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Aktivweiche inkl. Raumkorrektur als Standalone Gerät
#1
Hallo,

ich kenne mich gar nicht mehr genau aus, was es derzeit so am Markt gibt.

Derzeit betreibe ich einen AudioPC mit Accourate und Accourate Convolver. Über die Qualität der Software von Uli Brüggemann muss man nicht lange sprechen, das ist top.

Dazu noch eine DSM260 Weiche für meine DIY Aktivspeaker

Allerdings stört mich schon länger, das das ganze Geraffel nur mit eingeschaltetem PC laufen muss.

Gibt es da schon etwas als Standalone Gerät, also einen Convolver DSP mit FIR Filtern und einer Aktivweiche, welches man zwischen einen DAC und Vorstufe sowie den Endstufen speisen kann?

Danke und Gruß
Joshi
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#2
-Audiovolver hat doch Geräte
-DEQX

Aber kosten halt...
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#3
Hallo Joshi,

lustig - bei der gleichen Suche vor kurzer Zeit hat mich josh_cpct auf die Motu aufmerksam gemacht und mich auf den Acourateweg gebracht. Smile
http://www.diy-hifi-forum.eu/forum/showt...hp?t=15873

Die Lösungen (DSP mit FIR) die ich gefunden hatte (bezahlbar) sind in den Taps auf irgendwas bei 6000 limitiert.

Also --- ich warte mal mit Dir auf die Antworten. Das würde mich auch interessieren.

Viele Grüße
Jens
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#4
Antworten sind bereits gegeben (siehe oben). Beide genannten Standalone- Geräte sind nicht limitiert auf wenige taps aber kosten Geld.

Was anderes gibts in der Art nicht wegen ist nicht... kannst du lange warten. :p

"Suche Ferrari aber bitte für 300 Euro" ?? Smile
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#5
Hallo Namensvetter Smile

Das Problem ist dass sämtliche Standalone Geräte mit sehr schwachen CPU und winzigem RAM ausgestattet sind. IdR werden nur 1000 bis 9000 tabs unterstützt.

Diese haben zwar noch separat die Möglichkeit den Frequenzgang mit IIR Filtern zu korrigieren. So hat man die FIR tabs nur für die Phase zur Verfügung.
Aber... selbst 9000 tabs reichen bis maximal in den Grundton, evtl noch Kickbass für eine sanfte Phasendrehung. Alles was tiefer geht oder mehrere Perioden die Phasen dreht (3+ Wege Bassreflex und schlimmeres) bleibt dann einfach unkorrigiert.

Ein leicht hinterher-hinkender Bass (Impulsverschmierung) ODER Beschränkung auf Systeme mit guter Gruppenlaufzeit (max 2-3 Wege geschlossen und sanfte XO über 200Hz) sind dann halt deine Einschränkung.

Außerdem sind "nur" standard Wandler verbaut (DAC). Highendig ist das nicht. DEQX ist sicher besser, aber auch wesentlich teurer.

Am Ende hat nur ein "echter" Rechner die Kapazität für zB 65 tausend Tabs, endlose Freiheit in der FIR Gestaltung, und die Möglichkeit Highendige Wandler für moderates Geld (Profikarten) zu verwenden.

Insbesondere die Freiheit wird der fortgeschrittene Anwender am meisten schätzen. (Keine Beschränkung in Anzahl der Wege, Weiche, etc)

Klar sieht man hin und wieder neue oder unbekannte Kits, Geräte, Boards und denkt "oh wow standalone"....
Aber bis jetzt wurde ich immer enttäuscht sobald man nach den Tabs fragt. Selbst bei hochpreisigen Geräten (5 stellig) arbeitet man noch mit schwachen CPUs.

Sicher wäre das alles baubar für die Industrie (siehe Raspberry) aber es besteht anscheinend nicht genug Nachfrage.
Schade, würde doch ein Pentium III schon ausreichen.


Deswegen kam für mich Schritt 2 die Frage, wie schaffe ich den Rechner aus dem Weg.
Ein gangbarer Weg ist, ein kleiner billiger stromsparender Headless Rechner der immer an bleibt. Irgendwo in der Vorratskammer. Über zB Netzwerkkabel.

Gruß
Josh
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#6
Ich frage einfach mal Uli nach den derzeitigen Lösungen aus dem Hause Audiovero.

Aber ich bin ja nicht nur auf Acourate festgelegt, Mini-DSP mit DiracLive gibt es offensichtlich ja auch schon etwas. Was da alles an Board ist, ist mir jedoch nicht klar.
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#7
bei Audiovero finde ich den Preamp14 von Abacus mit Convolver Engine mit 64K Taps und Streamer.

Würde das jetzt so interpretieren, das man damit als Acourate Owner seine Filter auf das Gerät spielt und alle eingehende Signale in Echtzeit faltet. Damit wäre ein PC schon mal aus dem Rennen als Convolving Engine und Zuspieler.

DSP/Aktivweichen Funktionalität müsste man weiterhin "extern" machen. Trotzdem schon mal nicht schlecht.
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#8
Joshi schrieb:DSP/Aktivweichen Funktionalität müsste man weiterhin "extern" machen.

Nicht notwendigerweise. Da der Preamp14 auch nur ein Computer mit einem Linux drauf ist, nämlich ein Raspberry Pi 2 mit Soundkarte, könnte man die Weichenfunktionalität auch dort direkt implementieren. Da es sich um Linux handelt, ist es grundsätzlich offen. Zu prüfen wäre daher, wie die Faltung implementiert ist und wo ggfs. softwareseitig die Audiokanäle abgegriffen werden können, um sie in ein entsprechendes Programm zu leiten. Wenn JACK oder ALSA oder ähnliches zum Einsatz kommen, sollte das nicht allzu schwer sein.
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#9
ein PI2 reicht von der Rechenleistung hierfür? Der übernimmt ja offensichtlich auch schon den Job des Logitech Streamers, des Falters und des Cleaners, ob's da für viel mehr dann noch reicht?
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#10
Man sollte diese ARMs nicht unterschätzen. Es kommt halt immer auf eine geschickte Implementierung an. :rtfm:
Ich selbst habe schon auf einem SHARC-DSP 3ter Generation eine Faltung mit 480000 Taps (480 kTaps) bei weniger als 5ms Latenz gemacht. Wenn ich jetzt das AES-Paper von DSP Concepts zum Vergleich zwischen ARM und SHARC zu Grunde lege, ist das durchaus realistisch.
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#11
habe die Frage mal an Uli Brüggemann gegeben.

Bei seinem erstklassigem Support habe ich sicher schnell eine Antwort.
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#12
Was ich auch noch sehr nett finde, ist der einfache Ein/Ausschalter des Convolvers.


Bei Streamingdiensten a la Netflix stell ich mir das nicht sonderlich amüsant vor, wenn der Ton durch die Convolverlatenz da einige hundert ms hinter den Lippenbewegungen her hängt.
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#13
Antwort von Uli Brüggemann

Zitat: Beim CleanVolver gibt es keine Weichenfunktionen, er kann nur stereo rein/raus. Da hat auch der RPI2 seine Grenzen.
Viele Grüsse
Uli
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#14
Joshi schrieb:Was ich auch noch sehr nett finde, ist der einfache Ein/Ausschalter des Convolvers.


Bei Streamingdiensten a la Netflix stell ich mir das nicht sonderlich amüsant vor, wenn der Ton durch die Convolverlatenz da einige hundert ms hinter den Lippenbewegungen her hängt.

Die Systemlatenz ist nur ein Bruchteil im Vergleich zur Phasenkorrektur.

Da hilft im Menü die Spezialfunktion "Convert Filter to Minphase".
Dann hört man bei Filmen halt ohne Phasenkorrektur. Der Rest bleibt.

Gruß
Josh
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#15
oder man drückt einen Knopf auf dem Preamp.
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#16
Was für einen Knopf denn ? Confused
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#17
Der Rpi 2 kann mehr als nur 2 Kanäle; mit mehr als 44,1 kHz schafft er das fehlerfrei nur über HDMI mit modifiziertem Kernel.
La vida es no ponyhof :bye:
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#18
josh_cpct schrieb:Was für einen Knopf denn ? Confused

Knopf B Big Grin


Zitat:Der Convolver



Der integrierte Convolver erlaubt das "Falten" der Musik mit geeigneten Raumkorrekturfiltern während der Wiedergabe. Diese können z.B. mit Acourate erstellt werden. Mit der Taste "B" kann der Convolver ein- aber auch ausgeschaltet werden. Der Betrieb mit Convolver ist der Normalfall, es ist aber auch möglich den Convolver mit einer Bypass-Schaltung zu umgehen. Der Zustand wird durch eine LED im Display dargestellt.
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#19
Ah das ist für die Vorstufe mit Stereoconvolver??
Dann ist halt alles weg, auch Raumkorrektur.

Gruß
Josh
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#20
Ich habe von einem Bekannten mehrmals angeboten bekommen einen kleinen Linux-basierten Standalone PC zu bauen (BruteFIR?), der sich nur um das Falten kümmert und an eine Fireface oder Motu oder... angeschlossen wird. Und das ganze für unter 300€ (+ das Interface). Also dann dürfte auch eine aktive Trennung möglich sein.
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