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3D-Druck funieren möglich?
#1
Hi zusammen.

Da das Thema 3D-Druck wieder angesprochen wurde und ich auch was Gedrucktes für mein Projekt brauche: Kann man das auch funieren?
Ich hab ja null Plan, weiss nur das man z.B. Safiro mit Hilfe eines Bügeleisen aufträgt. Das Drucken erfolgt ja bei höheren Temperaturen.
Aber kann da was aufweichen oder sich verziehen?

Gruß Tommi
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#2
Also beim normalen Furnieren verwendet man ja Holz und Holzleim welcher durch das Bügeleisen dann erhitzt wird und schnell aushärtet.
Bei 3D Druck sprich Plastik muss man dann wohl Epoxid verwenden. Stell ich mir schwierig vor bezüglich Verarbeitung, Temperaturführung, Blasenbildung usw.
Aber vielleicht gibt es ja spezielle Harze/Mischungen die für solche Arbeiten gedacht sind.
Teileise wurde aber auch mit Pattex furniert? Eventuell hält das Zeugs gut auf den 3D Druckmaterialien?
Grüße
Simon
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#3
auch wenn man es fast nicht glauben kann: leim hält auch auf kunststoff, wenn dieser rauh genug ist und wenig kraft übertragen muß - nur: mitm bügeleisen wird das eher nicht funktionieren...
ich sehe das problem auch weniger bei der haftung des furniers auf dem material, sondern vielmehr bei der ungenauigkeit des gedruckten untergrunds, wie welligkeiten und runde ecken. hinzu kommt das problem des verziehens der flächen nach einiger zeit.

mir stellt sich hier mehr die generelle frage nach der sinnhaftigkeit, erst ne plastikkiste zu drucken, um dieses dann mit holz zu kaschieren.
"Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd" (chinesisches Sprichwort)

grüße,
martin
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#4
Kleben auf Kunststoff / (Plaste/Elaste)  das ist ein weites Feld.

Hier mal ein Link zu dem Thema Kleben auf (Kunststoff / (Plaste/Elaste aus Schkopau))
https://www.youtube.com/watch?v=3WeLQRdF9vI

Bei etwa 6:40

Klebt auch Alu! (auch beim Cosmas zu finden)

Ist aber ein sehr spannendes Thema. (An PP klebt eigentlich gar nix, es sei denn....)

Gruß
Thomas
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#5
(13.07.2026, 18:00)ThomasF schrieb: (An PP klebt eigentlich gar nix, es sei denn....)

Es gibt schon Kleber, die auch PP und andere schwer zu klebende Kunststoffe kleben, zum Beispiel technicoll 9410-1 und technicoll 9110. Ich habe beide schon verwendet, sie haben beide sehr spezifische Anwendungsfälle.
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#6
Moin,
guckt mal auf euer Thermometer. Plaste und Holz haben deutlich unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizenten, wie soll das halten?
Außerdem bekomme ich beim Echtholzfunieraufkleben auf Kunststoff Pickel im Gesicht.
DC-Fix "Funier" hat damit keine Probleme ..... aber das führt noch zu Pickeln an noch anderen StellenBig Grin.
Aber jeder wie er mag Smile.
Gruß Kalle
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#7
Da die Frage aufkam wie man auf so eine Idee kommt.

Das Oberteil meines Projekts hat eine etwas aufwändige Form und ich leider nur ein begrenzte Ausstattung an günstigem Werkzeug. Da hab ich gedacht das 3D-Druck vielleicht besser wäre.
Ober- und Unterteil sollen aber eine durchgehende Furnierapplikation für die Optik erhalten.
Wird wohl nix.

Gruß Tommi
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#8
Tommi,
vielleicht eine Funierplatte aus dem Modellbau nehmen. Die sind sehr dünn und stabil aber teuer.
oder zwei Funiere kreuzweise  mit Weißleim und Druck verkleben und elastisch aufkleben.

Gruß Kalle
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#9
Ich verwende fast immer Pattex classik. Auf beide Flächen auftragen und nach 10 min andrücken. Furnier mit Vlies/Papierrücken geht am enfachsten. Es gibt auch spezielles Biegefurnier.

https://www.modulor.de/decoflex-furnier.html

Alternativ 3D-Folie nehmen

https://www.muster-folien.de/folien-produkte/3d-folien/
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#10
Hallo walwal,

hast Du Lust das "andrücken" genauer zu beschreiben? Per Holzbrett und Hammer? Geht das auch sanfter? Wo fängst Du an und wie gehst Du dann weiter vor?
Normale und gefügte Furnieren sind dann ja meist in sich "gerollt". Vermutlich mittig positionieren und dann dort der erste "Schlag"?

Genau hier könnte es ja Problem mit 3D Drucken geben - die Wände sind ja meist nicht so massiv wie Holzplatten.
Grüße
Simon
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#11
Das andrücken geht gut mit einem Stück Weichholz.
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#12
0,4-0,6 mm Flugzeugsperrholz.
Gruß
Arnim

Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding. Erwin Schrödinger.
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#13
Beides bei modulor erhältlich. Macht aber nur Sinn, wenn die Form "abwickelbar" ist.
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#14
zuerst mal ein paar Hintergrundinfos:
https://datasheets.tdx.henkel.com/PONAL-...-de_DE.pdf

die modernen Holzleime bestehen aus Kunststoffen, sprich Thermoplasten meist PVAc die man wieder aufschmelzen kann und dies kann man Nutzen für das Aufbringen von Furnieren auf andere Materialien. Sogenannte Bügelmethode.
Vor rund 30 Jahren habe ich bei der damaligen HIB in Bruchsal gearbeitet wo man Holz-Autoteile für den Innenraum gefertigt hat, beim Verlassen der Firma habe ich einige Präsente geschenkt bekommen. Maus, Klinexbox und andere Kunststoffteile die man nachträglich in der Prototypenwerkstatt furniert hat. ES GEHT ALSO, dass man Furnier auf Kunststoff aufbringt. 

Über viele Zwischenschritte über mehrere Jahrzehnte hat man auch heute bei Luxusfahrzeugen immer noch Furnier im Auto mit einer kleinen Zwischenschicht aus 0,2 mm Alu und aufgebracht auf 2,5 mm Kunststoff, meist ABS, oder PC+ABS.

Das geht in Heimbereich in der Regel ohne die Zwischenschicht, die man nur braucht wegen dem Wärmewechseltest bei Automobilen. Die großen Temperaturschwankungen hat man im heimischen Raum einfach nicht, deswegen würde ich mir auch keine Sorgen wegen den unterschiedlichen Wärmeausdehnungen machen. 

Also dünne Schicht Leim auf das Furnier und dünne Schicht auf Kunststoff, dann abdampfen lassen, je nach Leim rund eine halbe Stunde. Dann Furnier auf Kunststoff legen und auf der Furnierseite mit Bügeleisen warm machen. Mit etwas Übung und Druck bekommt man dies hin. Wenn man eine Vakuumpresse hat dann natürlich Furnier gleich auf Kunststoff legen und verpressen, Feucht.

Die Kunststoffzwischenschicht härtet bei einigen Klebersorten nicht vollständig aus, sondern bleibt teilelastisch, was in kleinen Bereichen Temperaturschwanungen ausgleicht. 

Gruß Timo
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#15
Ob nun sinnvoll oder nicht: WENN ich sowas machen würde, dann vermutlich auch mit Pattex Kontaktkleber. Ja, man muss das ordentlich zusammenpressen, aber je nach Filament, kann das das ab. ABS oder ASA wären da wohl meine Wahl. PLA bricht sehr schnell während ABS oder ASA eher deformieren. Muss man mit ein wenig Fingerspitzengefühl ran.
Viele Grüße,

Rouven

Roul-DIY // Der Akustische Untergrund // Lautsprecherbau-Community
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