05.01.2020, 10:59 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.01.2020, 17:12 von Olaf_HH.)
Fosti, Ich setzte den SPH 145 HQ ja schon seit Jahren ein und bin immer noch der Meinung, das das ein unterschätztes Chassis ist was viel zu wenig Beachtung findet und zu selten zum Einsatz kommt.
Und, gegenüber den größeren Chassis aus der Baureihe ist keine klebrige Beschichtung drauf (Hinweis von Franky, bei aktueller Serie ist das nicht mehr der Fall)
Nach unserer gestrigen Hörsession habe ich auch den Gedanken einen anderen TMT wegen der Kolorierung, die wir meinten gehört zu haben erst mal fallen gelassen.
Die Box ist aktuell genau so wie ich es mir vorgestellt hatte und ich würde sogar sagen, absolut Langzeittauglich.
Und der HT ist für mich auch immer noch der klanglich beste AMT am Markt
Hab mal bisserl gesucht und ein Bild gefunden. https://mangeraudio.com/downloads/MSMc1_...2-2013.pdf
Der Korb sieht ähnlich aus, aber der Monacor hat 6 Befestigungslöcher, der Gaithain nur 4.
Vermutlich wird das Chassis auch bei LPG (z.B. auch Eton) gefertigt.
Was ich zu unseren bisherigen Hörsession nach sagen will, es ist Wahnsinn wie unterschiedlich Räume "klingen" können, und was ein Akustisch optimierter Raum ausmacht.
Udo hat da viel im Raum gemacht, mit verschiedenen Decken und Wandabsorbern, die bereits erwähnten Bass Absorber etz. In dem Raum können Lautsprecher viel von Ihrem Potenzial zeigen, und auch der verwendete Magnat Amp bzw die ganze Kette spielt da sicher eine Rolle.
Wir hatten auch noch den gleichen Song von Gregory Porter gehört, aber unterschiedliche Aufnahmen von Live Konzerten, und die Kette konnte unheimlich gut aufzeigen, was Teilweise auch schon beim Erstellen der Musikstücke alles schiefgehen kann, und manche angebliche Schwäche der Box in Wirklichkeit ein Schlecht aufgenommenes Musikstück ist.
Olaf_HH schrieb:...bin immer noch der Meinung, das das ein unterschätztes Chassis ist was viel zu wenig Beachtung findet und zu selten zum Einsatz kommt.
das gilt meiner Meinung nach für die gesamte Serie auch für die Älteren mit den Blechkörben (die den Neuen wahrscheinlich kaum nachstehen).
Haben mir sehr gut gefallen in der Aspera und der Cognito/Incognito (das gilt insbesondere auch für den Hochtöner).
Gruß
JesseGood Vibration
Die Realität ist in Wirklichkeit etwas komplizierter.
Lieben Dank an Olaf und Matthias, die am Samstag mit der MLWR bei mir angereist kamen. Ich war schon sehr gespannt, da ich von Olaf wusste, dass er ein „Vergleichsnormal“ für seine Ohren entwickeln wollte. Den Thread hier habe ich nicht verfolgt, und konnte deshalb, den sehr kurzfristig angesetzten Hörtermin bei mir, sehr gelassen entgegen sehen. Vom Ergebnis allerdings bin ich am Samstag sehr positiv überrascht worden, dass ich sagen kann, die MLWR ist ein sehr guter Lautsprecher, der in seinem jetzigen Entwicklungsstand, den geplanten Kondensatortest gut „rüberbringen“ wird.
Er ist langzeittauglich, spielt ausgewogen neutral, macht emotional an, bringt Klangfarben in ihren vielfältigen Schattierungen sauber rüber. Dieser Lautsprecher nervt nicht. Matthias hat beschrieben, wie der Test ablief. Zuerst spielte meine TAFAL und dann die MLWR.
Im Grunde kann ich mich den Anmerkungen von Matthias mit Punkt und Komma anschließen. Und es stimmt auch so, wenn man Lautsprecher mit zeitlichen Abstand hintereinander hört.
Man gewöhnt sich an das Klangbild und beurteilt. Nun bin ich kein Mensch mit einem absoluten Gehör und habe Schwierigkeiten damit, ein Klangbild eines Lautsprechers mit dem eines anderen Lautsprecher zu vergleichen, wenn mehr als 20 Sekunden Pause zwischen den Schallereignissen vergangen sind.
Es ist also die Situation, die bei den „Workshops“ von Herrn Bödefeld (M. Böde) immer zu der Situation führt: „ Ah, das klingt aber besser, als vorher!“
So habe ich dann am Sonntag die beiden Probanden mit einer Umschaltbox verbunden und siehe da, ich musste erst einmal feststellen, wer spielt denn da? Beide klingen mit marginalen Unterschieden weitgehend ähnlich, sind neutral, Klangfarben sind nur leicht unterschiedlich (Geschmackssache!). Beim spontanen Hin- und Herschalten habe ich beide Lautsprecher schon einmal verwechselt.
Beim genauen Hinein hören zeigte sich allerdings ein Unterschied, der wahrscheinlich auf die von Ronald Wasen angesprochene Störung bei 600 Hz zurückzuführen ist und die Matthias als Rauheit bei Stimmen bezeichnete.
Stimmen traten bei der MLWR an den vorderen Bühnenrand und klangen irgendwie etwas nach oben verschoben, nasal wäre ein zu starker Begriff, will sagen, als würde die Stimme irgendwo zwischen Brustkorb und Kopf entstehen und da bleiben. (kann es nicht besser erklären). Ich hatte den Eindruck, dass Stimmen nicht immer in den musikalischen Fluss eingebunden sind, wie ich es von der Tafal gewöhnt bin und wie es beim Umschalten dann auch für mich deutlich zu Tage trat.
Um das Ganze noch komplizierter zu machen, hörte sich das Phänomen bei klassisch vorgetragenen Stücken (und wahrscheinlich auch klassisch ausgebildeten SängerInnen) richtig gut an, störte aber m.E. bei anderen „normalen“ Gesangsstimmen das Gesamtbild.
Vielleicht sind es tatsächlich die Resonanzen des verbauten Lautsprecherterminals?
Da das Gehäuse ein Arbeitsgehäuse ist, sollten im echten Gehäuse die geplanten großzügigen Verrundungen an der Schallwand weitere Verbesserungen ergeben.
Bezüglich der Eigenheiten, die da vermutlich noch sind. Mir fallen drei mögliche Ursachen ein:
Was Du erwähnt hast - die Gehäuseresonanz zwischen Rück- und Vorderwand. Das sind etwa 30cm => Störung bei 560Hz. Olaf war sich nicht mehr sicher, ob aktuell Dämmaterial vor der Terminalplatte befindet.
Die Terminalplatte resoniert selbst. Die war als isoliertes Störgeräusch zu identifizieren und sollte sich auf die Stimmproblematik nicht auswirken.
Dann ist da die Sickenresonanz, die den Bereich von 1,3kHz bis 2,3kHz beeinflußt.
Für die Stimmen sollten 1+3 ein Rolle spielen. Anhand deiner Beschreibung würde ich auf die Sickenresonanz tippen: ich assoziiere die vor allem mit kehligen Lauten. Wenn ein Sänger eine von Tabak und Alkohol gezeichnete Stimme hat, dann wird das noch betont. Ich nehme jetzt mal an, dass die Sänger bei den klassischen Aufnahmen nicht direkt vor dem Mikrofon stehen, und auch mehr über ihren natürlichen "Klangkörper" arbeiten, so dass der Bereich unter 1kHz im Vergleich bei den klassischen Aufnahmen wichtiger wird. Umgekeht spielt bei den Jazz/Pop/Rock-Stücken der Bereich 1...2kHz eine größere Rolle - im Verhältnis. Daher ist diese Koloration da auffälliger. Erschiene mir jedenfalls schlüssig.
Die Sache mit der 560Hz-Störung sollten wir auf alle Fälle nochmal untersuchen. Die wird sich auch beheben lassen. Die Sickenresonanz nicht. Weswegen ich auch auch nochmal einen andere Tiefmitteltöner probieren möchte. Ein gemeinsamer Favorit von Olaf und mir ist z.Zt. der Eton 5-212. Den Visaton AL130 hatte ich auch erwogen - den habe ich aktuelle zuhause auch wieder im Einsatz. Das wäre aber wirklich eine komplette Neuentwicklung, die Trennung aktuelle nicht steilflankig genug für die Membranresonanz des AL130 ist. Inwieweit das beim Eton anders ist, ist mir nicht ganz klar. Die Membranresonanz wird da gutmütiger sein, aber dafür liegt sie auch schon bei 5 kHz.
Für "mehr Verrundung" bin ich auch. Ich könnte mir sogar so einen 5cm-Radius wie bei der Kii Three vorstellen. Dann sollte auch der Diffraktionsschlenker unterhalb von 3kHz nicht mehr auftreten.
Wir haben ja viele interessante Musikstücke am Samstag gehört. Ich wüsste gerne, was wir da so gehört haben. Die Choraufnahme, die wir anfangs gehört haben, die Friedemann-CD, "Keith don't go" - welche Aufnahme war das? Und was dir noch einfällt, was wir gehört haben...
Was macht der geneigte Hobby Bastler wenn's draußen etwas windiger wird ?
Er nimmt eine zu kleine Raspel und raspelt mal etwas an 2 Lautsprechergehäusen, so das die Bösen Kanten den Hochtöner weniger ärgern.
Gut das es nur eine Arbeitsbox wird, sonnst müsste ich mir jetzt auch noch Gedanken um die Optik machen :-)
Gehäuse sind jetzt erst mal mit 120er Schleifpapier auf Schwingschleifer geglättet, ich denke mal das ich da mit noch etwas feinerem ran muss.
Dann Osmo Klar Wax und es sollte genug Schutz da sein.
Wegen der Kante: Die ehemaligst erste Kante wird kaum noch eine Rolle spielen. Dafür gewinnt aber die zweie an Bedeutung (vermute ich). Wenn die Diffraktion sich dadurch zu tieferen Frequenzen verschiebt, würde das ja auch schon helfen. Ich bin gespannt, was das ändert.
09.02.2020, 20:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.02.2020, 21:00 von Olaf_HH.)
Ich habe die Kante zur Seitenwand etwas abgeschwächt, aber da ist sicher noch etwas mehr möglich.
Die Seite hat aber an der Stelle nur 3mm und dann kommt das Schwarze MDF der alten Front.