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12.07.2026, 16:08
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.07.2026, 16:10 von Azrael.)
Ja sorry, ich ging halt davon aus, dass Vd der PMs mindestens (!) doppelt so groß sein sollte, wie Vd des aktiven Treibers, wenn man das Ganze auch mal volle Kanne ausfahren will. Dabei hatte ich nicht im Hinterkopf, dass der Celestion TF1525E, der zu Anfang des Threads als der verwendete Treiber genannt worden ist, ja mit 3,25 mm Schwingspulenüberhang jetzt nicht sooo langhubig ist.
Angenommen, die 12er PMs liefern saubere +/- 5 mm, läge man mit zwei dieser Teile bei etwa dem doppelten Vd, wenn sie tatsächlich +/- 10 mm können, ohne dass die Spinne an Nachgiebigkeit verliert: umso besser.
Viele Grüße
Michael
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.07.2026, 16:37 von Chlang.)
(12.07.2026, 16:08)Azrael schrieb: Ja sorry, ich ging halt davon aus, dass Vd der PMs mindestens (!) doppelt so groß sein sollte, wie Vd des aktiven Treibers, ...
Inzwischen ist es ja auch ein 12"er geworden ( Dayton Audio PA310-8) - das sollte schon hingehen.
Die Passivmembranen sind jetzt auch im Gehäuse:
Impedanzgang mit unbehandelten Passivmembranen
Da ist also noch Luft für einen Zentrierspinnen-Pimp nach Tonfeile und ich muss mir wohl überlegen, wie ich Zusatzgewicht an der Membran befestigen kann (eine Idee habe ich schon)...
Grüße
Chlang
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(13.07.2026, 16:36)Chlang schrieb: Da ist also noch Luft für einen Zentrierspinnen-Pimp nach Tonfeile und ich muss mir wohl überlegen, wie ich Zusatzgewicht an der Membran befestigen kann (eine Idee habe ich schon)...
Moin,
habe damals ein passend rund geschliffenes Stück 10-12mm MPX mit vorher eingeklebter Schraube in die Schwingspule eingeklebt.
Auf die Schraube konnten dann noch Muttern/Scheiben zur Anpassung des Gewichts / Tuning...
Gruß Karsten
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13.07.2026, 21:25
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.07.2026, 22:14 von Kalle.)
Moin,
ich habe es damals gelöst mit armierten Hartschaumstoff, einer Lochsäge, einer Aluminium M8 Schraube und einer Einschlagmutter und entsprechendem Kleber, UHU plus z.B..
Im Nachhinein und unter Betrachtung der benötigten Massenscheiben tut es eine normale Stahlschraube besser.
Die Membran meiner Schlachchassis war sehr weich, so dass vier Schichten Papier, beim 15"er passten normale KaffeeFilter optimal, von hinten geklebt mit verdünntem Weißleim auch neben Steifigkeit auch Masse "gemacht" haben.
Gruß Kalle
Eigentlich sollte die Passivmembran größer als der Bass sein, doch bei 15" Lautsprechern fließt in normalen Höräumen schon lange Blut aus den Ohren, bis die Membran an ihre Grenzen kommt. Bei kleineren Projekten sieht das natürlich ganz anders aus.
Dazu passt dann ein Hochpass von 48db LR bei 15 Hz ganz gut.
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Danke für die Vorschläge, Kollegen!
Wie ich es im Endeffekt mit dem Zusatzgewicht mechanisch löse, weiß ich noch nicht, aber ich bin mal wieder ein Stückchen weiter.
Zunächst habe ich den Zentrierspinnen-Pimp nach Tonfeile durchgeführt - hat knapp 5 Hz nach unten gebracht, aber bei Weitem nicht genug. Dann habe ich noch 75 g Plastic Fermit auf jede der Passivmembranen (PM) gepackt und siehe da, ich war mit dem ersten Versuch schon bei den knapp 35 Hz (36,6 Hz um genau zu sein), bei denen ich landen wollte.
Impedanzmessung der Passivmembranen im Gehäuse mit Spinnen-Pimp (blau) und je 75 g Zusatzmasse (schwarz)
Und dann war ich doch sehr neugierig, wie die PM und ihre strategisch günstige Lage in der Mitte der Gehäusetiefe und der -höhe sich auf den Frequenzgang auswirken. Dazu hier die Nahfeldmessung:
Nafeldmessung Tieftöner (grün), Summe der PM (blau) und Gesammtsumme (rot)
Na also, geht doch!
Grüße
Chlang
P.S.: Mal sehen, ob ich es noch zu einer Groundplanemessung in die Turnhalle schaffe, aber großen Drang verspüre ich gerade nicht.
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Hi Chlang,
die Nahfeldmessungen sind Freifeld ? !
Könnte im Hörraum untenrum ggf. etwas "dicke" werden....?
75 Gramm mit gestrippter Zentrierspinne....nicht das Dir das mittel bis langfristig irgendwann durchhängt...
Gruß Karsten
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(16.07.2026, 18:57)4711Catweasle schrieb: A)
die Nahfeldmessungen sind Freifeld ? !
Könnte im Hörraum untenrum ggf. etwas "dicke" werden....?
B)
75 Gramm mit gestrippter Zentrierspinne....nicht das Dir das mittel bis langfristig irgendwann durchhängt...
Danke fürs Mitdenken, Karsten!
A) Nein, das sind "rohe" Nahfeldmessungen, nicht schallwandkorrigiert.
B) Ja genau, die Schwingeinheit reagiert nach dem Pimp ganz schön empfindlich auf schräg wirkende Kräfte. Deshalb möchte ich mit der Zusatzmasse so nah wie möglich auf die Ebene der Sicke kommen. Der Schwingspulenträger fällt damit als Befestigungsoption flach. Ich werde das Gewicht wohl irgendwie von innen auf die Dustcap kleben (müssen). Da ist der Hebel am kleinsten.
Grüße
Chlang
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(16.07.2026, 18:37)Chlang schrieb: P.S.: Mal sehen, ob ich es noch zu einer Groundplanemessung in die Turnhalle schaffe, aber großen Drang verspüre ich gerade nicht.
Gelegenheit macht Diebe...
... gestern war das Training früher zu Ende als erwartet, also die Box und Messequipment noch schnell in die Halle geschleppt und gemessen.
Messaufbau (weil dazu immer Fragen kommen)
Die Box stand in der Mitte der Halle (auf Achse vertikal auf das Mikro) angewinkelt auf dem Boden. Das Mikro war mit einer 2 m langen Schnur am Boden in der Mitte der Box befestigt. Vor der Box lag eine Schablone mit einer Winkeleinteilung, so dass das Mikro mit Hilfe der Schnur in exaktem Winkel und Entfernung ausgerichtet werden konnte. Was bei dieser Messung nicht absolut korrekt ist: unter zunehmendem Winkel stimmt die Anwinklung nicht mehr optimal (ich hätte die Box bei jeder Messung immer etwas weniger anwinkeln müssen). Aber bei den niedrigen Frequenzen ist das aus meiner Sicht ein akzeptabler Fehler.
SPL Groundplanemessung 2m 0 bis 90 Grad horizontal
So ab 110 Hz sollte die Messung zuverlässig sein - ein größeres Messfenster lässt auch die Halle leider nicht zu. Isgesamt sieht das im Bassbereich jetzt ganz ordentlich aus. Zwischen 250 und 800 Hz werde ich Spaß bei der Weichenentwicklung haben und deutlich unter 2 kHz sollte ich wohl auch trennen. Wird wohl kein Spaziergang...
Ausschwingverhalten Groundplanemessung 2m auf Achse
Das Ausschwingverhalten ist bis 2 kHz ganz passabel. Nur die Spitze bei 550 Hz schwingt länger aus - das sollte sich aber bessern, wenn der Pegel mit der Weiche reduziert wird.
Es bleibt spannend, aber jetzt habe ich erstmal ein gute Grundlage, um in VituixCAD weiterzuwursteln...
Grüße
Chlang
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(18.07.2026, 11:01)Chlang schrieb: So ab 110 Hz sollte die Messung zuverlässig sein - ein größeres Messfenster lässt auch die Halle leider nicht zu. Isgesamt sieht das im Bassbereich jetzt ganz ordentlich aus. Zwischen 250 und 800 Hz werde ich Spaß bei der Weichenentwicklung haben und deutlich unter 2 kHz sollte ich wohl auch trennen. Wird wohl kein Spaziergang...
So Kollegen,
mit Nahfeldmessung (und Diffraction Tool) unter 130 Hz, Groundplandemessung zwischen 130 und gut 1.000 Hz sowie Fernfeldmessung darüber habe ich mir jetzt den Frequenzgang des Tieftöners mit Passivmembranen im Gehäuse nach bestem Wissen und Gewissen zusammengebastelt.
Damit lässt sich nun wunderbar in VituixCAD rumsimulieren.
Erstes Simulationsergebnis in VituixCAD mit passiver Weiche
Da die Umsetzung einer passiven Weiche bei diesem Projekt auch bei weiterer Optimierung nicht wenige Bauteile verschlingen wird und ich bei dem speziellen Abtrahlverhalten der Box noch überhaupt nicht weiß, wie ich Abstimmen soll, habe ich beschlossen, jetzt erstmal aktiv weiterzumachen. Ich werde also versuchen, eine aktive Abstimmung zu finden, die mir klanglich gefällt und die ich dann ggf. mit passiven Bauteilen nachbauen kann...
... jetzt muss ich wieder schauen, wie das mit den aktiven Sachen ging und ob ich es mit dem Hypex-Plateamp oder mit EqualizerApo und Hifi Receiver versuche (wahrscheinlich letzteres).
Bis dahin
Chlang
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