(12.05.2026, 19:14)MT200 schrieb: Ich habe auch mal überlegt, eine class D mit Bipolartransistoren oder gar Röhren zu bauen. Nicht weil es Sinn macht (tut es nämlich absolut nicht)
Warum nicht? BJTs kann man sehr gut dafür verwenden, IGBTs gibt es ja auch, aus gutem Grund. PWM-gesteuerte Motortreiber mit BJTs sind auch (noch) nicht selten. Der einzige Hinderungsgrund ist die nicht sonderlich hohe Schaltfrequenz, aber das lässt sich umgehen. Zum Einen muss die gar nicht so hoch sein (für ideale Demodulation bei Dreiecksmodulation mit idealem TP-Filter reicht pi*Fmax, Audio also 63 kHz), und es gibt Mittel und Wege das noch weiter zu verbessern (SSB Modulation zB). Und man kann eine Tri-State-Modulation verwenden, dann hält sich der Aufwand für die Totzeiten beim Schalten in Grenzen (aber ich weiß nicht, wie hoch die Schaltfrequenz dann theoretisch sein müsste). Dazu braucht es nur einen Window- statt eines ordinären -komparator.
P.S.: natürlich ist es Schwachsinn, aber wenn man schon rumspinnt, dann doch wohl richtig, oder?
Darakon, ich erinnere mich, dass ich Stillschweigen versprochen habe. Wenn möglich, werde ich darüber schreiben.
Also, die Leistungsfähigkeit von Germaniumtransistoren. Es gibt ein YouTube-Video über einen Verstärker mit nur einem Transistor. Dieser Transistor ist ziemlich alt und stammt aus Russland. Ich erinnere mich daran, seit ich zum ersten Mal einen Lötkolben in der Hand hielt. Er hat eine Ausgangsleistung von 60 Watt und wird häufig in militärischer Ausrüstung eingesetzt. Er ist weder klein noch leicht, kann aber dennoch jedes Signal verstärken.
Ich habe darauf hingewiesen, dass ein Verstärker mit vielen Transistoren keinen klaren Klang erzeugt, selbst mit dem von mir gezeigten idealen Netzteil. Der Grund ist einfach: Aktive Bauelemente können die Klangqualität schon bei wenigen Watt deutlich beeinflussen. Können Sie sich einen Verstärker mit Germaniumtransistoren, einer geringen Anzahl von Transistoren und … einem japanischen Netzteil vorstellen? Unglaublich! Und ehrlich gesagt, so etwas gibt es kein zweites Mal!
Und jetzt hab ich sogar noch was On-Top für euch. Es gibt sogar sogenannte Elektronenstrahlröhren, die eigentlich nur Elektronenbeschleuniger sind. Sowas nennt man Röhren. Ein einzige (wohlghemerkt einzige !!) Röhre kann bereits einen ganzen Lautsprecher antreiben und das hatte es bereits schon vor 80 Jahren gemacht...Leute, Leute...:-)
(13.05.2026, 15:07)SNT schrieb: ............. Es gibt sogar sogenannte Elektronenstrahlröhren, die eigentlich nur Elektronenbeschleuniger sind. .................
02.09.2026, 13:54 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.09.2026, 13:54 von E280F.)
Hallo,
so, die Schaltung ist mittlerweile wieder bei mir eingetroffen.
Hier aus dem Forum gab es keine Probehörer. Die Rückmeldungen anderer haben mir aber auch gezeigt, dass sie Spaß am Testen hatten.
Wie geht es jetzt weiter?
Ich werde in den nächsten Tagen die Ergebnisse in einem Bericht zusammenfassen und den auch hier online stellen.
Ich habe mittlerweile zwei Platinen nahezu fertig, eine Platine mit einem Transistor und eine umschaltbare Platine mit drei Transistoren. Die Transistoren können bei beiden Ausführungen beliebig gewechselt werden.
Diese würde ich dann bei Interesse fertigen lassen und zum Selbstkostenpreis weitergeben.
02.09.2026, 14:03 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.09.2026, 14:04 von Olaf_HH.)
Hallo Frank
bin erst jetzt auf diesen Thread gestoßen.
Grundsätzlich verstehe ich deine Schaltung so, das Klirrkomponenten in den Signalweg gebracht werden, die einen Röhrenähnlichen Klangeindruck bewirken sollen, ähnlich einem Hybridverstärkers ?
Du schreibst was von Einstellungen testen, was sind das für Einstellungen, bzw. was sollen sie bewirken ?
Ich lese erst jetzt davon und habe eine Verständnisfrage: Man steckt es zwischen Quelle und Verstärker und kann dann zwischen "direct" und "Germanium-Gain" umschalten?
Hintergrund: Meine Haupt-Verstärker-Lautsprecher-Kombi ist irre räumlich und genau. Bei 95% der Musik ein Traum. Aber manchmal, vielleicht auch bei technisch nicht ganz perfekten Aufnahmen von richtig schön dreckigem Metal, ist es irgendwie anstrengend, da wünsche ich mir einfach mehr Röhre, mehr Gain, mehr Rockenrohl.
(03.09.2026, 08:15)Koaxfan schrieb: Ich lese erst jetzt davon und habe eine Verständnisfrage: Man steckt es zwischen Quelle und Verstärker und kann dann zwischen "direct" und "Germanium-Gain" umschalten?
Hintergrund: Meine Haupt-Verstärker-Lautsprecher-Kombi ist irre räumlich und genau. Bei 95% der Musik ein Traum. Aber manchmal, vielleicht auch bei technisch nicht ganz perfekten Aufnahmen von richtig schön dreckigem Metal, ist es irgendwie anstrengend, da wünsche ich mir einfach mehr Röhre, mehr Gain, mehr Rockenrohl.
Wäre das für mich testenswert?
Entschuldigung für die Unterbrechung, ich hatte versprochen, still zu sein, aber ich habe noch Fragen, die ich nicht beantworten kann.
Ich kenne die Gründe für den harten, metallischen Klang. Germaniumtransistoren können helfen, aber nicht vollständig. Mit einem Standardnetzteil am Verstärker hört man zwar einen Unterschied, aber nicht den vollen Effekt eines natürlichen Klangs. Standardnetzteile mit Stabilisierungsstufe tragen nichts zum Klang bei. Class-D-Verstärker, die Schaltnetzteile verwenden, sind ein Sonderfall; ihr Klang ist schlichtweg katastrophal.
Ich werde hier nicht auf die Feinheiten von Klang und Verstärkernetzteil eingehen. Das werde ich in einem neuen Thread speziell zu diesem Thema tun. Ich hoffe sehr, dass ich nicht unterbrochen werde, wie vor fünf Jahren. Im Grunde finden Sie in diesem Thema viele neue Informationen; es ist das, was Sie hätten wissen müssen, aber in Ihrer Ausbildung nicht gelernt haben.
Es geht nicht um beliebig verbiegen. Mir geht es um niederordentliche harmonische Verzerrung, insbesondere H2/H3, sanft einsetzende Sättigung bzw. Soft Clipping, sowie idealerweise die gleiche Wechselwirkung die eine echte Röhren-Endstufe mit der höheren Ausgangsimpedanz der Lautsprecherimpedanz hat. Dazu hänge ich eher bei Thermionic Culture Vulture, Rupert Neve 542, Pass/Korg Nutube Preamp, Nelson Pass H2 Generator oder SPL TwinTube Plugin. Dieses Gerät könnte in die Richtung gehen, ob es dann am Bauelement „Germanium“ oder ganz klassisch an Arbeitspunkt, Kennlinie und Schaltung liegt, ist mir auch grad egal. Versuch macht kluch. Ich würde gerne versuchen.
Die Nutube ist dafür eine gute Idee. Hatte ich mir auch schon mal überlegt.
Ich habe mal eine ganze Zeit mit Röhrenverstärkern für Gitarren rumexperimentiert. Daher weiß ich, dass das gar nicht so einfach ist die Verzerrungen so einzustellen, wie man sich die wünscht. Und da weiß ich nicht, ob die Nutube flexibel genug ist dafür. Wünsche dir viel Erfolg und würde mich freuen, wenn du deine Ergebnisse weiter kommunizierst.
Germanium Transistoren hatte ich in meinem allerersten Hifi Vollverstärker. Das war ein SV 80 vom Grundig. Tatsächlich hat der sehr röhrenähnlich geklungen meine ich. Könnte aber auch an der altersgemäßen Verklitterung von Erinnerungen liegen. Ich weiß nur, dass das damals eine eine Dauerbaustelle war. Ich glaube, ich werde heute keine Germanium Transistoren mehr einsetzen wollen. Ich hätte lieber gar keine Verzerrungen mehr, vor allen Dingen nicht die die vom Ohr selbst kommen. Man weiß gar nicht was man hat/ tut wenn man mit gesunden Ohren in ein Metal Konzert geht und sich stundenlang die Dröhnung gibt.
Gruß
Arnim
Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding. Erwin Schrödinger.
Dies ist meine Erkenntnismethode, und alles, was ich erreiche, basiert darauf. Und was ich erreicht habe, unterscheidet sich deutlich von etablierten Konzepten und Methoden.
03.09.2026, 12:12 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.09.2026, 12:27 von Koaxfan.)
Als ich Kinder hatte und im Kasperletheater der Kasperl fragte "Seid Ihr wirklich alle da? Ich kann Euch nicht hören!" da habe ich mir gewünscht, ich wäre auf restlos jedes Manowar&Motorhead Konzert gegangen.
Der Pegel ist tatsächlich ein Aspekt. Mein aktuelles "Problem" ist, dass ich auch bei derben Pegeln keine Verzerrungen habe. Das ist eben fast immer sehr sehr geil, nur manchmal nicht, und in diesen seltenen Fällen hätte ich gerne eine zwischenschaltbare Röhre o.ä.
(03.09.2026, 11:22)Koaxfan schrieb: Es geht nicht um beliebig verbiegen. Mir geht es um niederordentliche harmonische Verzerrung, insbesondere H2/H3, sanft einsetzende Sättigung bzw. Soft Clipping, sowie idealerweise die gleiche Wechselwirkung die eine echte Röhren-Endstufe mit der höheren Ausgangsimpedanz der Lautsprecherimpedanz hat. Dazu hänge ich eher bei Thermionic Culture Vulture, Rupert Neve 542, Pass/Korg Nutube Preamp, Nelson Pass H2 Generator oder SPL TwinTube Plugin. Dieses Gerät könnte in die Richtung gehen, ob es dann am Bauelement „Germanium“ oder ganz klassisch an Arbeitspunkt, Kennlinie und Schaltung liegt, ist mir auch grad egal. Versuch macht kluch. Ich würde gerne versuchen.
Ich persönlich glaube auch nicht, dass der alte Grundig damals wegen den Germanium. Transistoren so gut geklungen hat. Transistoren sollen ja im linearen Teil der kennlinie betrieben werden. Was macht es da, ob es Germanium oder Silizium ist ? Ich denke es war die Schaltung an sich, die Grundig damals verwendet hat. Ich weiß noch, dass jede Menge Induktionen/Drosseln in dem Ding verbaut waren. Und die ganzen Elkos waren Tantaltypen (leider). Und das alles schon Ende der 60er Jahre.
Gruß
Arnim
Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding. Erwin Schrödinger.
03.09.2026, 14:07 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.09.2026, 14:12 von E280F.)
Hallo,
in den letzten Threats wurde bereits vieles richtiges gesagt.
Das Gerät schiebt ein Line-Signal durch einen Ge-Transistor und "legt" die Germaniumkennlinie (also auch deren Harmonischen) über das Signal.
Wie das hinterher klingt ist sehr individuell und hängt auch von der Kette ab. Tester sprechen von weicherem Klang der z.B. Zischlaute von Frauenstimmen mildern kann, aber auch von einer "akustischen Lupe".
Unter "verschiedenen Einstellungen" verstehe ich die Verwednung von verschiedenen Ge-Transistoren, vom NF-Typ über ZF- und HF-Typen bis zu TO3 Klopper.
Diese erzeugen jeweils auch unterschiedlichen Klang, Bühnen usw.
Die Testschaltung ist so aufgebaut, dass man recht schnell die Transistoren wechseln kann.
Die Schaltung bietet eine günstige Möglichkeit für Anpassungen und wer Lust am Testen und Eperimentieren hat wird damit Freude haben. Man kann neben verschiedenen Ge-Transistoren auch mit Kondensatoren testen.
So aufwändig wie das Behringergerät ist meine Schaltung nicht, wie immer glänzt sie bei meinen Entwicklungen durch Einfachheit.
Aber gebt mir noch ein paar Tage Zeit. Wer unbedingt schon vorher Infos möchte kann mich per PN anschreiben, dann sende ich ihm das Testmanual zu, das möchte ich nicht veröffentlichen.
Thema Netzteil. Ja das gibt es auch, da die Schaltung nur 3 mA braucht, ist es ein Steckernetzteil mit einer großen Kapazität zur Siebung.
in den letzten Threats wurde bereits vieles richtiges gesagt.
Das Gerät schiebt ein Line-Signal durch einen Ge-Transistor und "legt" die Germaniumkennlinie (also auch deren Harmonischen) über das Signal.
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Viele Grüße
Frank
Sie werden etwas Merkwürdiges hören – es gibt keinen eindeutigen Klangunterschied, nicht einmal zwischen einer Röhre und einem Transistor. Es gibt einen Unterschied in der Signalverarbeitung, und dieser lässt sich als Verzerrungsquelle eliminieren. Genau das werde ich in einem anderen Thread demonstrieren. Ein wenig Geduld, dann eröffne ich einen neuen Thread.