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  Manger - inside
Geschrieben von: スピーカ - 24.08.2023, 10:10 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (22)

Für alle Manger Freunde (...und Feinde) ein schönes Video, wie Joppe Peelen einen defekten Manger auseinander nimmt.

Man bekommt einen guten Eindruck vom Aufbau und zu den Materialien.

LG Pat

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  Camilladsp 2.0.0
Geschrieben von: Micha_HK - 20.08.2023, 10:24 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (18)

Hallo zusammen,

Henrik hat eine 2.0.0 Alpha-Version von Camilladsp veröffentlicht.
Zitat aus dem diyAudio-Forum:

Zitat:The first preview of v2.0 is up, get it at https://github.com/HEnquist/camilladsp/r...0.0-alpha1

Previews of the gui and supporting python libraries are nearly ready and will be published soon.

Changes from v1.0.3:

New features:
  • Add dynamic range compressor.
  • Add websocket commands to read peak and rms history.
  • Add ToggleMute websocket command.
  • Add AdjustVolume websocket command for relative volume changes.
  • Better handling of USB gadget in Alsa backend.
  • Add option to bypass pipeline steps.
  • Bluetooth capture support on Linux via Bluez.
  • Updated resampler with faster lower quality options.
  • Higher precision of biquad filters.
  • More flexible configuration of resampler type and quality.
  • Allow setting optional config parameters to null to use default value.
  • Add "Dummy" convolution filter type for easier CPU load testing.
  • Add title and description fields to various parts of the config.
  • Gain can be specified in dB or linear scale.
  • Websocket command to reset clipped samples counter.
  • Add an always enabled default volume control.
  • Add several volume control channels (faders).
  • Change Loudness filter to only perform loudness compensation.
  • Add more ditherers.
  • Add GeneralNotch biquad type.
  • Add Tilt equalizer biquad combo.
  • Add GraphicEqualizer biquad combo.
  • Support rate adjust for BlachHole on macOS.
  • Add statefile for persisting runtime parameters to file.
  • Websocket command to get pipeline processing capacity utilization.
  • Add commands to read statefile path and updating status.
  • Improved handling of config changes via SIGHUP and websocket.

Changes:
  • Optimize cpu load in general, and of dithering and delay filters in particular.
  • More logical names for dither types.
  • Updated Shibata dither coeffients.
  • Rename Set/GetConfigName websocket commands to Set/GetConfigFilePath.
  • Removed redundant`change_format` parameter to simplify CoreAudio device config.

Gibt es hier im Forum bereits Nutzer der bisherigen CDSP-Version?
Bei mir im Heimkino läuft das bisher vorzüglich auf einem alten i5-Barebone zusammen mit UMC1820+ADA8200.

VG
Michael

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  2 Wege, 2 Weichenteile
Geschrieben von: ArLo62 - 16.08.2023, 09:51 - Forum: Eigenentwicklungen - Antworten (63)

Moin zusammen!
Das Thema finde ich richtig gut.
Zwei Weichenteile würde auch Widerstände includieren?

Gruss
Arnim

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  Aufnehmer für Messung von Gehäuseresonanzen
Geschrieben von: Gaga - 16.08.2023, 09:45 - Forum: Messen und Simulieren - Antworten (40)

Moin zusammen,

ich hab da mel ne Frage: Habt ihr Erfahrungen mit der Messung von Gehäuseresonanzen - und welchen Messaufnehmer setzt ihr ein?

Soweit ich das überblicke, gibt es da verschiedene Lösungen:

- Accelerometer: zum Beispiel hier - ACH-01
- Bechleunigungsaufnehmer von Kirchner hier
- Kondensator Klebemikrofon AKG, Typ C411L hier
Das Mikro wäre eine angenehme Lösung für mich, da ich das eh zur Abnahme von Instrumenten brauchen kann.

Taugt der Aufnehmer von Kirchner? Der ist ja sehr preiswert. Was nutzt ihr und welche Lösung würdet ihr empfehlen?

Grüße,
Christoph[h=3][/h]

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  Blues Brothers – Selbstbau Horn mit Onken Bass
Geschrieben von: Köter - 11.08.2023, 11:59 - Forum: Eigenentwicklungen - Antworten (82)

Hallo Zusammen!

In diesem Thread möchte ich die Entstehung meiner neuen Lautsprecher dokumentieren. Hier wird ja ab und an kritisiert, dass es nix neues mehr zu lesen gibt. Zugegeben: Ich bin auch eher der stille Mitleser. ABER: Ich habe in diesem Forum unheimlich viel gelernt und habe hier immer sehr gerne gelesen. Ob mir der ein oder andere User dabei unangenehm auffällt und mir auf den Senkel geht? Natürlich. Selbstredend. Aber glücklicherweise passiert das im echten Leben ebenfalls... 😉
Also möchte ich hiermit den Werdegang meines Lautsprechers beschreiben. Viel Spaß beim lesen!

In den letzten Jahren war ich auf einigen DIY-Hifi-Veranstaltungen. Dabei habe ich viele Höreindrücke sammeln können. Mein Fokus lag bisher eigentlich auf Elektronik und Mechanik Projekten. Aber nach und nach reifte der Gedanke, mal ein eigenes Lautsprecher Projekt zu realisieren. Ich hatte vor einigen Jahren einen großen SB-Acoustics 2,5 Weger gebaut mit dem man durchaus gut Musik hören kann. Allerdings wollte ich mal was völlig neues probieren. Nach und nach haben sich dabei folgende Punkte als wichtig herauskristallisiert (Vorsicht: subjektive Eindrücke):

1. Membranfläche
>> große Pappen haben mich einfach immer wieder fasziniert. Souverän. Lässig.
2. Hornhochtöner
>> Ein Kompressionstreiber am Horn macht mich einfach an! Handgemachte Musik kommt damit einfach am besten…
3. Simple Weiche (2-Weger)
>> Da es sich um meine erste Eigenentwicklung handelt sollte es nicht zu kompliziert sein. Und ich finde passive Weichen irgendwie attraktiv.

Ich hatte Glücklicherweise einen tollen Mitstreiter an meiner Seite, der mir immer wieder unter die Arme gegriffen hat, und der mich bei der Entwicklung unterstützt hat. Ohne ihn, hätte ich mich wohl nie gewagt… Vielen Dank an dieser Stelle!

Projektziel war ein Constant Directivity Horn mit breiter Abstrahlung. Das ist am Markt gar nicht mal so leicht zu finden. Zuerst hatte man mir das JBL 2380 empfohlen. Allerdings sind gute 2“ Treiber ziemlich kostenintensiv und obenrum fällt so ein 2 Zöller meist ab…
Im Vorjahr hatte ich an einem Lautsprecher mit einem DIY 805 Multizellenhorn mitgearbeitet. Das war absolut großartig, benötigte aber einen dritten Weg als Super HT…
Irgendwie passte mir das nicht.
Als nächstes hatte ich als Horn das P-Audio PH-2735 im Auge. Das Ding ist schön groß, läd dementsprechend unten herum gut und ist sehr günstig zu bekommen, so um 30 – 40 € pro Stück. Ein weiterer – für mich wichtiger – Vorteil: Es ist relativ unbekannt.
https://paudiothailand.com/wp-content/up...H-2735.pdf

Hinzu kommt: gibt sehr gute 1“ Treiber am Markt, die sowohl tief genug, als auch hoch genug spielen können. Wie der Zufall es so will, wurden im Forum dann ein paar Faital HF108R veräußert und ich habe zugeschlagen. Damit war der Hochtöner gesetzt und ich konnte meine Suche auf 1“ Hörner eingrenzen.

Aus Neugier, habe ich dann ein eigenes Horn in meiner CAD Software konstruiert. Die Kontur ist angelehnt an das JBL 2380, allerdings mit einem 1“ Anschluss. Das habe ich dann bei meinem Lehrmeister zur Diskussion gestellt:

[ATTACH=CONFIG]71213[/ATTACH]

Nach einem längeren Telefonat bin ich dann auf die Kontur des JBL 2382A umgeschwenkt. Dieses Horn ist besser für das Hören im Nahfeld geeignet und strahlt noch breiter ab. Es standen aber noch einige Fragen im Raum bezüglich der Fertigung.
Ich habe also ein Teil Konstruiert, welches den 1“ Treiber aufnimmt und der auch als Schallführung / beginn des Diffraktionsschlitzes fungiert. Der erste Prototyp wurde gedruckt und auf einem Szenetreffen in Duisburg mit einigen Fachleuten besprochen:

[ATTACH=CONFIG]71214[/ATTACH]

[ATTACH=CONFIG]71215[/ATTACH]

Danach nahm die Sache fahrt auf und ich habe einige Zeit in der Werkstatt verbracht...

Um die Hornkontur mit meinen Maschinen zu fertigen, musste ich die Schallführung in drei Teilen aufbauen:
Das Horn ist aus dem Vollen gefräst und besteht aus 5 Schichten 24er BFU Platte:
Von vorn sieht man die eigentliche Hornkontur. Diese ist in 3 Schichten Plattenmaterial gefräst, ist also ca. 72 mm tief. Erst nimmt man Stufenweise das Material raus und danach wird die eigentliche Kontur geglättet. Rückseitig habe ich 6 x M6 Rampamuffen eingesetzt.

[ATTACH=CONFIG]71216[/ATTACH]

[ATTACH=CONFIG]71217[/ATTACH]

[ATTACH=CONFIG]71218[/ATTACH]


Mittig sitzt dann das Ende des Diffraktionsschlitzes in 2 Schichten BFU Platte. Diesen musste ich auf Umschlag fräsen, da sich der Schlitz in der Horizontalen Ebene verjüngt, während sich der Schlitz in der Vertikalen stetig aufweitet. Rückseitig sind dann entsprechend die 6 x Bohrungen zu finden, mit denen man die beiden Holzhälften miteinander verschrauben kann. Ich wollte mir die Möglichkeit offen halten ggf. Änderungen vorzunehmen ohne dass ich das komplette Horn neu bauen muss. Um den gedruckten Flansch zu befestigen habe ich hier weitere 4 x M6 Rampas eingesetzt.

Hinten sitzt dann das Druckteil. Dieses nimmt Ein-Zoll-Treiber mit 2- oder 3-Loch Befestigung auf. Auf den ersten 3 Zentimetern des Hornverlaufs wird der Runde Eingang erst mit einer Art "8" umgeformt um dann in ein quasi Rechteck überzugehen. Das habe ich mir von JBL abgeguckt. Wenn man von hinten in das Horn schaut sind da links und rechts quasi zwei Blasen / Kugeln im Hornverlauf... Die Schallführende Fläche ändert sich während der Umformung nicht.
Kann man leider schlecht fotografieren...

[ATTACH=CONFIG]71219[/ATTACH]

[ATTACH=CONFIG]71220[/ATTACH]


War ziemlich kniffelig das alles so hinzubekommen, deshalb hoffte ich natürlich, dass das Ding nachher auch funktioniert.

Ein paar Eckdaten:
Breite: 445 mm
Höhe: 280 mm
Tiefe: 230 mm
Gewicht: ca. 6 kg

[ATTACH=CONFIG]71221[/ATTACH]


Wir erinnern uns: Ziel ist eine breite Abstrahlung, bestenfalls CD, und die Möglichkeit tief anzukoppeln.

Um herauszufinden ob das Horn mit dem Treiber harmoniert habe ich meine Konstruktion zu meinem lieben Kollegen nach Bremen gesendet um zu erfahren ob sich die Mühe gelohnt hat. Einige Tage später habe ich dann einen Anruf erhalten. Im Anschluss daran folgende Bildchen:

[ATTACH=CONFIG]71222[/ATTACH]

[ATTACH=CONFIG]71223[/ATTACH]

Das kann sich doch sehen lassen.
Horizontale Abstrahlung: ca. 120°
Übertragungsbereich: ab ca. 1 kHz

Soweit erstmal. Ich hoffe es gefällt bis hierher! In den kommenden Tagen gibt´s dann ein Update.

Grüße,
Köter



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  Minimagnete bei Lidl
Geschrieben von: TomBear - 11.08.2023, 10:25 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (3)

Hi zusammen.
Wenn jemand kleine Magnete braucht (z.B. Frontbespannung) sollte mal bei Lidl gucken.
50 Stück für 7,99,-. 10mm Durchmesser, 2mm dick und angeblich 1Kg Trag/ Haftkraft.
Gibt es zwar schon seit Mo, aber ich konnte noch welche ergattern. Viel Glück.

Gruß Tommi

P.s.: Die Verpackung ist sehr klein. Ich musste nachfragen, da ich sie übersehen habeBig Grin.

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  3D Druck Gehäuse
Geschrieben von: Audio-Mike - 09.08.2023, 15:58 - Forum: Gehäusebau - Antworten (3)

Hallo zusammen,

ich hab mich ja bereits in den Händlernews kurz vorgestellt: https://www.diy-hifi-forum.eu/forum/show...io-Bereich

Jetzt ist mir aber aufgefallen, dass normale User nicht ohne vorherige Freischaltung des Beitrags posten können. Von Sven gibt es ja bereits einen Thread über seine Druckversuche, den möchte ich aber nicht hijacken.

Mich würde es freuen, wenn ihr hier kreative Anfragen stellt oder Ideen vorstellt. Ich (und gerne auch andere) können dann eine erste Einschätzung geben, wie realistisch die Vorhaben sind und Tipps geben Smile

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  Was lautes, nächster Versuch
Geschrieben von: kboe - 06.08.2023, 18:20 - Forum: Eigenentwicklungen - Antworten (65)

Nachdem mir Forenmitglied Barossi 2 Auax M210Z10 verkauft und Audio-Mike dankenswerter Weise den ersten Prototyp des Joseph Crowe Waveguides gedruckt hat und mir genauso dankenswerter Weise Big Grin in den Ohren liegt, obs denn schon was zu sehen gäbe, hab ich heute mit meinen stümperhaften Mitteln mal was zusammengepickt:
[ATTACH=CONFIG]71164[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]71165[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]71166[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]71167[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]71168[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]71169[/ATTACH]

Wie man sieht, kann man Rundungen nicht nur fräsen, sondern auch aufleimen. ( Auch wenn es Viertelstab nur in 14 und 18 mm gab und nicht in 16 mm wie den Zuschnitt )
Den Ausschnitt für den MT hab ich mit dem verstellbaren Kreisschneider gemacht. Natürlich bricht der Rahmen beim Entfernen des Innenteils. Cool
Gut, sieht man eh nicht und Unebenheiten gleicht man mit Dichtband aus.

Ursprünglich wollte ich die obere Hälfte mit dem WG austauschbar machen, um eventuell tiefere WGs einbauen zu können. Diese Idee hab ich nach einigem Kopfzerbrechen verworfen und die Seitenwände mit Montagekleber an den WG gepickt.
Wie man sieht, kann man sich bei den Zuschnitten bei der Gehäusetiefe problemlos ordentlich verrechnen. Cool
Das krieg ich schon irgendwie dicht.

Wenn jemand eine Idee hat, wie man Endprodukt einen stetigen Übergang von MT zu HT Gehäuse hinkriegen könnte, bitte immer her damit. Wink

Ich werde das Gehäuse innen an allen Fugen mit einer Raupe Montagekleber abdichten. Vielleicht lässt sich das dann ja doch ohne größere Zerstörung wieder zerlegen / ändern.

Die nächsten Herausforderungen sind ein Drehteller zum Messen und die Einarbeitung in VituixCad, um mal was ordentlich entwickeln zu können.
Und: Ich muss den HT aus meinen aktuellen Boxen ausbauen. Die da hin - und her zu montieren ist einiger Aufwand. Es geht also entweder sehr rasch weiter oder sehr langsam.

Gruß
Bernhard



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  Buscher Endstufen und mehr - selber bauen!
Geschrieben von: dy1026u - 03.08.2023, 15:10 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (273)

Moin,

Herr Buscher hat heute alle Informationen, seine Verstärker nachzubauen, veröffentlicht. :prost:

Das sind sehr viele gute Informationen.

Mein Interesse ist ein Pärchen SE25 zu bauen. Muss mich da jedoch zuerst in die ganzen Informationen einarbeiten.

Wenn ich mich für den Bau entschieden habe, würde ich eine Sammelbestellung für Platinen organisieren.

Grüße, Hartmut

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  Ermitteln der Powercompression eines Lsp in ARTA - meine Vorgehensweise (per Request)
Geschrieben von: stoneeh - 03.08.2023, 10:54 - Forum: Ich hab´ da mal ´ne Antwort! - Antworten (6)

Auf Anfrage aus dem Stegreif runtergeschrieben. Das folgende ist die Dokumentation meiner Vorgehensweise für das ermitteln der (hauptsächlich elektrisch-thermischen, aber vll. auch Port- o.ä.) Powercompression eines Lautsprechers in ARTA.

Kein Gewähr für Richtigkeit. Wer die Methodik bei sich anwenden will, tut es auf eigene Gefahr.



- mit LIMP Impedanzmessung durchführen.

- via ohmschen Gesetz errechnen, wie viel Verstärkerspannung notwendig ist, um den Lautsprecher am Impedanzminimum elektrisch-thermisch auszulasten. Richtwert wäre die Belastbarkeitsangabe des Herstellers.
Achtung #1: AES & RMS-Belastbarkeitsangaben beziehen sich auf die Dauerbelastbarkeit; IEC-Angaben (bei Hochtönern üblich) können auch Peak-Werte sein, die nicht dauerhaft anliegen dürfen.
Achtung #2: AES-Belastbarkeitsangaben werden bei breitbandigem Signal (mit Crest -> großer Hub -> gute Kühlung) ermittelt - nicht repräsentativ für zB ein Sinussignal auf die Tuningfrequenz eines Resonatordesigns (BR / Helmholtzresonator, "Horn" / Viertelwellenresonator), wo die Membran sich nicht oder kaum bewegt und der Antrieb nicht oder kaum gekühlt wird.
Achtung #3: bei seiner elektrisch-thermischen max. Belastbarkeit kann je nach Frequenz bereits die mechanische Belastbarkeit des Lsp überschritten sein.

- mit Voltmeter entsprechend RMS-Spannung der Signalkette / des Verstärkers (mit 50 Hz Sinussignal) ermitteln / einstellen.

- Messaufbau für akustische Messung vorbereiten. Die Messung kann im Nahfeld erfolgen, falls die Messkette das bei der max. Anregung ohne übersteuern und/oder nennenswerten Verzerrungen (insb. Klirr beim Mikrofon) schafft. Position von Lsp und Mikrofon dürfen sich über die Messläufe nicht ändern. Absolute Pegelkalibrierung ist egal, lediglich darf sich an dieser über die Messläufe nichts mehr ändern.

- ARTA starten, und in den Spectrum Analyzer (SPA) Modus wechseln.

- repräsentatives Anregungssignal wählen. Im Tiefton darf das imo ein Sinussignal sein, da Musik in dem Frequenzbereich im worst case ein solches darstellt - zB Basssaiten, o. Basslines bei elektronischer Musik. Im Mittelhochton liegt der Crestfaktor von Musik deutlich höher, und ich würde ein Multitonsignal (12 dB Crestfaktor) wählen.
Im ARTA SPA Modus ist das Signal oben links via dem Dropdown-Menü bei "Gen" wählbar.

- in der Menüleiste mit "Generator -> Setup Generator signals" das Signal bearbeiten. Beim Sinussignal kann die Frequenz eingestellt werden, beim Multiton die Auflösung (ich würde 6 bis 12 pro Okt. wählen) und Breite (entsprechend dem jeweiligen Lautsprecher einstellen; oder, auf die max. Breite von 20 bis 20000 Hz, wenn der Lsp eh gefiltert / getrennt ist).

- im selben Menü den Pegel (Level (dBFS)) wählen. Ich fange bei -20 dB, d.h. 20 dB niedriger als die eingangs eingestellte max. Belastbarkeit des Lautsprechers, an.

- für Tieftonmessungen in der Menüleiste die FFT-Größe für bessere Auflösung erhöhen; ich verwende 65536 bei 48 kHz Samplerate.

- bei einer Sinusmessung den Cursor (linke Maustaste) auf die Frequenz des Anregungssignals setzen. In den Werten unten links wird bei "Cursor" der SPL der fundamentalen (die am ehesten interessiert) angezeigt. Bei niedrigeren Pegeln sollte der Wert mit dem RMS-Wert direkt darunter übereinstimmen, bei höheren ist der RMS-Wert etwas höher, da dieser Verzerrungen mit berücksichtigt.

- bei der Multitonmessung gilt ähnliches. Im Mittelhochton liegen nichtlineare Verzerrungen jedoch für diese Messung üblicherweise vernachlässigbar niedrig, d.h. man kann auch nach dem RMS-Wert gehen.

- Messung starten; Achtung, es kann mitunter beim -20 dB Setting bereits laut werden (Hörschutz verwenden).

- den (zeitlich) ersten angezeigten SPL-Wert links unten notieren. Dieser dient als Referenz (Kleinsignalmessung, keine Powercompression).

- im Generator Menü den Pegel (Level (dBFS)) erhöhen. Ich verwende 5 o. 10 dB Schritte.

- Messung mit dem eben eingestellten stärkeren Signal wiederholen. Wiederum den ersten angezeigten Pegel notieren. Die Differenz zwischen dem theoretischen / mathematischen Sollwert (SPL sollte sich um die eben eingestellten +5 o. +10 dB erhöht haben) und dem gemessenen Wert stellt die Kurzzeit-Powercompression bei der Last in Frage dar.
Man kann die Messung nun weiterlaufen lassen. Der SPL wird sich vermutlich weiter reduzieren, und sich irgendwann auf einen fixen, oder sich nur mehr seeehr langsam verändernden Wert einpendeln (Equilibrium zwischen Leistungszufuhr und Wärmeabfuhr). Die Differenz zwischen dem Soll und Ist bei diesem Wert stellt die Langzeit-Powercompression dar.

- Prozedur in weiteren Schritten, am besten je +5 o. +10 dB, bis 0 dB im Generator wiederholen.
Nochmal: Achtung, Gefahr für Lautsprecher und Ohr.
Hinweis: der Level des digitalen Inputs / Audioformats wird rechts unten angezeigt; "OVRL" indiziert ein übersteuern. Aber auch früher in der Messkette, zB am Pre-Amp, kann bereits unabhängig davon ein übersteuern stattfinden.

- bei Sinussignal Prozedur für weitere Frequenzen wiederholen. Insb. bei dem im Bassbereich sich stark ändernden Impedanzverlauf, und der dementsprechend stark variierenden tatsächlich an der Spule anliegenden Leistung, wird man stark unterschiedliche Powercompression ermitteln; an der Einbauresonanz selbst beim Maximum der eingangs festgelegten Verstärkerspannung üblicherweise um 0 dB.

- so hat man nun die Powercompression, Kurz- und Langzeit, für verschiedene Anregungsstärken, ermittelt. Die Hersteller geben das auch gerne so an: zB Powercompression @ 0 dB, Powercompression @ -3 dB, Powercompression @ -10 dB, ...

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