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  TDA7492 unterschiedliche Max-Spannung 4 - 8 Ohm
Geschrieben von: Andre (Ra) - 12.01.2015, 09:15 - Forum: Bausätze - Antworten (16)

Haloo,

ich habe folgendes Board erstanden:

http://www.aliexpress.com/item/New-TDA74...61894.html

und dazu ein SMPS mit 24 Volt.

In der Beschreibung des Boards steht, dass bei einer 4 Ohm Last maximal 18 Volt Spannung verwendet werden sollen. Ab 6 Ohm dann 24 Volt...

Kennt jemand das Board und kann mir sagen, womit das zusammenhängt? Das SMSL SA 50 Teil hat ja auch ein 24V Netzteil und da lese ich nix von Einschränkungen.

Sollte es so sein, dass ich bei 4 Ohm Last nur 18 Volt anlegen darf, müsste ich einen Festspannungsregler mit verbauen. Wie müsste der aussehen, damit er 5 Ampere verträgt?

Gruß
Andre

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  Wellenherz
Geschrieben von: 2pi - 11.01.2015, 23:02 - Forum: Eigenentwicklungen - Antworten (19)

Nach dem Spiel ist ja bekannterweise vor dem Spiel. Aber jetzt lassen wir den Ball mal ruhen, was jedoch nicht mit flachhalten gleichzusetzen ist Big Grin

Es ist da eine wohl funktionierende Idee gereift. Leider habe ich keine Zeit (wer kennt das nicht), da noch ein paar andere Projekte endlich mal abgeschlossen werden wollen, kein Kleingeld und keinen Platz.

Deshalb baue ich jetzt mal einen "Papierlautsprecher", um die Idee zu konservieren.

Ausschlaggebend dafür ist die neue Wavecor Kalotte TW030WA1x.

Eigentlich wollte ich schon immer mal was mit der Seas DXT machen. Aber zum guten Ton eines Lautsprechers gehört für mich auch eine gewisse vertikale kontrolle. Und eine quasi D'Appo mit der DXT fände ich persönlich wegen den drohenden Nebenkeulen aufgrund der relativ hohen Trennfrequenz eben nicht gut genug. Es wäre doch schön, wenn man tiefer trennen könnte.
Genau das geht mit dem 30er Kalotten-Dickschiff, auch wenn es obenrum dann enger zugeht.

Die simple Schallwandform von Zwischenspiel hat sich ja offensichtlich bewährt. Also warum in die Ferne schweifen ?
Der HT hat einen Durchmesser von 115mm. Also würde ein Satz 12cm Tief-Mittel-Töner passen. Am besten welche mit mindestens zwei flachen Korbrändern, um den Abstand der Zentren zu Minimieren.

Moment, da gibt's doch was schönes von...Wavecor; namentlich WF120BD07/08.

Ok, preislich nicht gerade eine Occasion aber rundum gut. Allerdings dürfte ernsthafter Bass auch bei zwei Treibern in CB hier etwas auf der Strecke bleiben. Aber da Papier-LSP ja nichts kosten, kann man aus dem Vollen schöpfen Big Grin

Es darf also ein richtiger TT der Hub- und CB-Zunft sein, der so bis 200Hz arbeiten muss. Wie von mir präferiert, würde er gen Boden rutschen, um typische, aufstellungsbedingte Auslöschungen im Bereich von 100 bis 200 Hz zu umgehen.
Zufälligerweise gibt's da gleich zwei schöne von...Wavecor. Sie hören auf die Namen SW215WA01 und SW270WA01.

Je nach Gehäusetiefe kann man also wählen. Ich bin sicher, beide machen ziemlich Bumm für ihre Größen, ohne dabei nur von Eq. und Watts zu zehren.

Bei D'Appo bzw. TMT kommt ja sofort prinzipbedingt die Frage nach der Trennfrequenz. Der TW-Kalotte traue ich aus dem Stand 1,4 KHz in Sachen Hifi zu bei einem Filter 4. Ordnung. Diese würde quasi perfekt aufgrund der niedrigen Resonanz-F. funktionieren.

Wenn man alle Treiber schön nah aneinanderkuschelt, ergeben sich 220mm Abstand. Die optimale Trennfrequenz wäre also

FDappo <= 1042HZ

Vertikal mit LR4 sollte sich dennoch ein "brauchbares" Verhalten einstellen, welches sich im Vergleich zu vielen anderen quasi D'Appos so schlecht nicht schlagen sollte. Jedenfalls halte ich die Treiberkombi für einen gangbaren Kompromiss, welcher bisweilen seines Gleichen sucht, wenn man nicht einen Minibreitbänder als HT einsetzt, was wiederum starken Einfluss auf das Gehäuse hat wie man bei Kierkegaard schön sehen kann.

Die große Fase oben sollten weitere vertikale Schweinereien minimieren.

[Bild: picture.php?albumid=168&pictureid=20542]

[Bild: picture.php?albumid=168&pictureid=20543]

Man könnte die Schallwand auch vertikal symmetrisch machen und den Tieftöner in eigenem Gehäuse drunter.

[Bild: picture.php?albumid=168&pictureid=20544]

[Bild: picture.php?albumid=168&pictureid=20545]

Treiberkosten der sich bietenden Varianten:

Version mit
WF120BD08: 160€ (a 80€)
TW030WA12: 75€
SW215WA01: 99€
Gesamt: 334€ pro Box

WF120BD08: 160€ (a 80€)
TW030WA12: 75€
SW270WA01: 135€
Gesamt: 370€ pro Box

Für hundert Euro weniger pro Box könnte man einen technisch und höchstwahrscheinlich klanglich gleichwertigen LSP mit je zwei SDS-P830855 und SLS8 oder dem (preislich interessanteren) SLS10 bauen.

Sähen halt nicht so hochwertig aus aber 200€ sind ja schon ein Argument.
SDS-P830855: 72€ (a 36€)
TW030WA12: 75€
SLS10: 88€
Gesamt: 235€ pro Box

Wenn man so will, ist der LSP eine Symbiose aus Kierkegaard und Zwischenspiel. Das an sich war so nicht das Ziel. Aber wenn man funktionierende Elemente weiter verwendet, um die Abstrahlung horizontal und vertikal gut und einfach hinzubekommen, sieht man halt die Abstammung.

Grüße

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  Sokrates Mk II, aka high-end PreamPi
Geschrieben von: 2pi - 11.01.2015, 22:38 - Forum: Eigenentwicklungen - Antworten (143)

Das Konzept von PreamPi hat mir selber so gut gefallen, daß es meinen jetzigen Vorverstärker ersetzen soll, daher auch der Name.
Die bestechende Einfachheit von PreamPi wird jetzt noch um ein paar Features und Feinsinn erweitert.
D.h., es werden an entscheidenden Stellen nochmal ein paar Schippen oben drauf gepackt, um die Sache Vorverstärker gänzlich rund zu machen.
Für mich persönlich soll das Thema analoger Vorverstärker dann abgehakt sein.

1. Wie bereits schon mal angedeutet, kann man den Klapperatismus noch rauschärmer gestalten, in dem man sowohl die Eingangspuffer also auch die Differenzverstärker parallel auslegt. Und wie schon mal gesagt: PreamPi hat hier kein Problem, aber es geht noch was.
Mit jeder Verdopplung aller OPs kann man 3dB Rauschen loswerden.
Der bislang verwendete OP ist da schon von Haus richtig gut. Es gibt eigentlich nur einen, der in diesem Punkt besser ist: der AD797. Allerdings würde die Sache dann so teuer werden bei minimalem Vorteil gegenüber dem LM4562, daß es wirklich nicht vernüftig wäre. Um es in Relation auszudrücken: ich spreche von 115€ an OPs pro Kanal anstatt max. 20€. Außderdem benötigt der AD797 eine aufwändigere Außenbeschaltung, worunter das Layout leiden würde und teilweise wieder sogar der Rauschwert, den man vorher noch so teuer bezahlt hat.
Am meisten kann man loswerden, wenn man die Diff-amps parallelisiert. Nehmen wir also 4 statt 1. Ein wenig lässt sich noch abgreifen, wenn man auch mehrere Spannungsfolger einsetzt. Lassen wir hier es ebenfalls 4, also 2 Paare, sein. Mehr ist abermals aufgrund des Layouts nicht sinnvoll.
Insgesamt mit 820 Ohm Widerständen um die Diff.Amps kommt man jetzt auf ein Rauschen, welches dem eines einfachen NE5532 als Spannungsfolger ohne jeglichen Widerstand entspricht.
Auch bei dieser Version werde ich auf Singalsymmetrie verzichten. Denn sonst bekommt man ja wieder eine Verstärkung, die man gar nicht will; mehr dazu unten.
Außerdem spricht alles dafür, daß es auch bei längeren Kabeln kein Problem ist, da der Ausgangswiderstand so gering ist.
Das DC Ausgangsfilter würde ich so lassen. Es gibt zwar elegantere Methoden allerdings nur bei Diff-amps, die nicht, wie in diesem Falle, mehrfach ausgeführt sind. Allerdings kommt diesmal lediglich ein bipolarer Elko zum Einsatz.
Die Grenzfrequenz ist wieder so gewählt, daß im worst case gerade die "magischen" 80mVrms bei 20Hz abfallen würden, wenn die Endstufe einen Eingangwiderstand von 1K Ohm hätte und bei 20Hz noch voller Pegel von 1Vrms vorhanden wäre. Beides ist unwahrscheinlich.

2. Als nächste Verbesserung würde ich gerne das Poti loswerden. Das hat zwar super funktioniert, inbesondere die Verzerrungen, die Potis üblicherweise so generieren, waren mit dieser Topologie eliminiert. Aber Verstärkung braucht heutzutage kein Mensch in einem Pre, da Endstufen aus technischen Gründen normalerweise mehr als genug davon haben. Es haben ja auch immer wieder Leute den Wunsch geäußert, lieber den Regelbereich der Lautstärke zu erweitern, um feiner justieren zu können. Mehr dazu unten. Und ich finde, am besten soll es dabei auch noch betriebssicherer werden.

3. Im Netzteil und an der Mute-Relaissteuerung lässt sich noch ein wenig was verbessern und eleganter machen.

4. Last but not least, braucht das Kind auch noch ein Kopfhörerverstärker. Ist ja technisch auch kein Problem. Aber eben nicht gerade wichtigster Teil einer Minimallösung.

Also, was ist der Plan ?
1. Wurde schon ausreichend beschrieben.
Allerdings hat sich herausgestellt, daß das Layout mit Einfach-OPs schöner zu routen ist bei throughhole Bauteilen als mit mehrfach OPs.
Daher wird der LME49710 zum Einsatz kommen, welcher ein einfacher LM4562 ist. Bei ein paar wichtigen Werten ist er jeweils sogar noch einen Ticken besser ! Das wird doch gerne genommen.

2. Hier schwebt mir eine analoge Lösung vor, welche den Bereich in sinnvollen Abstufungen regelt. Ein PGA 2311 ginge, würde aber das bisherige geniale Schaltungskonzept verändern.
Außerdem besteht auch eine technisch reizvolle Herausforderung für mich immer noch darin, das ganze mit Relais und Festwiderständen hinzubekommen. Vielleicht ist das die sexieste aller Varianten, obwohl es Leute geben soll, die das Tickern der Relais nicht mögen.
In keinem Falle darf es "knallen" beim Drehen.
Verstärkungen von >1 sind primär nicht vorgesehen. Letztlich bestimmen die gewählten Widerständsserien in der Regelung, was passiert. Also kann man sogar vor Faktor 1 aufhören oder doch etwas verstärken, wenn man denn unbedingt will.
Dann braucht das ganze noch eine Fernbedienung für Lautstärke und Quellenwahl.

3. Das Mute-Relais-timing im Netzteil soll vom alt-ehrwürdigen NE555 gemacht werden und für die Remote Spannung für Endstufen wird die Z-Diodenlösung gegen einen simplen aber robusten 7812 getauscht.
Dazu kommt ein RC-Filter nach den Pufferelkos, welche zuvor dem Rotstift zum Opfer gefallen war.
Rauschen und Rest-ripple sind bei LM317/337 mit entsprechender Außenbeschaltung schon so niedrig, daß keine Änderung klangliche Vorteile bringen würden, auch wenn man ohne Probleme utopisch niedrige Werte erreichen könnte. Diese wären aber sogar bei single-ended Schaltungen nicht mehr hörbar, deren Netzteile prinzipbedingt rauschärmer sein müssen.

4. Um auch KH mit 32 oder sogar 16 Ohm treiben zu können, muss das Dingen Strom können. Auf 'ne diskrete Class-A Heizung hab' ich keinen Bock. Das würde das Netzteil zusätzlich aufblasen für ein Feature, welches vielleicht nicht so häufig zum Einsatz kommt. Lieber soll es einfach, effektiv und genügsam im Platz sein aber dennoch richtig gut.
Den LME49600 find ich irgendwie cool. Ist wie ein Kompressor oder Turbo für den davorliegenden, guten OP. Das ganze mit Feedback natürlich. Wenn man nicht gerade einen batteriebetriebenen KHV baut, gibt es fast keine einfachere Lösung, die besser wäre.
Den LME gibt's allerdings nur in so einem kastrierten TO-Gehäuse, welches man zur Kühlung auf eine Kupferfläche löten muss, was für den Heimbetrieb nicht wirklich gut geht weil Lötkolben nicht genügend Hitze auf die Fläche bringen würden. Aber der BUF634, den man schön auf einen Kühlkörper montieren kann, ist quasi gleichwertig.
Das ganze am Eingang AC gekoppelt und mit Schutzrelais für den Kopfhörer.
Diesen Verstärker braucht man nicht symm. auszulegen, da ja ein KH von Haus aus ein differentielles Gerät ist und die Masse schon vorher "transformiert" wurde.
Hier habe ich überlegt, ob ich einen DC Servo spendieren soll. Aber eigentlich braucht man den bei dem verwendeten OP nicht, der Eingang ist AC-gekoppelt und die Verstärkung ändert sich hier nicht, sondern wird ja in der Stufe davor geregelt.
Also habe ich es bei einem Kondensator belassen, der sicherstellt, daß die restliche sehr kleine Gleichspannung nicht verstärkt wird, was ein Servo ebenfalls machen würde.

-----------------

Bis hierher habe ich schon Schaltpläne und größtenteils Layouts insbesondere für die kritischen Schaltungsteile gemacht.

Die Fernbedienung und vielleicht auch ein paar andere Aufgaben könnte ein Arduino übernehmen, während die Lautstärke auch noch manuell per Inkrementalgeber verstellbar sein soll.
An diesen beiden Stellen werde ich noch Zeit benötigen. Der letzte Microcontroller, den ich programmiert habe, war aus der 8051 Familie. Das ist also schon eine ganze Weile her und ich muss hier erst wieder reinfinden bzw. Arduino lernen.

Es ist auch nicht klar, ob meine Idee mit den Relais beim Laustärkeregler funktoniert. Das muss man einfach ausprobieren und die timingkritischen Schaltzustände abtesten.
Die bisherige Lösung mit dem Poti und der Alps Fernbedienung sind aber nach wie vor kompatibel.

Hier der aktuelle Stand der Schaltung:

[Bild: picture.php?albumid=168&pictureid=20541]

Viel Spaß beim Lesen und
Grüße

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  Günstiger, super rauscharmer, MM Phono Pre mit hoher RIAA Genauigkeit
Geschrieben von: 2pi - 11.01.2015, 22:27 - Forum: Phono Preamps - Antworten (285)

Länglicher Text, vielleicht bei einem Glas Rotwein lesen Big Grin

Mich hat es länger schon mal technisch gereizt, einen Phono Pre für MM Tonabnhemer zu bauen (obwohl ich selber gar keinen besitze).
So habe ich mich mal ein wenig umgeschaut mit dem Ziel im Kopf, etwas einfaches, günstiges aber dennoch mit best möglichen Rauschwerten und guter RIAA Genauigkeit zu entwickeln, obwohl letztere gar nicht sooo kritisch ist.
Dazu habe ich auch wieder viel bei Douglas Self nachgeschlagen, da er in seinen Büchern seine Designentscheidungen immer wieder schön und nachvollziehbar begründet.
Er greift zielgerichtet in die OP Schublade, obwohl er auch anders könnte, also diskret. Offensichtlich hat er Gründe dafür.

Also habe ich nun etwas zusammengetüdelt, was auf seinen Arbeiten beruht. Es ist aber nicht einfach kopiert, sondern die Teile in Handarbeit mit eigenem engineering zu einer Gesamtlösung zusammengefügt.

Die Eckdaten sind ja quasi gegeben:
Verstärkung >= 35dB
Eingangswiderstand: 47KOhm
Eingangskapazität: Wählbar von 0...100pF (plus vorhandene Kabelkapazität).

Es ist gar nicht so leicht, einen RIAA Pre zu bauen, der MM und MC gleichermaßen gut kann. Das bleibt aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen (Quellimpedanz) immer ein Kompromis. Daher habe ich es auch gar nicht erst probiert und lieber auf MM optimiert.

So ein MM System hat ja weder eine lineare noch eine niedrige Impedanz. Als wirklich passende OPs bleiben da gar nicht so viele übrig. Zwei der bekanntesten wären NE5534A und OPA627. Die A Version von letzterem kostet schlanke 20€ pro
Käfer, die B Version ca. 30€ und der gute alte NE 0,33 cent. Noch Fragen ?

Die OPs sind pinkompatibel und die Außenbeschaltung ist auch fast gleich. Zusätzliche Bauteile, die nur der OPA benötigt, habe ich vorgesehen. Also wer es sich und seinem Geldbeutel richtig besorgen will, bitteschön.
Man kann so natürlich auch jederzeit nachrüsten, wenn einen der Tuningteufel packt.

Das alte NE Ding kann MM RIAA aber schon ziemlich gut weil seine Strom- und Spannungsrauschwerte ein günstiges Verhältnis aufweisen bei entsprechend hohen Impedanzen wohl gemerkt. Hier ist die Stelle, wo der OPA dann noch einen drauf
setzt: Das Spannungsrauschen ist etwas höher als beim NE aber das Stromrauschen beläuft sich auf sagenhaft niedrige 2,5fA / SQRT(Hz) (bei der A Version, die B wäre noch besser). Beim NE sind das sehr gute aber immerhin 400fA / SQRT(Hz).
Genau aus diesem Grund ziehen viele andere, vermeintlich bessere OPs wie z.B. der LME49710 (der einfache LM4562) für MM den kürzeren.
Und wer jetzt glaubt, daß ein OPA2134 in die gleich Kerbe wie der 627 schlägt, der hat leider Pech, denn hier ist das Spannungsrauschen wieder zu hoch.

Aufgrund der geschilderten Zusammenhängen ist der OPA627 für niederohmige Quellen vielleicht so <1KOhm rausgeschmissenes Geld, da das Spannungsrauschen jetzt dominiert. Es hilft auch nichts, wenn man high-end dazu schreibt. Da bekommt man wesentlich bessere OPs für deutlich weniger Geld. Also lieber zweimal hinsehen, wenn hier jemand mit dem high-end Fähnchen winkt.
Es ist nicht der OP ansich, der eine Schaltung gut oder schlecht macht, sondern sein Einsatzgebiet kann richtig oder falsch sein.

Die Entzerrung, welche aus normalen E96 Widerständen und Parallelschaltungen von hauptsächlich 4,7nF und 10nF Kondensatoren besteht, habe ich komplett von Self übernommen, da man das in sinnvollem Rahmen nicht genauer, einfacher und niederohmiger und somit rauschärmer hinbekommt.

Es gibt ein festes Subsonic Filter mit Butterworth 3. Ordnung bei 20Hz, um Rumpeln fern zu halten und einen 50KHz Tiefpass, um hochfrequente Dreckeffekte auch aufgrund von wortwörtlichem Dreck in der Rille aus den Folgestufen zu
verbannen. Beide Filter können aufgrund der drastisch unterschiedlichen Eckfreq. mit nur einem weiteren OP realisert werden. Den Teil habe ich schon mit meinem MC Verstärker in Betrieb und es funktioniert hervorragend.

Eine IEC Zeitkonstante braucht kein Mensch (eine ICE Zeitkonstante hingegen, wäre mal eine Erfindung wert...). Deshalb gibt es sie hier nicht und bei 20Hz setzt ja auch genau das Subsonic Filter ein.

Wie bereits erwähnt, ist die Eingangskapazität zusätzlich zum Kabel zwischen 0 und 100pF in sinnvollen Grenzen frei wählbar, falls erforderlich.

Der ganze Verstärker ist am Eingang single-ended. Das hat den Vorteil, daß der Abnehmer einseitig auf Masse liegt, um Einstreuungen sofort zu minimieren. Es gibt einige differentielle Amps wie z.B. den PaltIna. Das ist nichts abgeschirmt, es sei denn der Abnehmer ist von Haus aus intern "geschirmt". Aber dann bringt auch der INA nichts und rauscht mehr. Man muss auch die durchaus nennenswerte common-mode Spannung vom Tonabnehmer beachten, die einen OP-Eingang gerne in die common mode Verzerrung treibt, welche es bei single-ended so nicht gibt.
Mit einfachen Worten: Wenn single-ended überhaupt irgendwo Sinn macht im Audioland, dann am Eingang eines MM RIAA Amps.

Den Ausgang habe ich so gestaltet, daß man von dort aus wieder differentiell fahren kann (aber nicht muss), z.B. direkt in einen PreamPi o.ä.

Gegen Rauschen:

Also, die Entzerrung ist schon niederohmig. Ich glaube, ich habe noch keine niederohmigere gesehen. Der OP rauscht auch wenig in diesem Umfeld.
Jetzt könnte man noch das Johnson Rauschen des 47K Eingangswiderstands minimieren, welches höher ist, als das des OPs selber.
Dafür wird der physikalische Widerstand durch einen elektronisch sythetisierten Widerstand ersetzt. Der Witz dabei ist, daß der künstliche weniger rauscht sich aber ansonsten gleich in Bezug auf Strom und Spannung verhält wie ein "richtiger". Die Idee stammt ursprünglich von Marcel van de Gevel. Das bringt zwar insgesamt nicht riesen viel aber zum Preis eines NE5532 (IC2) und zwei Widerständen (also wenige Cent) kann man das mal machen. Laut Self funktioniert es exakt wie geplant.

Das wäre dann in der Tat alles, was man tun kann. Weniger Rauschen gibt es quasi nicht bei MM.

Wenn jemand je einen Tonabnehmer mit deutlich mehr als die üblichen 5mVrms hätte, wäre auch das kein Problem. Um den verlorenen headroom wieder zu kompensieren, würde man einfach das Netzteil für +-20V DC auslegen, was für den "alten
Sack"-OP ebefalls kein Problem darstellt. Ansonsten reichen +-17V, was gerade so mit einem 15V Trafo machbar ist.
Der OPA kann da leider nicht mithalten und man sollte es bei +-17V gut sein lassen.

Für den 3. OP für die Filter würde ich ebenfalls einen NE vorschlagen.

Zum Schluss habe ich noch einen weiteren guten Punkt von Self aufgegriffen: Man sieht recht selten, daß der Tonabnehmer gegen DC der Eingangstufe geschützt wird. Aber was passiert denn, wenn da die DC BIAS Ströme Richtung Abnehmer
fließen ? Gibt es vielleicht Magnetisierungseffekte ? Sicherlich, wenn der Strom hoch genug wäre. Es gibt jedenfals keine Untersuchungen dazu. Aber mit ein paar Cent für einen entsprechend großen Kondensator braucht man gar nicht darüber nachzudenken. Und man weiß ja, daß wenn keine signifikanten Spannungen an Elkos abfallen, daß sie auch kein Signal verzerren können. Also der Sicherheitsgurt ist es mir in jedem Falle wert. Für den OPA bräuchte man diesen allerdings wirklich nicht, da die BIAS Ströme bei den DiFet-Eingangstransen tatsächlich gegen null gehen (2pA).

So sähe der Entwurf dann aus:

[Bild: picture.php?albumid=168&pictureid=20482]

Ursprünglich sind 1% Styroflex Kondensatoren für die RIAA vorgesehen. Aber die sind so groß und so teuer, daß mir der Ansatz mißfällt.
Stattdessen würde ich 2% Polypropylensulfid Folien einsetzen. Die sind klein, auch sehr klirrarm, günstig und genau genug. Durch die parallelschaltung gleicher Werte sinkt die Toleranz ja wieder ein wenig (daher die Übung). Die E96 Widerstände können und sollen von Hand selektiert sein. Aber ein Ohmmeter hat ja hoffentlich jeder zur Hand, der sowas baut.

Mit der nächsten Platinenbestellung könnte ich einen Prototypen machen, falls es genügend Interesse an einer Sammelbestellung gibt.

Viel Spaß beim Lesen und
Grüße

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  regelbare Loudness gesucht
Geschrieben von: Jolle - 11.01.2015, 22:19 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (2)

Ich suche nach einer einfachen, per Poti regelbaren Loudness Funktion, am besten als Bausatz oder einfach nachzubauen.

Gedacht ist diese für meinen O2 Kopfhöhrerverstärker. In seinem Gehäuse habe ich 15VAC und noch etwas Platz zur Verfügung.

Etwas in der Art habe ich schon gefunden:
http://www.circuit-finder.com/categories...-schematic

Da wird aber direkt die Lautstärke mitgeregelt, oder?

Ich möchte ein separates Poti haben, mit dem ich im Prinzip die "Tiefe der Badewanne" einstellen kann.
Ist meine Idee so ungewöhnlich oder wieso finde ich dazu so wenige Informationen?

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  Suche Spitzenklasse Breitbänder
Geschrieben von: SNT - 11.01.2015, 19:44 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (42)

Hallo Jungs und Mädel,

Für ein absolutes High Projekt suche ich einen Breitbänder oder notfalls einen Koax der Spitzenklasse sowie ein geeignetes einfaches Gehäusekonzept (kein kompliziertes Horn)

- Angesteuert wird der Breitbänder von einem speziell entwickelten 2 mal 15W Hybridverstärker
- Es soll kein Sperrkreis eingebaut werden, die Entzerrung findet direkt im Verstärker statt.
- Das Gehäuse sollte nicht zu kompliziert sein und eine Standbox sein. Schön wäre auch ein nicht zu breiter OB falls man den so kinkriegt dass nur ein guter Subwoofer dazu noch ausreicht. Möglich wäre auch ein Koaxsystem
- Die Stärken der Box sollten im Instrumentalen, Blues und Klassik liegen also eher im emotionalen Bereich liegen

Gibts da außer dem Envee oder Exotic noch was anders 'sinnvolles' anders?

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  Newbi möchte "Against all Odds" nachbauen
Geschrieben von: n_other - 11.01.2015, 15:46 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (23)

Hallo Leute!

Zuerstmal möchte ich mich für die Aufnahme in eurem Forum Bedanken.
Da ich neu hier bin bitte ich euch gnädig zu sein wenn meine Fragen dumm klingen bzw wenn ich die Fragen in eine falsche Kategorie poste ich hab leider noch nicht die Übersicht.

Nach langem lesen habe ich mich entschlossen als mein erstes Projekt die "Against all Odds" zu bauen. Da ich nichts falsch machen will habe ich auch schon vor dem Start einige Fragen.

1. Ist das Projekt überthaupt für einen Anfänger geeignet?

2. Da ich im Moment nicht mehr als eine Stichsäge, einen Akkuschrauber und einiges an Handwekzeug (was man so als Elektriker/Mechatroniker zuhause hat) zur Verfügung habe brauche ich Werkzeug und Maschinen. Bisher steht auf meiner Bestelliste
- eine Oberfräse
- eine kleine Werkbank
- eine Lamellomaschine
- Zwingen
Was brauche ich noch oder auch nicht?

3. Welches Holz ist am besten geeignet und ist zB der Zuschnitt im Baumarkt genau genug?

4. Wo bestellt man am Besten die Bauteile gibt es da besonders gute bzw schlechte Versandhäuser?

Ich habe zwar noch einige Fragen aber die sind zu späterer Stelle besser aufgehoben

Danke
Robert

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  Hallo zusammen . . .
Geschrieben von: Alex - 11.01.2015, 15:09 - Forum: neue Mitglieder - Antworten (1)

Ich bin der Alexander aus Oldenburg, 27 Jahre alt und befasse mich aktuell hauptberuflich mit dem Studium zum Maschinenbau Master in Wilhelmshaven.
Der Großteil meiner Hobbys spielt sich im handwerklichen Bereich ab. Vom Schrauben an Autos und Motorrädern bis hin zum Bau von Lautsprechern.
Letzteres nimmt momentan den größeren Teil meiner freien Zeit in Anspruch. Nach einigen fertiggestellten Lautsprechern die ich mit einem kleinen Chip-Amp betreibe,
habe ich beschlossen mich mit dem DIY Verstärkerbau zu befassen um den Chip-Amp zu ersetzen. Nach einigen Abenden Internetrecherche und den Anregungen aus dem DIY-HiFi-Forum
Stand der Symasym als nächstes DIY-Projekt fest. Momentan befinde ich mich in der Phase der Teilebeschaffung. Zum Feb. möchte ich dann loslegen und hoffe das Ich bei bedarf für die einen oder anderen Frage in eurem
Forum eine Antwort finde.

Gruß

der Alex

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  Hoher Besuch aus Geithain . . .
Geschrieben von: HiFi-Selbstbau - 11.01.2015, 13:50 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (6)

Hallo zusammen,

vor einigen Wochen hatten wir ein sehr nettes Treffen mit Friedemann Hausdorf, Sebastian Bayer, dem Visaton RAR und einem Star der Lautsprecherszene, der Geithain 804K

Was dabei herausgekommen ist könnt Ihr in unserem öffentlichen Artikel zur Geithain 804K nachlesen.

Vielen Dank an das Visaton Team für die tolle Unterstützung

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  Richtige Isolation von Cinchbuchsen und Lautsprecherpoklemmen
Geschrieben von: TH_F73 - 11.01.2015, 11:36 - Forum: Allgemeine Themen - Antworten (13)

Liebe Selbstbaufreunde,
immer wieder erreichen mich Anfragen, wie ich das mit der richtigen Isolation von Cinchbuchsen und Lautsprecherpolklemmen mache. Ich habe mich daher entschlossen auch noch einen kleinen Artikel zu diesem Thema zu schreiben und hoffe, dass dieser nützlich ist.

http://www.felbi.at/wp/isolation-von-cin...olklemmen/

LG Thorsten



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