sie kann aber, durch die Elastizität (in elektro-mechanischer Analogie meist als Induktivität dargestellt) als Tiefpass wirken und die Übertragung von Schwingungen von einem zum anderen Bauteil reduzieren.
Um tatsächlich Schwingungen zu dämpfen muss daher irgendwo Reibung herkommen. Das sind dann zB viskoelastische Materialien (Bitumen), es kann aber auch durch sowas wie ein ganz ordinärer Stoßdämpfer sein, bei dem eine (vorzugsweise eh schon sehr viskose) Flüssigkeit die Bewegung eines Kolbens dämpft.
Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie viskos oder elastisch ausgehärtetes Acryl oder Silikon ist. Ich glaube aber nicht viel, könnte man aber relativ einfach testen (qualitativ, nicht quantitativ): einfach eine dicke Raupe legen, austrocknen lassen und dann im Drucktest prüfen, wie schnell die wieder in Form zurückspringt. Schnell: kaum Dämpfung, langsam: viel Dämpfung.
Und wenn das nicht viskos, also rein elastisch, ist, dann passiert bei der Anwendung in so einem Versteigungskreuz:
- unterhalb der Resonanzfrequenz, gebildet aus dem System zu versteifende Wand <-> Feder <-> Versteifungsbrett: das Verhält sich wie eine ganz normale Versteifung (Achtung, Einschränkung kommt gleich)
- oberhalb der Resonanzfrequenz schwingen die zu versteifenden Wände zunehmend frei (Achtung, jetzt kommt die Einschränkung)
- Durch fehlende Dämpfung kann es auf der Resonanzfrequenz zu erhöhter Schwingung kommen und durch die Einbringung eines weiteren Energiespeichers (der elastischen "Feder") erhöht sich die Komplexität des Systems und es kann daher zu mehr Resonanzen also vorher kommen.
Allerdings sagt mir mein Bauchgefühl das, wenn man da nur eine dünne Raupe Acryl reintut, dass genau das passieren wird, was walwal beschrieben hat: nix.
Edit: Basotect ist ein gutes Bespiel für ein sehr elastisches Material mit wenig innerer Dämpfung. Deswegen benutze ich das hier auf der Arbeit, um eine kleine selbstgebaute Vibrationsplatte (für Mikrovibrationen zum Testen von Batteriekontakten, wildes Thema) vom Schrank auf dem die steht zu Entkoppeln. Das würde nicht funktionieren, wenn Basotect viel innere Reibung hätte. Ich komme gerade drauf, weil ich genau auf die Konstruktion schaue)
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Hatte mich auch gefragt wo die Energie im Acryl/ Silikon denn bleiben soll. Wärme entsteht da ja eher nicht. Ich hab's jetzt maximal versteift. Beim Bass Testgehäuse ohne Versteifung hatte ich schon ein komisches Gefühl Vor allem alles das Geklapper der Gläser aus dem Schrank dazu kam. Bei lächerlicher Eingangsleistung.
Gruß
Arnim
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Hier sieht das gut.
Neoprene ist elastisch und schwingt nach
Butylkautschuk dämpft gut
Sorbothan super
https://www.bfly-audio.de/technologie/sorbothane.html
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Was ist den von diesen Green Glue-Produkten zu halten?
https://advancedacoustics-uk.com/de-de/c...e-products
Sind teuer, meine aber gelesen zu haben, das es gerne als Zwischenschicht bei CLD genommen wird.
Gruß Tommi
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23.02.2026, 12:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.02.2026, 12:58 von walwal.)
Sollte wirken. Aber die Zwischenschicht muss für gute Wirkung 4-5 mm dick sein. Dann lieber selbstklebendes Butyl nehmen oder auf die Innenseite Alubutyl. Letzteres ist preiswert und erprobt.
Es gibt ein hervorragendes 2K-PU, aber da muss man 10 kg abnehmen. Nicht der Käufer...
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Mehrschichtwerkstoffe gibt es fertig bei z.B.
https://www.rudolf-rost.de/de/materialien-schiene/
Das Bary Vam schaut interessant aus, hab aber keine Ahnung, was das kostet.
am Ziel
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Vielleicht reicht auch schon das PolyVan, und ist immerhin natürlichem Ursprungs. 31 dB Schalldämmwert bei 16 mm Stärke, für reines MDF habe ich 30 bis 40 dB bei 100 mm gefunden. Das wäre schon eine erhebliche Verbesserung. Es kommt aber darauf an, was da wirklich gemessen wurde, die Norm kenne ich nicht.
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23.02.2026, 14:44
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.02.2026, 14:52 von walwal.)
Spanplatten mit einer Flächendichte von 15 bis 20 kg/m² erreichen eine Schalldämmung von 24 bis 26 dB.
Ein Sandwich aus Bitumen + Fliese verbessert das um etwa 10 dB, 2 Lagen Alubutyl etwa um 15 dB. Quelle: eigene Messungen.
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15 bis 20 kg/m², das sind aber schon ganz schön dicke Platten. 15 kg/m² sind 23 mm Platten (bei 650 kg/m³). Von daher kommen die 30 bis 40 dB schon ganz gut hin. Da ist dann das Polyvan ganz ordentlich, wenn der Wert vergleichbar ist (kommt auf das Messverfahren an). Außerdem muss man sich noch das Resonanzverhalten anschauen.
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