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  Vorverstärker mit Röhrenverzerrer
Geschrieben von: dommii - 10.12.2020, 23:01 - Forum: Eigenentwicklungen - Antworten (55)

Moinmoin,

da bei mir bald ein Fernseher Einzug hält, muss ein passender Vorverstärker für mehrere Eingänge her. Da meine Endstufe so gut wie absolut garkeinen Klirr erzeugt, dachte ich mir ich könnte etwas nachhelfen, habe 'Designing High-Fidelity Valve Preamps' von Merlin Blencowe rausgekramt (übrigens sehr zu empfehlen), so ungefähr alles entgegen seine Empfehlungen für geringe Verzerrungen unternommen und bin bei dieser Schaltung gelandet:
[ATTACH=CONFIG]57528[/ATTACH]

Das Eingangssignal wird von U3 auf den maximal benötigten Spannungshub verstärkt. R1, R2, R5 und R6 sind ein 20k Poti mit einem zusätzlichen 1k Widerstand in Reihe. Dadurch wird das Signal vor der Röhre passend abgeschwächt und nachher wieder von U2 um den gleichen Faktor verstärkt. In der niedrigsten Einstellung ergeben sich so 0,2% k2, in der höchsten 4,8%. Die höheren Klirrkomponenten bleiben meiner Meinung nach unkritisch.
[ATTACH=CONFIG]57527[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]57526[/ATTACH]

Als Netzteil schwebt mir ein Welter N4 mit 0-240-260V 50mA und zwei mal 6,3V 0,62A vor. Die Anodenspannung möchte ich per Kapazitätsmultiplizierer säubern. Eine der 6,3V Windungen soll sich um die Heizung der 6SN7 kümmern, die andere mit einem Elliot 05 die Operationsverstärker mit ca ±8V zu versorgen. Dementsprechend brauche ich Operationsverstärker die mit dem Ausgang bis auf 2,5V an die Rails kommen. Gibt es etwas was ihr 'klanglich' besonders empfehlen könnt? Ich mag z.B. die OPA1656 sehr gerne, bin aber auch eher Holzohr.

Da das mein erstes Röhrenprojekt wird, funktioniert das überhaupt so wie gedacht? Oder hab ich einen riesen Bock geschossen? Brauche ich z.B. noch einen Grid-Stopper?

Beste Grüße

Dominic



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  Projekt NEO | Bliesma T34A-4 | 18Sound 8NMB420 | FailtalPro 18FH500 | Hypex FA503
Geschrieben von: kwesi - 10.12.2020, 20:07 - Forum: Eigenentwicklungen - Antworten (86)

Hi zusammen,

Kleiner Foto-Teaser zum Projektstart... Cool


Bliesma T34A-4
http://www.bliesma.de/Datasheet%20T34A-4.pdf

[Bild: attachment.php?attachmentid=57520&d=1607626024]


18Sound 8NMB420
[URL="http://www.eighteensound.com/en/products/lf-driver/8-0/8/8NMB420.pdf"]http://www.eighteensound.com/en/products/lf-driver/8-0/8/8NMB420.pdf

[Bild: attachment.php?attachmentid=57521&d=1607626024]
[/URL]


FaitalPro 18FH500
https://faitalpro.com/en/products/LF_Lou...=151070100

[Bild: attachment.php?attachmentid=57522&d=1607626024]


Größenvergleich 18" vs. 2x10":

[Bild: attachment.php?attachmentid=57517&d=1607625993]



Erster Einblick in den Systementwurf...

Einzeltreiber TSP-basiert + Gehäuseeinfluss:

[Bild: attachment.php?attachmentid=57523&d=1607626024]


Schnellentwurf aktive Filterung + Limits el./mech.:

[Bild: attachment.php?attachmentid=57519&d=1607625993]



Mehr dazu in Kürze... Big Grin

Viele Grüße
Peter


[Bild: attachment.php?attachmentid=57518&d=1607625993]

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  Erstes Projekt: Bestandsoptimierung Sauna
Geschrieben von: buyman - 10.12.2020, 04:04 - Forum: Eigenentwicklungen - Antworten (33)

Hallo,

nachdem ich bisher eher stiller Mitleser war, bzw. nur Lautsprecher nachgebaut habe, möchte ich mich jetzt an einem kleinen Projekt versuchen. Nachdem es mein 1. selbst gerechneter Lautsprecher ist, würde ich mich über Feedback sehr freuen.

Ausgangsbasis ist eine Sauna mit bereits vom Hersteller installierten Lautsprechern. Leider hört sich das ganze nicht wirklich gut an, daher der Name "Bestandsoptimierung".
Verbaut sind: 2x Visaton FRS 10 WP - 4 Ohm (Link) und als Verstärker ein MP3 Radio von Collax (Link).

Die Chassis sind für 120° ausgelegt, aber ich schätze, maximal 80 - 100° sollten reichen. Die Fernbedienung ist lt. Homepage für 60°ausgelegt und an deutlich exponierterer Stelle befestigt. Als bessere Chassis dachte ich Visaton FR 10/13/16 WP oder die Monacor SPE-264/284 - aber durch die verbaute Elektronik lohnt sich das vermutlich nicht.
Außerdem hat sich die Einbausituation der Lautsprecher bei näherer Betrachtung schlimmer als gedacht dargestellt. Daher möchte ich versuchen, erstmal mit dem vorhandenen Material zu arbeiten. Die Lautsprecher sind nämlich nicht wie vorgesehen in einer Wand oder Decke verbaut, sondern nur unter der Liegefläche an einer Strebe der Sauna in den Ecken befestigt. Ohne Gehäuse ...

Meine Überlegung war jetzt den Chassis ein BR-Gehäuse oder Transmissionline zu verpassen. Für letzteres fehlen mir leider die Tools, also mal eine BR Box mit Boxsim versucht zu rechnen.
Für die Eingangsdaten (fs 190Hz, Qes 1,08 und Qms 1,19) kommt Boxsim zu folgendem Ergebnis:

  • Volumen 13,134l
  • Grenzfrequenz 66,86Hz
  • Abstimmfrequenz 96,81Hz
[ATTACH=CONFIG]57497[/ATTACH]

Mit 14l und 97Hz, locker gefüllt hätte ich jetzt das Gehäuse ausgelegt. Das ergibt die Innenmaße 35x20x20cm.
[ATTACH=CONFIG]57496[/ATTACH]

Bassreflexkanal über die volle Gehäusebreite, also 20x4x10cm ergibt folgendes:
  • fb = 96Hz
  • Nettovolumen mit Kanal: 14l
  • Nettovolumen ohne Kanal: 13,2l
[ATTACH=CONFIG]57498[/ATTACH]

Lt. Boxsim würde das folgenden Frequenzgang ergeben:
[ATTACH=CONFIG]57503[/ATTACH]

Das würde für mich schon ganz gut aussehen, aber ist das Ergebnis auch realistisch? Der BR Kanal ist doch recht groß ausgelegt und ich weiß nicht, inwiefern das in der Realität auch so funktioniert?

Ich habe trotzdem mal weiter gemacht und versucht den Freqenzgang etwas zu glätten und den Buckel im Mitteltonbereich etwas zu dämpfen:

[ATTACH=CONFIG]57502[/ATTACH]
[ATTACH=CONFIG]57501[/ATTACH]

Das ganze basiert rein auf dem errechneten Frequenzgang und kommt mit recht einfachen Bauteilwerten aus (2,2 Ohm 10w, 47µF, 0,20mH) und sollte entsprechend günstig (<5€) zu realisieren sein. Die Frage ist, ob es der richtige Weg ist?

Alternativ hätte ich einen Onlinerechner für die TML angeworfen, aber das Ergebnis kann ich absolut nicht einschätzen. Wie breit baut man in dem Fall den Lautsprecher? So, dass ich auf das BR Volumen kommen würde, also ca. 13l?
[ATTACH=CONFIG]57500[/ATTACH]


Was meint ihr zu den Überlegungen / Berechnungen? Wie gesagt, es ist meine erste Rechnung mit Berechnungstools (abgesehen von einem Subwoofer der nie gebaut wurde) - also bitte her mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen.



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  Verstärkerbau: Bezugsquellen für "Kleinzeug"
Geschrieben von: phosphor - 08.12.2020, 13:05 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (19)

Hallo zusammen,

dank des Hinweises hier im Forum auf die "Black Week" beim Modushop habe ich mir nun endlich mal ein standesgemäßes Gehäuse für meine Gremlins bestellt.

Nun brauche ich noch den nötigen "Kleinkram" - Cinchbuchsen, Netzanschlussbuchse, Schalter ...

Welche Bezugsquelle könnt ihr für derartiges Zubehör empfehlen?

Freundliche Grüße

Alex

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  Baubericht: ovaler LS mit WAF /// 12" / 8" / AMT+WG
Geschrieben von: Wolf.Im.Schafspelz - 08.12.2020, 02:16 - Forum: Eigenentwicklungen - Antworten (127)

Hallo ihr Bastler,

zuletzt hatte ich angekündigt, einen günstigen Dreiweger bauen zu wollen. Irgendwie sind eine Haus-Kernsanierung und ein paar Kinder dazwischen gekommen. Big Grin Die angekündigten Chassis liegen im Keller.
Der günstige Lautsprecher wirds aber nicht...! Denn ich habe irgendwie Cool nach und nach (für meine Frau recht zufällig :engelSmile die folgenden Chassis für 1 Paar Lautsprecher beschafft:

Beyma 12LX60V2
(Danke an Olli für die SUB-Zeichnungen und den Test des großen Gehäuses, ich habe jetzt meine Pläne an deinen Bauplan angepasst.)
- ca. 80 Liter und 35Hz BR

Faital W8N8-200
- ca. 38 Liter geschlossen, spielt damit sehr tief, was auch schmale Standlautsprecher ermöglichen würde, in diesem Fall eine tiefe Trennung zum Beyma und Potential für später. Rolleyes
Das Thema Grundton und Trennfrequenz ist ja momentan aktiv - ich habe die Erfahrung mit den Dayton PS220 und Faital 15"ern auch gesammelt, die Dayton tiefer getrennt klang einfach besser.

Monacor AIRMT130 mit WG (Ich verfolge Frankys Fred regelmäßig, leider ist meinem Bruder noch kein 100% i.O. Druck mit einem optisch genialen Filament gelungen, dass Stofffasern enthält. Damit werden wir sobald es keine Ausgangssperre mehr gibt weiter testen. Er leiht mir dann seinen Drucker, für den wir jetzt ein Gehäuse gebaut haben um die Temperatur erhöhen zu können.)

Zurück zu meiner Frau. Sie hat sich inzwischen sehr daran gewöhnt dass ich wie ein Wilder am Haus baue. Deswegen sind nun fast alle notwendigen Rest-Baustellen erledigt. Es wurde also Zeit ihr zu verklickern, dass ich als nächstes Lautsprecher bauen werde... und habe mal einfach angefangen.

Als sie erfuhr dass ich ein neues Stereo-Paar fürs Wohnzimmer baue, sah sie mich entsetzt an und sagte: schon wieder?? Das hat doch überhaupt keinen Vorteil! Wenn dann musst du schon wenigstens 5 bauen. :eek: Darum habe ich sie geheiratet ... vier 80Liter Bässe sind auch schon genehmigt. :yahoo::built: Das restliche Material wid aber erst beschafft, wenn ein Pärchen geglückt ist.

Tja, was solls am Ende eigentlich werden? (Ziele)

- 100Hz bis 10kHz mit fallendem Frequenzgang
- eher starkes Bündelungsverhalten
- über 90dB
- horizontal recht gleichmäßige Abstrahlung
- passive weiche (Oje... ich habe ja noch keine Ahnung ... und werde mich mal an Vituix CAD versuchen.)
- Hoher WAF durch schmale Schallwände. (35cm)
Bis dahin bastle ich erstmal die Kisten. An den letzten Abenden war ich fleißig. :built:

Hier die ersten Bilder mit Baubericht:

Die Volumina der ovalen Platten sind mit Sketchup Make 2017 und dem Volume Calculator V2 ausgerechnet. So eine Box geht ziemlich schnell in Sketchup zu bauen. Zunächst habe ich alle Maße angezeichnet, dann den selbst gebauten 1m Fräszirkel mit der linken Hand in 1m Abstand gehalten und mit der rechten den Bleistift und Zirkel gedreht. Dann habe ich die Schablone ausgeschnitten und siehe da, alles ordentlich gleichschenklig. Dafür ist übrigens auch die innere Kontrollinie auf der Schablone da gewesen - Prüfung der Wiederholgenauigkeit.

[ATTACH=CONFIG]57455[/ATTACH]

Danach habe ich die Platten mit der Stichsäge ausgeschnitten. (Eine Materialschlacht.)
Ich empfehle eine ordentliche Stichsäge mit Pendelhub, die knabbert sich von allein durchs Material und die Schnitte werden perfekt winklig wenn man nicht wie wild nachschiebt. Die Präzision ist für die Kisten erstaunlich gut und der Kram muss nicht nachgeschliffen werden. Es kommt aber ohnehin noch eine Deckelplatte drauf. Danach habe ich die Reststücke genommen und die Innenspanten angezeichnet. Die Innenspanten sind mit der Fräse fürs Gewissen verrundet.
[ATTACH=CONFIG]57456[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]57457[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]57458[/ATTACH]

Die Rückwandplatten sind einfach mit der Einhandkreissäge und (verlängertem) Parallelanschlag geschnitten.
Das Maß nimmt man, indem man einfach die Säge an die Platten hält und den Winkel der Säge von vorn draufschauend justiert. Das funktioniert einwandfrei.
[ATTACH=CONFIG]57459[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]57460[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]57461[/ATTACH]

Kleine Überstände werden vor dem verleimen der Seitenwände noch plan geschliffen. Ich habe die Platten bewusst etwas länger gelassen um nachher perfekte Stöße mt 40er Papier und Exzenterschleifer herausschleifen zu können. Eine Seite habe ich nah an der Kante angeleimt und auf der gegenüberliegenden später erst den Überstand abgesägt.

Aus der Erfahrung heraus kann ich sagen, dass das verleimen der Seitenwände in einer kleinen Katastrophe enden kann. Aus diesem Grund habe ich vorhin eine Pressbox gebaut. Idea Ohne würde ich bei der Menge an Lautsprechern verzweifeln. (Immerhin 9 Kisten!)

Dabei habe ich darauf geachtet, dass umlaufend auf der zu verleimenden Seite Anschläge gegen das verrutschen vorhanden sind. Da die Seitenteile mit Überstand auf die Spanten geleimt werden, sollte der entsprechende Abstand mit eingeplant werden. Auf der gegenüberliegenden Seite habe ich im entsprechenden Winkel für den Halt der Schraubzwingen zusätzlich ein paar Senken eingeschnitten.

Die Seitenwände werden aus 5mm sehr hochwertigem HDF zusammengeleimt. Durch die Materialqualität und damit enorme Dichte / enormes Gewicht werde ich nur 3 Platten verwenden, das sollte mitsamt Versteifung ausreichen. Die Wände werden mit 40x60mm Dachlatten angepresst. Für die jeweils andere Seite wird der Lautsprecher einfach auf den Kopf gestellt. Die jeweilige Unterseite sollte man beim verleimen mit Frischhaltefolie abdecken, damit der Leim nicht die Pressbox mit dem Lautsprecher verbindet. :doh:

Das Material der Kiste ist recycelt, Baustufen, OSB vom Dachaufbau, Dachlatten. Wink
Die Pressbox und ich werden noch eine enge Beziehung eingehen, da wir die nächsten Tage miteinander verbringen.
[ATTACH=CONFIG]57462[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]57463[/ATTACH]

Dann wünsche ich euch ebenso frohes basteln!

Christian



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  Bedämpfungslose Gehäuse
Geschrieben von: mtthsmyr - 07.12.2020, 21:22 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (174)

Hallo miteinanander,

Ich würde gerne die Frage diskutieren, ob an dem Konzept minimaler oder sogar komplett fehlender Bedämpfung in Tieftonabteilen irgend etwas dran ist.

Es ist mir bei eigenen Projekten aufgefallen, dass gar kein Dämmmaterial zwar die erwartbaren Gehäuseresonanzen zur Folge hat, aber auch positive akustische Effekte mitbringt, wie sehr gutes Ansprechverhalten bei niedrigen Pegeln und eine subjektiv lebendigere Spielweise. In der Vergangenheit habe ich mich schlußendlich immer für das solide Bedämpfen entschieden. Aktuell habe ich jetzt mal wieder eine Erfahrung gemacht, die mir doch zu denken gegeben hat.

Bei meinem aktuellen 3-Wege-Lautsprecher wurden den Basstreibern (Fountek FW168k) separate Einzelgehäuse spendiert, deren größte Ausdehnung 32cm ist. Die erste Resonanznull liegt theoretisch wie praktisch bei ~540Hz. Trennung ist LR2 @ 400 Hz. Das geht so halbwegs, d.h. man hört die Resonanzen bei 540Hz. Vor allem bei Stimmen und ja, keine Dauerlösung. Aber davon abgesehen ist das Ansprechverhalten des Tieftonabteils bei niedrigen Pegeln richtig, richtig toll. Hoppla, das geht ja doch! Nun habe ich das natürlich nicht so gelassen und erst mal etwas Micropor im Gehäuse verteilt. Resonanzen sind gezügelt, alles normal. Alles "gut". Nur diese außergewöhnliche Lebendigkeit, das feine Ansprechen auf leise Tieftonsignale, das ist jetzt deutlich vermindert.

Ist das Psychoakustik, dass die Störungen im Frequenzgang bei niedrigen Pegeln einen positiven Klangeindruck erzeugen? Oder ist da noch etwas anderes im Gange?

tim1999de schrieb:Kleiner im Vollholz Eichen Gehäuse kann der SB23MFCL45-4 überzeugen, wenn das Gehäuse absolut keine Bedämpfung enthält. Minimale Bedämpfung und der Grundton ist tot. Da reagiert dieser Treiber sehr extrem. Daher kann ich den auch nur bedingt empfehlen.

Offensichtlich gibt es hier auch noch andere Teilnehmer hier,die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. "Minimale Bedämpfung und der Grundton ist tot" - würde ich nicht so deutlich formulieren, aber meine Erfahrungen gehen in eine ähnliche Richtung.

Bei kommerziellen Beispielen hätte ich bisher nur die Lumen White (z.B. silver flame) nennen können, die ohne Dämmmaterial antreten. Referenz hier und dort, aber mit sehr fragwürdiger messtechnischer Performance (z.b. Stereophile).

Dann ist da aber noch die Trenner & Friedl Isis. Laut hifitest kein Dämmmaterial im Bassabteil. Leider keine Messungen. Die habe ich in beiden Varianten (Mk1+Mk2) gehört. Probleme habe ich da keine gehört - ganz im Gegenteil. Das scheint richtig gut zu funktionieren. Die Frage ist: warum?

Und bei der Gelegenheit können wir vielleicht auch noch darüber spekulieren, was T&F bei der Isis Mk2 gemacht haben könnte (drittes Bild in der Galerie auf folgender Seite):
https://www.zeitgeist-hifi.de/sortiment/...iedl/isis/

Interne Diffuser + IRRs - was meint ihr?
Ach ja, wen das Thema partout nicht interessiert - einfach mal nicht posten! :ok:

VG, Matthias

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  Wechselschallwand
Geschrieben von: chinakohl - 07.12.2020, 19:23 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (137)

Moin,

wie bereits in `nem anderen Thread erwähnt, plane/baue ich gerade ein 120L Gehäuse bei dem ich die Schallwand wechselbar machen möchte.
Da ich nicht unbedingt jedesmal geschätzte 10 Schrauben pro Schallwand lösen und wieder festziehen möchte, suche ich quasi ein "Schnellwechselsystem".
Holzschrauben fallen ja aus wegen mehrfachem lösen und anziehen - das leiert mit der Zeit bestimmt aus. Rampa-Muffen ? Schraub` ich mir beim Wechsel `n Wolf ..... oder Akkuschrauber und Inbuss-Senkkopf Schrauben (gibt`s sowas in M5 oder 6? ). Ich hab` da schon an Kofferverschlüsse - so wie an flight cases- gedacht.
Sieht bestimmt "interessant" Big Grin aus .... https://www.casebuilder.com/de-de/schnap...klein.html
........ also shyce.
Sonst jemand eine Idee ?

Gruß
Arvid

P.s: Ich suche Info`s zu Visaton BG31 - 12" Chassis, 52Hz fres, 45 Hz - 8Khz, hergestellt bis 1982 ........ könnte mal jemand in seinem Archiv nachsehen?

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  Center-Position (immerhin diy-Boxenständer)
Geschrieben von: Dale - 07.12.2020, 14:45 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (15)

Moinmoin,

da meine Boxen (im Bau) nun endlich auch bei Filmen für die Musik verantwortlich sein sollten, habe ich das Problem, dass der Center nicht auf der Höhe wie die Frontlautsprecher funktioniert. Passt einfach nicht unter die Leinwand.

Also, gibt es wenige Optionen:

  1. einfach tiefer stellen - das passt schon
  2. tiefer stellen und leicht "nach oben" anwinkeln
  3. Front-Lautsprecher tiefer stellen, sodass unbedingt alle Lautsprecher auf gleicher Höhe sind.

Die Boxenständer werden in der Höhe nicht variabel gestaltet.

Zwischen 1 und 2 bin ich mittelmäßig flexibel, es geht um einen 20cm Unterschied bei ca. 3m Sitzabstand der üblichen Hörposition.

Beste Grüße und vielen Dank für irgendwelche Meinungen dazu.
Dale.

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  Kann So eine Tonarm Achse funktionieren ?
Geschrieben von: Olaf_HH - 06.12.2020, 20:39 - Forum: Laufwerke - Antworten (35)

https://www.sony.de/electronics/audio-ko...ps-lx310bt

Frage, kann so Geometrie eines Armes und seiner Aufhängung überhaupt vernünftig funktionieren ?
Und ja, ich weiss das der Dreher selbst sicherlich nicht brauchbar ist, mir geht es nur um den Arm der nicht in der Mitte der Drehachse steht.

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  digitale Raumkorrektur - wie?
Geschrieben von: tim1999de - 06.12.2020, 14:31 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (48)

Hallo Zusammen,

ich versuche mich gerade in die Problemstellung einzuarbeiten, dass Lautsprecher im einen Höraum so und im anderen anders klingen.

Zuerst der Ausgangspunkt:
Es wird Software als plugin für Foobar2000 oder aber auch für Aroio (RaspberryPI Betriebsystem von Abacus) angeboten wie Acourate:
https://www.audiovero.de/en/acourate.php
oder Room EQ
https://mathaudio.com/room-eq.htm

Dann gibt es noch Software für Fertigprodukte, hier finde ich Dirac:
https://live.dirac.com

Bei der Beschreibung der Arbeitsweise ließt sich RoomEQ und Acourate gleich. Ein relevantes Detail ist, dass man RoomEQ ausprobieren kann, Acourate ist in der Testversion sehr beschnitten, da funktioniert die Anpassung der Impulsantworten nicht.
Was beide von sich behaupten ist, dass sie mit aller geringstem Delay auskommen, die gemessene Impulsantwort glätten und darauf den EQ anpassen und über eine Zielfunktion die Impulsantwort korrigieren.
Die Zielsetzung ist, dass dann am Hörplatz ein sehr idealer Frequenzgang ankommt, der auch zeitlich ziemlich optimal passt.

Nun zu meinem Experiment.
Also ich verwende zwei 3-Wege Lautsprecher am kleinen Verstärker, USB-DAC und Notebook mit foobar2000 zum Abspielen von flac Dateien von CDs.
Also normale Qualität sozusagen.
Wegen der 330€ benutze ich nicht Acourate, sondern das kostenlose RoomEQ plugin.
Entsprechend dem standartisierten Vorgang nehme ich mit einem Klasse 1 Mikrofon (nahezu linearer Frequenzgang mit geringen Toleranzen) die Messungen am Hörplatz vor. Dann generiere ich die Vergleichskurven und pegele den Bypass entsprechend ein.
Das ist im RoomEQ Tool definitiv sehr einfach zu realisieren, auch so, dass man zwischen der gefilterten und ungefilterten Variante in gleicher Lautstärke hin und her schalten kann.

Nun das Ergebnis ist schon mal voll ernüchternd:
possitiv: bei der Einstellung: "neutral" bleibt die Klangfarbe gegenüber des Bypasses unverändert natürlich.
negativ: die akustische Bühne lößt sich nicht mehr so gut vom Lautsprecher, der Klang wird enger und er klingt subtil verrauscht - also weniger deutlich. Die Begeisterung Musik zu hören verschwindet eigentlich sofort.

Jetzt zu den eigentlichen Fragen:
Diese Technik ist ja nicht neu und es muss ja Personen geben, die so eine Technik schon "positiv" erlebt haben, bzw. nutzen.
Hat schon jemand mal Acourate mit RoomEQ verglichen?
Stimmen die Werbeaussagen von RoomEQ? Hat das jemand schon mal nachgemessen?

Ist es von der theoretischen Seite überhaupt möglich, ohne Up-sampling so ein Filter ohne hörbaren Klangverluste zu verwenden?

Dann wundert mich etwas:
Seit gut zwei Jahrzehnten wird an der elektroakustischen Nachhallzeitveränderung von Räumen getüftelt. Hierbei gibt es unterschiedliche Varianten:
Die einfache ist die elektroakustische Nachhallzeitverlängerung, hier hat MeyerSound eine Anlage in der Stadthalle Ingelheim installiert, die es ermöglicht, den Saal frei zu besprechen. Hierbei werden frühe Reflexionen elektroakustisch in den Saal eingespielt, sodass die Stimme sauber und intensiver - subjektiv lauter - klingt.
Die eher schwierige Variante und auch akustisch grenzwertige ist die der Echokompensation in Sälen - sowas gibt es im Haus der Musik in Moskau. Das ist auch eine Anlage von MeyerSound. Hierbei handelt es sich in gewissem Maße um eine Gegenschallanlage. Das drückt aber auf den Ohren, warum es die Musiker nicht gern nutzen.

Diese bei den Sälen angewendete Technik der zeitlichen Signalverarbeitung würde für das heimische Hifi durchaus die Möglichkeit eröffnen, frühe Reflexionen, die psychoakustisch zur Verbesserung der auditiven Wahrnehmung beitragen, dem Signal der Lautsprecher bei zu mischen. Hierbei liegt der Schwerpunkt darauf, dass zu den im Raum vorhandenen Reflexionen fehlende beigemischt werden. Gerade im Oberbass erzeugen unsere Wohnräume wenige "Echos", also tonalen Nachhall, der einzelne Töne betont. Wird nun zusätzlicher "Hall" in den vom Raum nicht unterstützten Frequenzbändern zugemischt, sollte das dazu führen, dass der Hörraum größer klingt, als er ist und damit kann das Erlebnis Musik zu hören gesteigert werden, da die Musik dann voller und interessanter klingt.

Diese Form von Frequenz selektiven Nachhallfaltungsfilter - ich denke, das sollte mit IIR-Filter umsetzbar sein - habe ich bisher noch nirgends gefunden.
Das würde im Gegensatz zu den eingangs aufgeführten Programmen zu viel mehr Musikerleben führen und genauso wie bei den FIR-Raum Filtern, zu einem gleichmäßigeren Frequenzgang.

Kennt jemand sowas?
Hat sich schon jemand von Euch damit auseinander gesetzt, oder sogar sowas mal programmiert?

Grüße Tim

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