Immer wieder wurden hier messtechnische Themen wie Messen im Raum, TSP-Parametermessung, lineare / nichtlineare Verzerrungen, lineare Auslenkung, etc. diskutiert.
Ein Großteil dieser Themen sind normativ recht gut erfasst. Nachfolgend dazu einige Beispiele:
IEC 60268 Elektroakustische Geräte – Teil 5: Lautsprecher
IEC 60268 Elektroakustische Geräte – Teil 21: Akustische (ausgabebasierte) Messungen
IEC 60268 Elektroakustische Geräte – Teil 22: Elektrische und mechanische Messungen an Wandlern
IEC 62458 Elektroakustische Geräte – Elektroakustische Wandler - Messung von Großsignalparametern
IEC 62459 Elektroakustische Geräte – Elektroakustische Wandler - Messung der Aufhängungsteile
In der IEC 60268-22 sind im Anhang A1 Kenngrößen von Lautsprechern und Anwendergruppen gelistet.
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Da die wenigsten von uns ein Klippel-R&D oder Klippel-QC im Hobbykeller stehen haben, die nachfolgende Frage:
Was davon ist nach eurer Auffassung für den ambitionierten Messknecht interessant und was davon ist mit "Bordmitteln" machbar?
hatte ich wenig Lust meinen, bzw. unseren Weg weiter in Foren zu weiter beschreiben. Da sich in den letzten Jahren allerdings recht viel getan hat, wollte ich hier einen aktuellen Stand posten, um den aktuellen Entwicklungsstand zu dokumentieren. Da ich in diesem Forum gestartet bin und auch über dieses meinen langjährigen Hobby-Entwickler-Kollegen "sonics" kennen gelernt habe, finde ich es nur fair, es auch hier zu starten. In der Zwischenzeit zwischen der Schließung des Threads 2016 und heute ist ein wenig passiert, wir haben viel gebaut, viel verglichen, verworfen und neu gestartet. Der Entwicklungsaufwand war durch vorwiegende Vergleiche in Form von Hörtests sehr aufwändig. Insgesamt wurden 46 unterschiedliche Netzteildesigns probiert, die zu weit über 400 Vergleichsnetzteilen geführt haben. Die sich dann in der Materialauswahl und Dimmensionierung unterschieden. Es gibt kein Bauteil, das wir nicht in Frage gestellt haben - keinen Hersteller, den wir nicht probiert haben - kein Elko, der nicht ausprobiert wurde. Als wir anfingen ging es nur um einen Netzwerkplayer... schnell kippte das Ziel und es mutierte "zur Suche nach dem idealen Netzteil". Schnell wurde uns klar, dass klangliche Steigerungen im Wesentlichen von der Steigerung im Netzteil bestimmt werden.
Ich möchte hier weder irgendwelche Glaubenskriege starten, noch zu sehr in tiefere Diskussionen einsteigen - oder in einen Frage/Antwort-Marathon beginnen - ferner über irgendwelche Messkurven diskutieren. Das überlasse ich anderen. Ich möchte nur dokumentieren. Von meiner Seite der Hinweis, dass es sich bei dem hier gezeigten Weg ausschließlich um ein nicht kommerzielles Projekt für den privaten Eigenbedarf handelt. Ich übernehme im Falle eines Nachbaues keine Haftung oder Support. Ich verkaufe keine fertigen Platinen oder noch schlimmer Leerplatinen. Auch den Verkauf von fertigen Netzteilen haben wir aktuell nicht im Auge - ich habe einen tollen Job, der mich 60-80h/Woche fordert - der ernährt mich - und meine Familie zumindest knapp ausreichend ernährt, um das Hobby betreiben zu können - und ich betreibe es leider sehr extrem.
Mein aktuelles Setup:
Speaker:
Reference 3a - La Suprema II Corian improved, Reference 3A Beryllium Tweeter, 4,7uF Miflex KPCU-1 Capacitor, Duelund Silver Bypass 0,01uF
mein aktueller Favorit: DIY Speaker Lii-Audio Fast 10, W 15 Open Baffle, Foundtek Neo CD 2.0 Bändchen, Rubycon PML-Kondensator 2.2uF - aktive Bassweiche mit Nanodigi
Headphone:
Audeze LCD-XC Bublinga
DIY Headphone-Amp with Powersupply and Clock mod
Cable:
DIY Duelund tinned Copper Speaker-Cable
DIY Duelund RCA-Cable
DIY Duelund tinned copper DC-Cable
internal: Duelund AWG 16/600V
DIY Mains Cable Duelund tinned Copper
diverses von Solidcore und Neotech LS Kabel, Neotech Silber Cinch, Stecker Oyaide C1/P1, 004, Viborg, AHP Klangmodul IV mit Audio Magic Ultra Sicherung
Amplifier:
NewClassD Singularity 2 "Tantalium" Amp (with big big pre-Amp Modification, Mlytic HC Caps and a lot of Modification) - Bass Amp für den W15
NewClassD Singularity 3 "HighSpeed" Amp (with big big pre-Amp Modification, Mlytic HC Caps and a lot of Modification)
Streamer:
DIY Futro S900, NewclassD Neutron Star 2 als interne Masterclock, UGreen USB/Ethernet Adaper, CF-Card Reader
2x NUC7i7DNHE
NUC7CJYH
DIY Audio PC
small crap: RPI, etc
DAC:
DIY ESS9038pro, 4 Neutron Star (1 for the Ideon Audio 3R Special, 1 for the 12MHz PLL of the CM6631A, 1 for the 80MHz 9038pro and one for the 45.xx), Newclassd OpAmp Ultimate Edition, Regulators from Belleson, NCD UWB2
USB-Monica
Switch:
- Buffalo / Neutron Star
- Cisco 2960c Neutron Star
- Cisco SG-200/8
- Netgear GS724
- Dlink with Neutron Star
Warum mache ich das hier? Es gibt aktuell - gerade im internationalen Bereich - Entwicklungen in dem grundsätzlichen Aufbau von Netzteilen. Vieles, was aktuell diskutiert wird, machen wir schon seit Jahren - etliches, gerade was die Reihenfolge und Auswahl der Komponenten angeht, basiert auf dem, was wir machen. In einem anderen Forum gibt es schon einige Hobbykollegen, die ein Netzteil von mir haben - es auch schon nachgebaut und über den Klang der Sunny-Netzteile berichtet haben. Auch in einem bekannten Onlinemagazin wurde für einen Test auf meinen Streamer V 1 und ein 4 Rail Sunny-Power Netzteil zurückgegriffen.
Ich möchte hier die Quantensprünge auf diesem Weg in den nächsten Tagen aufzeigen. Da sind jeweils nur die großen Sprünge - die unzähligen kleinen Steps würden den Umfang dieses Berichtes sprengen. Die Fotos kommen von mir, sind Ausschnitte aus hier in diesem Forum geposteten Fotos oder mit entsprechender Quellenangabe des Fremdforums.
Sämtliche Fremdgeräte, über die schreibe (Uptone Audio, Paul Hynes, etc. habe ich selber zum Vergleich gekauft und für mich bewertet). Liebe kommerzielle Hersteller oder Anbieter: Wir haben weder Trafos noch Elkos erfunden - auch die Erfindung der Elektrizität geht auf ein anderes Konto - wir haben aber einige Bestandteile und Reihenfolgen in Netzteilentwickungen durch unzählige Testfolgen und einen wahnsinnigen Materialaufwand begründet - Wenn Ihr sie Euch zunutze macht, wäre es auch ohne Gebrauchsmuster oder dergleichen mehr als fair, man kontaktiert mich im Vorwege. Im Zuge dieser Dokumentation werde ich auf alle Konstruktionspunkte eingehen und öffentlich machen.
Es ist nicht einfach ein solches Thema von Null zu starten. Wo fängt man an? Ich habe hier - bis auf den beendeten Thread aus 2014-2016 keine nennenswerte Historie, an die man anknüpfern kann. Da ich mich auf einige wichtige Punkte aus meiner Sichtweise beschränken will, springe ich einfach mitten rein....
Wir haben mit allen Arten von Engergiespreichern gespielt. Den Höhepunkt im Bereich der geringen Innenwiderstände hatten wir 2014 - Wir verwendeten zunächst vorgeladene 3000F !!! Maxwell Ultracaps. Diese hatten einen geringen Innenwiderstand von 0,5mOhm. Wir hatten damals in einem Entwicklungsschlenker die Fiktion, wir könnten einige Zeit ohne Netz-Kontakt direkt aus dem Ultracap hören. Zunächst sollte es das damals verwendete Wave-IO sein, das wir versorgt haben. Wir hatten damals die Vermutung, die sich bis heute bestätigt hat, das USB/I2S-Modul ist wichtiger, als ein DAC-Chip. Daher wollten wir an der wichtigsten Stelle aus damaliger Sicht anfangen.
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Das klappte recht gut, war natürlich sehr aufwändig vom Ladevorgang her betrachtet. Klanglich haben wir damit allerdings nicht das gefunden, was wir uns erhofft hatten. Nach dem Abschalten der Netzspannung wurde der Klang von Minute zu Minute langweiler. Bessern konnten wir es, indem wir zusätzlich ein kleines Low-Noise-Netzteil hinzu geschaltet hatten. Damit konnte die Spannung gehalten werden, was dem Klang gut tat. Später haben wir ausgangsseitig zusätzlich Polymer Kondensatoren gesetzt und im nächsten Schritt einen ausgangsseitigen Regler und weitere reguläre Kapazitäten.
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November 2015 setzten wir die Ultrakondensatoren mit zusätzlichem Choke-Netzteil ein. Die Kapazität wurde geringer ("nur" noch 350F) dafür wurde das Handling mit Balancern und leistungsstarken LT1083 Reglern einfacher. Ein wenig später kam John Swenson mit seinem Ultrakondensator basierten Netzteil Ultracap LPS-1 raus. Er hatte das Konzept besser zu Ende gedacht und setzte kleine Ultracaps mit wenigen Farad ein und schaltete 2 Bänke wechselseitig ein und aus.
Zu der Zeit, als sein Netzteil die Foren beherrschte, haben wir das Konzept beerdigt - denn es kam ein neuer Platzhirsch, der uns seit dem viele Jahre begleitet hat und der seine Basis bei uns August 2017 hatte. Aus vielen Hörtests mit unterschiedlichen Arten der Gleichrichtung kamen wir durch einen HInweis vom befreundeten Nutzer Solidcore auf den LT4320 von Texas Instruments. Zunächst der erste Prototype noch auf Lochraser, der für uns einen der bahnbrechenden Veränderungen brachte. Die aktive Diode hatte alle klanglichen Vorteile aller Dioden vereint. Ich konnte im November 2017 Vasilis Tounas - Entwickler von Ideon Audio dazu überreden, uns ein PCB für den täglichen Betrieb zu zeichnen.
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Wir griffen u.a. auch auf unsere Hörerfahrungen aus unser "Snubber" Zeit zurück - wor wir einen Snubber an jedes Gerät gebaut hatten. (Wir hatten verschiedene Zeitepochen (Dynamatzeitalter, Kupferzeitalter, Neutron Star-Zeitalter... - die Inhalte der jeweiligen Perioden sind selbsterklärend und wurden auch lustig durcheinander angewendet)
Neben einem passend dimmensionierten Snubber haben wir immer einen Commonmode-Noise-Choke in die Netzteile vor der Gleichrichtung gesetzt. Hier ein Bildausschnitt aus diesem Forum noch mit Schottkie-Doiden - später wanderten an diese gleiche Stelle die Mosfets der aktiven Diode.
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Das Filterelement bestehend aus 2 Stück X2-Kondensatoren 0.1uF -0,33uF und einer CM-Choke haben wir auch entsprechend vor den LT4320 gebaut, er reagiert klanglich gut wahrnehmbar auf CM-Noise, der aus dem Trafo kommt. So eine CM-Choke ist kein teures Bauteil - aber fortan ein wichtiger Baustein in unser Netzteiltypologie.
Hier ein Ausschnitt aus dem vor vor letzten Stand - einer Einzelplatine für den LT4320:
zu dem Zeitpunkt war die Bestückung der Platine noch an Empfehlungen von John Swensson gehalten, der zwischen Gleichrichtung und nachfiolgender Choke "nur" eine kleine Kapazität von 47uF verwendete, dies auch gut erklären konnte. Einige Generationen später haben wir aufgrund von gelegendlichen Brummproblemen in der Hammond Choke ZJ159 (10mH / 5A) deutlich angehoben. Die "kurze" Platine war sehr flexibel. Damals hatte ich 4 Platinen für unterschiedliche Einsatzzwecke, die ich hier kurz vorgestellt habe.
Es gab eine Platine für die positive Spannungsversorgung, eine für negativ, einen Regler-Träger für 78.xx Regler (UWB2, Sparkos, Sellarz Audio oder Belleson - ich habe alle) sowie die einzelne Gleichrichtung.
Es gibt folgende Hauptbestandteile für ein Sunny-Netzteil:
- Trafo
- Filter
- aktive Gleichrichtung / LT4320 - heute per fertig-Modul
- Kondensatoren (Auswahl und Dimmensionierung)
- Choke (Hammond oder vergleichbar von Monacor)
- Kapazitätsmultiplier - Sziklai Darlington
- Bypass-Folien
- Regler
- Ausgangsseitige Kapazitäten / Folien und Bypässe anzustrebende Ausgangsimpedanzen etc.
auf jeden Punkt werde ich in den nächsten Tagen eingehen und dem interessierten Infos an die Hand geben, wie wir von diesen Anfängen bis zum aktuellen Design gekommen sind.
Leider bin ich noch immer sehr unsicher was das Messen und das lesen von Diagrammen betrifft und wünsche mir noch einmal ein kleines bisschen Hilfe
Gemessen hab ich mit 120cm Abstand zu allen Wänden in einer Höhe von 120cm auf Achse vom Hochtonhorn.
Der Abstand zwischen Mikrofon und Horntrichterende betrug 85cm.
Das Gate hab ich dann bei 4,5ms gesetzt
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Sind die Messungen und die Skalierung so in Ordnung und richtig gemacht?
ich hab hab hier ein fertiges DoppelTT Gehäuse mit getrennten TT Volumina und trage mich mit dem Gedanken die Volumina wegen Verwendung anderer TT zu vereinen. Gehen wir bitte einfach davon aus, dass das von den Parametern her passt, denn ich verwende eine Membranregelung.
Das Trennbrett der Volumina ist schräg im Gehäuse verklebt und ich kann eventuell durch die Öffnung für die Aktivelektronik drankommen.
Aber ich bin halt kein wirklicher Holzwerker und frage deshalb lieber erstmal: Wie würdet Ihr das machen und was ist zu beachten?
Samstag, den 31.07.2021 stelle ich meine aktuellen Open Baffle und meine Akkuverstärker in den Garten (Hamburg-Iserbrook) und es besteht die Möglichkeit diesem Setup entspannt zu lauschen.
Ab 10:00 Uhr
Für sein/ihr leibliches Wohl sorgt jede-r bitte selber. Es gibt nen kleinen Grill.
Es haben schon nen Paar zugesagt und coronabedingt sollten es auch nicht zu Viele werden.
Bei Interesse bitte PN und dann gibt es auch die genaue Adresse.
Bei Interesse können Schallplatten per Ultraschall gewaschen werden und wer meint unbedingt Audioequipment mitzubringen, kann das gerne tun.
Sinn und Zweck soll das zusammentragen von verschiedenen Frontplatten-Designs, bzw. Vorschläge zu diesem, sein.
Ich will da keine lange Geschichte draus machen ......... nur ein bisschen meinen Horizont erweitern, was so alles "machbar" wäre.
Die Bedienelemente auf der Frontplatte beschränken sich auf Quellenwahl, Lautstärke (beides Drehschalter) Ausgangswahl (2 Kippschalter für line out, Headphone und Sub/Sat out)
sowie 2 Potis für die eingebaute Sub/ Sat - Weiche
Dazu 8 LED für die Anzeige Eingang/ Ausgang
Chassisrahmen in bei mir üblicher Bauweise .................. Trägerplatte der Bedienelemente ist 2 x 3mm Alublech aufeinander, um eine verdeckte Montage ohne vorstehende Schrauben zu ermöglichen.
Was da als eigentliche (Schmuck-) Frontplatte letztendlich montiert wird, ist mir noch nicht klar ................. wieder hinterleuchtetes Acrylglas?, oder "blue pearl - Marmor" ? ......... einfach nur geschliffenes Messing/ Alu / Kupfer ? ..................
Kommt dann letztendlich auch wieder in ein "woodcase" ........... eben `70ger style"
Ich warte auf Vorschläge.....
Gruß
Arvid
P.s: Keine Angst - das wird jetzt hier nicht ein neuer Baubericht ...... ich hoffe auf eine rege Beteiligung für eine Designsammlung.
Irgendwann erwischt es wohl jeden... jedenfalls wastel ich gerade an einem Päärchen CT230.
Ob ich die bei mir irgendwo hinstelle oder verschenken werde, ist noch nicht raus. Meine Tochter hat mir meine Twiggys geklaut, deshalb gibt es theoretisch eine Vakanz im Esszimmer. Im Grunde war ich einfach nur neugierig, wie dieser doch einigermaßen legendäre Bauvorschlag in meinen Ohren klingen würde. Ich kann mit den Gehäusen notfalls noch was anderes anstellen, denn die Front ist wechselbar ausgelegt.
Hier ein paar Bilder vom Bau:
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Die Frequenzweiche entspricht dem Plan aus K&T 2017.3, also mit 2x 4,7µF im Hochpass und Impedanzkorrektur.
Das Gehäuse habe ich aus 15mm Buchen-Multiplex gebaut. Bislang gibt es noch keine Versteifungen, dafür aber je eine große Bodenfliese an den nach innen zeigenden Seitenwänden.
Nicht gerade zierlich, die CT230, selbst im Vergleich zur PowerDuo, die man dahinter (and Wand gerückt) erahnen kann...
Die Klangbeschreibungen in K&T und sonstwo kann ich nachvollziehen: Alles sehr schön knackig und dynamisch und erstaunlich durchhörbar. Angesichts der Materialkosten wirklich fantastisch!
Stimmen nerven ab einer gewissen Lautstärke etwas. Das hatte ich im Grunde erwartet. Es gibt ja genug Ansätze, um Verfärbungen im Mitteltonbereich zu erklären:
- eigentlich zu dünnes Multiplex und (noch) fehlende Versteifungen
- Schmutz aus dem nach vorn zeigenden BR Rohr
- In K&T erwähnte "vorlaute Mitten"
- 1-1.5kHz Buckel in Boxsim 1.20 simu
Jetzt überlege ich, welchen dieser Aspekte ich angehen soll, und wie.
Es wäre toll, wenn Ihr, liebe Forumsmenschen, mir dabei helfen würdet!
Das passt gut zur Simulation in Boxsim 1.20:
[ATTACH=CONFIG]61629[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]61628[/ATTACH]
Der Impedanzverlauf in K&T sieht allerdings etwas anders aus (noch weniger Welligkeit zwischen 1-3kHz).
Frequenzgang ohne Fenster, 1m Abstand, auf Achse, linker und rechter LS separat (rot und grün):
[ATTACH=CONFIG]61631[/ATTACH]
Die Unterschiede im Bass kenne ich so schon von anderen Lautsprechern an den gleichen Stellen, das ist natürlich der Raum.
Bis hierhin würde ich jetzt erst mal festhalten, dass ich vermutlich keinen Fehler in der Frequenzweiche habe, und dass der Frequenzgang insgesamt hinkommen könnte.
Die Senke bei 2-3kHz und die Betonung um 12kHZ sind so auch in K&T und in der Boxsim Simu zu finden.
Der breite Buckel bei 450Hz dagegen ist unerklärt. Ich sehe ihn bei andern Lautsprechern, die ich an gleiche Stelle gemessen habe, nicht. Es ist also auch keine direkte Auswirkung irgendwelcher frühen Reflexionen.
Ich benutze gern das "Audiotool" für Android, mit dem ich beim Hören ein live Spektrogramm anschauen kann. Auf diese Weise kann man auch ohne absolutes Gehör schnell zuordnen, welche Frequenzen die "Nervfrequenzen" sind, die bei Stimmen stören. Ja, es sind die 450Hz.
Im Nahfeld (direkt vorm Treiber/im BR Rohr) sehen die Frequenzgänge so aus (Rechts habe ich die 1m Messungen in Geld hinzugefügt):
[ATTACH=CONFIG]61632[/ATTACH] [ATTACH=CONFIG]61633[/ATTACH]
Kein 450Hz Buckel am TT (violette Kurve)!
Aber leichte Spuren in den BR und HT Frequzenzgängen.
Ich bin jetzt also erst mal davon ausgegangen, dass die 450Hz Störung vom Gehäuse kommt.
ABER
Ich habe das Boxsim Projekt gestern noch mal im neuen Boxsim 2.1 geladen. Und siehe da, plötzlich sehe ich einen 450Hz Buckel in der Simulation!:
[ATTACH=CONFIG]61634[/ATTACH]
Was also nun?
Ich kann einen Sperrkreis bauen (Teile schon bestellt) und/oder das Gehäuse versteifen/dämmen. Was auch immer ich tue, ich würde es gern so machen, dass ich am Ende was gelernt habe. Bevor ich loslege, wollte ich deshalb gern Eure Meinungen hören, oder - noch besser - Frequenzgänge von Euren CT230 sehen.
Vielen Dank schon mal! Ich freue mich auf Eure Antworten.
ok, ich weiß noch nicht wie lang das hier wird, aber ich werde versuchen unterhaltsam zu bleiben. Youtube Version ist keine geplant, Interessierte werden wohl ums lesen nicht herum kommen.
Ich hatte mich jahrelang nur mit PC's beschäftigt und mich auf seltene Vintage Hardware und das bauen entsprechender Rechner konzentriert.Hat echt Spaß gemacht und meine damals gegründete FB-Gruppe "IG Altsilizium" erfreut sich auch heute noch guter Gesundheit. Nun begab es sich aber zu genau dieser Zeit, daß Kaiser Herodes ... ach ne, falscher Film. Also ich habe ziemlich zeitgleich mit Gründung der Gruppe meine komplette Hardware Sammlung an das Schicksal verloren. Nochmal von vorne Anfangen? Ne, absolut nicht drin, da ich jahrelang intensiv gesammelt hatte. Ich war echt bedient.
Das Blöde ist, ohne Basteln kann ich nicht.
Also habe ich mal die Optionen verglichen: Autos, ne hatte ich schon und ich bin keine 18 mehr. Mopeds, ne hatte ich schon und ich bin keine 20 mehr. Modellbau, genau, hatte ich schon und hat mir irgendwann nichts mehr gebracht. Lautsprecher bauen? Hmm, bis jetzt ein Versuch mit 16, der aufgrund maßloser Selbstüberschätzung grandios gescheitert ist. Aber Musik hör ich echt gern, und jetzt, so mit Hilfe aus dem Netz und praktisch einer endlosen Fülle an Informationen und der Möglichkeit sich ohne Brieftauben mit Gleichgesinnten auszutauschen ... , könnte was werden.
Ok, kurze Bestandsaufnahme: Fantsie und eine Vorstellung was ich machen wollte waren da. Halbwissen, tonnenweise, Fachwissen, naja, ich lese ja gerne. Budget, verdammt begrenzt. Werkstatt/ Werkzeug, hmm ... da waren sie wieder, meine drei Probleme ... .
Was ich wusste, für die komplette Eigenentwicklung eines Passivlautsprechers würde es keinesfalls reichen. Da braucht man neben gutem Willen und handwerklichem Geschick nämlich auch richtig Ahnung.
Aber ok, was passives stand eh nicht zur Debatte.
Nach ein paar Recherchen habe ich mir einfach zwei mal den "China Blue", also den supergünstigen LM1875 Bausatz mit der kleinen blauen Platine aus China bestellt. Nur mal so zum ausprobieren. Ich hatte zwar anfangs keine Ahnung was eine symmetrische Spannungsversorgung ist, aber sowas kann man ja nachlesen. Die Dinger zusammen gelötet, an irgendein herumliegendes Lautsprecherchassis angeschlossen und ich war mir plötzlich um einiges sicherer wie das alles weitergehen sollte.
So ein LM1875 hat zwar "nur" 20W, aber mein vollaktiver Fantasielautsprecher hatte 2.5-Wege, und 3x 20W, das hörte sich schon nach was an.
Blöderweise hatte ich zwar eine Vorstellung davon, wie das mal ausehen sollte (2.1, schlanke 2.5-Wege Satelliten + Subwoofer), aber immernoch zuwenig Ahnung das selber zu entwickeln. Die Chassis durften nicht allzuviel kosten, und es sollte sich im Netz dafür ein Gehäuse finden lassen das ich für meine Vorstellungen anpassen konnte.
Fündig wurde ich beim .pdf des Herrn Kirchner, der eine Photostory zur Entwicklung der 2-Wege Regalbox "Nugget" veröffentlicht hatte. Volltreffer.
Der Verwendete Gradient Tiefmitteltöner passte in mein begrenztes Budget und brauchte nicht viel Volumen. Wenn man dann zwei Nuggets aufeinanderstellt und untenrum noch ein paar Zentimeter für die Elektronik dazu gibt, kann man da schöne schlanke Standboxen mit bauen. Auf den AMT habe ich dann aber aus Budget-Gründen verzichtet und eine DTM 104/8 Kalotte von Monacor verwendet.
Nebenbei wurden LM1875 Verstärker gelötet. Ok, ich weiß es in der Zwischenzeit auch. Was da aus China unter der Bezeichnung LM1875 kommt sind alles Fakes. Klingen tun die Teile trotzdem wie original (nicht nur meine Meinung), es fehlen lediglich jegliche Schutzschaltungen. Dementsprechend habe ich ChipAmp Erfahrung gesammelt. Inverting, non inverting, Transconductance, Composite, mit Ausgangstransistoren ... ich habe so ziemlich jede Schaltung mit dem LM1875 gebaut, die ich gefunden hab. Die fehlenden Schutzschaltungen kompensiert der immer freundliche Herr Wang ganz einfach über den Preis. Es tat nicht mal mir so wirklich weh, wenn alle Woche mal so ein Ding explodiert ist. Ich habe aber auch gegenteiliges mit diesen kleinen Chips erlebt. Als ich eines Abends kein Ende finden konnte, und übermüdet einen 470µF Elko falsch herumeingebaut hatte, fiel das in der ersten Minute des Tests garnicht weiter auf. Mir fiel ein Werkzeug vom Tisch, ich bückte mich und während ich mit dem Kopf unter die Tischplatte abgetaucht war, gibts über mir einen Knall. Ich heb den Kopf über die Tischplatte und mir gehen zwei Gedanken durch den Kopf: "Hmm, die ganze Platine brennt. Das ist mal was Neues". Dann: "Hey, der spielt ja noch. Tapferer kleiner Amp ...".
Lautsprecherchassis, Boxengehäuse und Verstärker waren also gefunden. Was fehlte war eine passende aktive Weiche, die natürlich auch nichts kosten durfte. Ist dann schon klasse, wenn einem mit dem EQ APO/ Peace, REW und RePhase Freeware in die Hand gegeben wird, die so mächtig ist, daß selbst Luke und Obi Wan Kenobi Komplexe bekommen. Als Zuspieler und SW-Weiche leistet eine ersteigerte Xonar D2X Ordentliches.
Pläne hatte ich zwar von praktisch allem zu bauenden gezeichnet, aber vieles entscheidet sich bei mir erst im Moment der Herstellung/ des Zusammenbaus. Elektrowerkzeug war bis auf eine Bohrmaschine und den Lötkolben auch nicht vorhanden. So verzichtete ich z. B. bei der ersten Box (nennen wir sie Mk I) auf das ausfräsen der Lautsprechersitze. Lackierer ist an mir auch keiner verloren gegangen, aber nach dem Zahlen von einigem Lehrgeld, das ich in meiner Währung, Zeit, gezahlt hatte, war dann die erste Box fertig (beide Boxen parallel zu bauen war mir zu teuer). Das Ergebnis war, eigentlich genau so wie ich mir das vorgestellt hatte. Auch der Klang war/ ist richtig gut. Eigentlich hatte ich mehr als ich erwartet hatte. Nur haben sich meine Erwartungen während des Baus geändert, und kleine Unstimmigkeiten (wie die nicht versenkten Chassis, die Ausführung des unteren Volumens (der "halbe Weg", der nach der Übernahme vom SW dem TMT1 beim Bass zur Seite stehen soll) als Bassreflexgehäuse, die fehlende Trennung des Hochtöners vom Tiefmittelton Volumen oder die dann doch etwas magere Leistung der LM1875) gefielen mir dann einfach nicht. Ich hab das ganze also noch einmal leicht überarbeitet. Etwas größere Ausmaße, versenkte Chassis (geht auch ohne Oberfräse mit Messer und Feile), zwei geschlossene 8,5l Volumen, ein davon abgetrennter Hochtöner und statt der LM1875 jetzt pro Box drei LM3886. Da muss ich jetzt nochmal dem immer netten Herrn Wang danken. Gerbers für LM1875 und LM3886 Platinen hingeschickt, 13,38€ mit Versand bezahlt und nach 10 Tagen hatte ich via Airmail 20 Verstärker-Platinen. Diese kleinen gelben Teufelskerle ... besser gehts nicht. Nie wieder Experimentierplatinen. Die neue Box, nennen wir sie Mk II, ist noch nicht zu 100% fertig aber sie funktioniert. Technisch sind beide Versionen so gut wie identisch (nachdem ich den Bassreflexkanal mit einer alten Socke verschlossen habe) und klanglich/ leistungsmäßig bin ich auch von wesentlich teureren Kauf-Komponenten noch nie so gut bedient worden. Jetzt muss ich halt noch die zweite MK II bauen. Muss mir nur erstmal wieder einen brauchbaren Job suchen. Macht dann schon mehr Laune, wenn man beim Material & Werkzeug nicht ganz so eingeschränkt ist. Aber hey, auch mit Hartz4 geht was. Das fehlende Bare muss man halt mit Zeit und Einsatz kompensieren. Manchmal frustrierend, aber machbar. Gerade mit der zweiten Version der Box bin ich sehr zufrieden, und habe gedacht, ich berichte mal.
Respekt an alle, die bis hierhin durchgehalten haben
Viele Grüße
Jochen
P.S.: Einen hab ich noch. Zwecks Servicefreundlichkeit sitzen die Amps und der Trafo in verschiedenen Kammern auf
Aluplatten die auf Schubladenschienen geschraubt sind. Dazu sind die Amps als Module ausgeführt und können recht
einfach nach lösen des Chips von der Backplate aus diesem Alu "Magazin" herausgezogen werden.
Zitat:8. Das Unterforum Off-Topic dient dem Austausch über Themen, die nicht unmittelbar mit dem Thema DIY zu tun haben.
Da hier teilweise auch Themen auftauchen, die zu sehr kontroversen Diskussionen führen, sollten hier keine Diskussionen über Politik eröffnet werden. Sollte dies dennoch geschehen, wird das Thema durch die Moderation geschlossen und ggf. gelöscht. Verlinkungen zu diesen Themen sind ebenfalls untersagt!
Wann wurde die Änderung / Erweiterung mit den Usern kommuniziert?
Ich finde die Änderung sinnvoll, keine Frage. Aber darüber müssen die User informiert werden.