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Wenn die KI anfängt zu schwurbeln...
#41
11. Man braucht heute deutlich weniger Expertenwissen, um eine Lösung zusammenzunageln — und sie funktioniert. Nur entsteht Expertise als Nebenprodukt von Arbeit an schwierigen Aufgaben. Fallen die weg, entstehen keine Experten: nicht weil niemand es lernen wollte, sondern weil es die Stellen nicht mehr gibt, an denen man es wird.

12. Das schließt sich selbst: weniger Expertenbedarf → weniger Experten → weniger Fähigkeit, den Unterschied zwischen einer guten und einer zusammengenagelten Lösung überhaupt zu sehen → noch weniger Anlass, Experten zu bezahlen. Am Ende steht eine Organisation, die nicht mehr weiß, was sie nicht weiß. Auffallen wird es erst im Störfall — dann fehlt die Person, die vorher überflüssig schien.

Claude hat als erster hier verstanden, wo das Problem liegt - die Warnung vor sich selbst ist einfach köstlich ...
Gruß Klaus

Die Entwicklung von KI muss verpflichtend mit geistiger „Aufforstung“ verbunden werden – für ein Rechenzentrum sind 10 Schulen zu bauen und zu betreiben ...
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#42
Moin,

hier mein Senf dazu. Ich finde es erstaunlich faszinierend was heute mit der Hilfe von KI gelingt.
Habt ihr schon mal einen komplexen Schaltplan (z.B. Röhrenschaltplan eines Verstärkers als JPG) in die KI geladen und habt den Befehl gegeben: Analysiere die Arbeitspunkte?

Oder die Frage: Entwickle ein Gehäuse für den JBL 2226 Was da in kürzester Zeit rauskommt.....danach die Frage nach dem goldenen Schnitt...etc 


Gruß Barossi
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#43
"Behalte die ursprüngliche Konzeptbeschreibung als Faktenbasis bei. Ignoriere aber alle Ideen, Entscheidungen und Richtungen, die wir seither dazu entwickelt haben. Denke auf Basis dieser Grundlage komplett neu – ohne dich an bisherigen Vorschlägen, Formaten oder Lösungsansätzen zu orientieren."
War mein letzter Prompt heute Abend an eine KI. Spannendes Ergebnis, wirklich. Kann ich nur empfehlen, wenn man sich selbst festgefahren hat.
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#44
Einmal ganz allgemein, irgendwo hatte ich in diesem Thread eine zitierfähige Passage gelesen, ich finde sie aber nicht wieder. 

Ein großes Problem, nicht nur bei KIs, ist die verifizierbarkeit. Also: ist das, was ich da mache, eigentlich korrekt. Und das ist extrem schwierig, und meiner Meinung wird das durch den Einsatz von KI noch schwieriger. Zum Einen, weil denen geglaubt wird, zum Anderen, und das ist viel schwerwiegender, dass durch KI die Hintergründe nicht mehr verstanden werden. Wo vorher sich etliche Leute den Kopf drüber zerbrochen und das Problem und seiner Komplexität verstanden haben, verschwindet das einfach in den Untiefen der KI. 

Und doch, trotz meiner Widerstände, habe ich tatsächlich die Tage die KI für was produktives verwenden können. Ich hatte das Problem, in dem test framework einen GPIO dauerhaft zu überwachen. Code angeschaut, das ist easy, Klassenfunktion geschrieben die genau das macht, funktioniert nicht. Ich bin in entliche Untiefen des frameworks abgestiegen (es ist weder von mir und dazu noch in Python, was ich eh nie verstehen werde, warum man das nutzt und nicht doch gleich C), aber keine Erkenntnis. Also wider Willen die KI gefragt, und die hat das tatsächlich korrekt analysiert. Weil der Teil mit den GPIOs in einem anderen Thread lief, konnte ein dort erzeugter Fehler nicht hoch ins test framework durchgereicht werden. Anderere Kontext. Welcher Idiot das so angelegt hat werde ich noch in Erfahrung bringen. 

Spannend war die Lösung: es gibt im test framework einen sogenannten listener hook. Und den hat die KI dann tatsächlich sinnbringend verwendet. 

Wenn ich beide Dinge, falscher Thread Kontext und listener hook, gewusst hätte, wäre ich auch selbst auf die Lösung gekommen. Und wahrscheinlich auch auf eine elegantere, schönere, nicht voller Spaghetti steckende. Aber in diesem Fall hat mir die KI einige Stunden Arbeit abgenommen, um etwas zumindest funktionierendes zu erschaffen. Die nach meinem Code Review auch korrekt ist. 

Dafür hat es natürlich ca 4 Iterationen benötig.
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