Geschrieben von: hucki - 23.10.2013, 12:29 - Forum: neue Mitglieder
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Hi Leute,
wollte mich mal kurz vorstellen. Ich bin 35 Jahre alt, habe ein freistehendes Haus in einem kleinen Dorf, Heimkino-begünstigt ;-).
Ich bastele schon viele Jahre immer mal mit Lautsprechern, das erste mal als ich noch in der Ausbildung zum Elektroniker(fast 20 Jahre her) war, zuletzt ein Centerspeaker mit Visaton Treibern und eine Basspyramide mit 2x 12" JBL-Treibern in je 90L für das besagte Heimkino.
Getrieben wird die ganze Anlage von 1x Yamaha RX-V675 für die (bis jetzt) 5 Boxen, der Sub über den alten AX-590.
Für mein kommendes Projekt suche ich Erfahrungen (Upgrade der in der Ausbildung gebauten Standboxen), ich hoffe in diesem Forum hier dafür richtig zu sein.
ich spiele mit dem Gedanken, mich nach meiner Ausbildung (themenfremd) selbstständig zu machen und Studiomonitore bauen zu lassen und diese zu vertreiben.
Die Entwicklung, was Chassis und Gehäuse angeht ist dabei für mich kein Thema, ich habe da schon was im Auge, was mir mit einfachen Mitteln ein mehr oder weniger konstantes Bündelungsverhalten über den kompletten Frequenzbereich (30 Hz- bis 10 kHz) beschert.
Komplizierter gestaltet sich da schon die Entwicklung des eingebauten Verstärkers, der soll nämlich auch so einiges können und deswegen würde ich die Entwicklung desselben gerne in externe Hände geben.
Nur mal so ein grober Überblick, was das Ding können sollte:
- Über-Alles-FIR-Entzerrung mittels per USB eingespielter Filterdaten
- DSP-IIR-Weiche für die zwei Wege des Monitors und einen optionalen Sub
- Sub-Out für externe Subs, mit regelbarer Trennfrequenz und Entzerrung
- PEQs und Shelving-Filter für Monitor und Subs
- Die üblichen digitalen und analogen Eingänge
- Verstärkerseitig zwei Endstufen mit 100-150 Watt bzw. 50-75 Watt, diese sollen jedoch stromgegengekoppelt sein, nicht spannungsgegengekoppelt
- bei den Verstärkern natürlich auch die üblichen Schutzschaltungen
- die passende Software, um die Monitore per USB zu konfigurieren
Nun ist die Frage: Wer entwickelt sowas? Gibt es Auftragsfertiger, die sowas machen? Aufgrund der FIR-Filterung und der IGK-Verstärker müsste das ganze ja vermutlich von Grund auf neu entwickelt werden.
Und mit welchen Kosten wäre (ganz grob geschätzt) für die Entwicklung und bei Abnahme von 100 oder 1000 Stück der Module zu rechnen?
Hier nun meine erste Eigenentwicklung, wobei ich einschränken muss, dass ich ohne die Hilfe von pulsar99 (Ralf Schulte) überhaupt nicht soweit gekommen wäre.
Zum Namen:
Die First.Main.Tml setzt wie folgt zusammen: - First = erste eigene Entwicklung - Main= Es werden die Hauptlautsprecher für mein geplantes 7.1 Dolby Surround
System - Tml = Funktionsweise des Gehäuses
Zur Geschichte:
Es juckte mir in den Fingern, endlich mal ein vollkommen eigenes Projekt zu realisieren. Lange Zeit spielte ich mit dem Gedanken, ein „very low budget“ Projekt auf die Beine zu stellen. Die Lautsprecher sollten schmal und unauffällig werden, da sie zwar nicht im Wohnzimmer stehen werden, aber eben in unserem Arbeits- und Fernsehzimmer. Dies ist untern Dach und sollte nicht durch riesige Lautsprecher „entstellt“ werden.
Viele Gedankenspiele folgten, die Idee einer „Klangsäule“ entstand. Bestückt mit einem oder mehreren Breitbänder und einem Hochtöner. Das ganze sollte aber auch noch ein bisschen Bass bringen. Für den „Tiefton“ waren der Monacor SPM 116-8 oder der Visaton FR 10 in Betracht gekommen. Die Höhen sollten der Dayton ND 20 FA oder auch Visaton DTW 72 übernehmen. Das ganze in einem BR – Gehäuse. Mein Freund und Mentor Ralf Schulte war wohl nicht so ganz glücklich mit meinen Ideen, er schickte mir genau in dieser Zeit seine Mirror RBT. Nachdem ich die Mirrors einige Zeit gehört habe war mir klar, so was in dieser Art schwebte mir klanglich vor, .... nur mit ein bisschen mehr „Schmackes“ im Tiefton. Ich habe meine Eindrücke auch schriftlich festgehalten, guckst du hier
Nachdem ich dann die Preise für den Monacor SPH 130 AL, alternativ dachte ich an den Visaton AL 130, ermittelt habe, war klar, entweder ich spare weiter, oder ich suche weitere Alternativen. Dank Internet und Google kommt man recht schnell ans Ziel. Ich fand hier im Forum den „Maxi AL Battle“ Thread mit dem FW 146. Je mehr ich las, um so neugieriger wurde ich. Der RBT-95 war gesetzt, jetzt auch der FW 146. Bald war auch das Gehäuse klar, es wird eine TML!
Die Entwicklung und der Bau:
Eine recht gute und verständliche Anleitung zur Berechnung einer Transmissionline fand ich hier. War eine ziemliche Rechnerei, aber mit der Unterstützung von Excel und einem Taschenrechner war das innerhalb einer Stunde erledigt. Das Ergebnis habe ich dann noch mal mit Ralf abgestimmt, das Resultat seht ihr in der Zeichnung. Jetzt brauchte ich noch die Datensätze für Boxsim. Ich habe hier im Forum die Teilnehmer des des „Maxi AL Battle“ angeschrieben, die meine Anfrage dann weiter leiteten und ich so aus den Tiefen des w.w.w. meine Datensätze bekam. Ralf besaß ja schon die Daten vom RBT, er brachte auch die Datensätze in einer Boxsim-Datei zusammen. Die Simulation der Frequenzweiche konnte beginnen. Zum Schluss hat sich Ralfs modifizierte Version der Frequenzweiche der Mirror RBT durchgesetzt. (Siehe Boxsim-Datei). Die Schreibtischarbeiten waren nun vorerst erledigt. Jetzt wurden erstmal alle Chassis und Materialien bestellt.
Die Gehäuse entstanden recht zügig noch im Juni / Juli, so das ich im August dem Lackierer die Gehäuse zum grundieren und füllern geben konnte. Aufwändiger waren da schon die Frontplatten des RBT. Monacor hat diese ja mit so grottenhässlichen Frontplatten versehen, dass dort eine Alternative her musste. Ich machte mir die Arbeit, die Frontplatte aus 10 mm MDF und Epoxi – Harz nachzubauen. Ralf hatte Bedenken, ob das auch gut geht. Ehrlich gesagt, ich habe gleich 7 Stück gebaut, und würde dies auch nie wieder tun. Es war eine heiden Arbeit. Nie wieder! Im Ergebnis aber sind sie schön geworden und sehen richtig gut aus. Auch messtechnisch gab es keine Unterschiede zum Orginal. Es ist also alles gut gegangen.
Nach meinem Urlaub im August kam dann der große Tag im September. Ralf kam mit Notebook und Messmikrofon an den Niederrhein. Mein Wohnzimmer habe ich als Messraum / Werkstatt / Hörraum hergerichtet. Eigentlich wollten wir im Garten alle Messungen vornehmen, aber der niederrheinische Dauerregen verhindertete es.
Für mich als Neuling in der DIY-Lautsprecher Szene war das schon recht aufregend, wie so was vonstatten geht.
Bei den Messungen stellte sich heraus, dass die RBT`s im Frequenzgang doch so unterschiedlich sind, dass eine Anpassung an den Frequenzweichen nötig wurde.
(siehe Boxsim – Datei 5,6 und 6,8) auch ein Saugkreis wurde in Erwägung gezogen, wurde aber fallen gelassen, da die Bauteile nicht vorhanden waren. Auch von den Kosten her wollte ich nicht noch weiter gehen. Es sollte ja eigentlich ein „very low budget“ Projekt werden.........
Interessant fand ich auch, wie schnell man doch (wenn man weiß wie es geht) die gemessenen Daten in Boxsim importieren kann, und dann entsprechend damit arbeiten kann. Übrigens, die beiden FW 146 waren im Frequenzgang identisch.
Das Messergebnis beider First.Main.Tml in meinem Wohnzimmer :
Das heißt, meine Lautsprecher haben unterschiedliche Frequenzweichen, eben den Gegebenheiten des RBT-95 angepasst. Ist zwar „nur“ ein Widerstand, ich hätte es ohne diesen Messungen nicht gewusst.
Die Frequenzweiche:
Es war ein schöner und echt spannender Samstag für mich, mit vielen neuen Eindrücken und jetzt auch mit eigenem Messmikrofon..........
Ralf war weg, die mit Wago- und Lüsternklemmen zusammen gefummelte Frequenzweiche wurde auseinander genommen, die Gehäuse wurde zum Finish gebracht. Jetzt musste ich mich nur noch überwinden, die Frequenzweichen auf einer Platine zusammen zulöten. Frequenzweichen löten ist nicht meine Baustelle!! Als Tischler baue ich lieber X -Gehäuse zusammen als eine Frequenzweiche!
Ich brauchte zwei! Wochen für die Weichen, die Gehäuse waren schon lange fertig. Jetzt wurde mit der Dämmung gespielt.
Das Ergebnis ist: drei verschiedene Dämmmaterialien!
Die Line wurde hinter dem FW 146, soweit es noch ging, mit selbstklebenden 10mm Filz beklebt . Unterhalb des FW 146, im „Sumpf“, mit losem Hanf, bis zur Unterkante Lautsprecherausschnitt, weiter dann mit Polyesterwolle 30 mm, eine halbe Matte gerollt.
Im Ergebnis habe ich jetzt einen „Furz“ trockenen, warmen Bass, der nicht Hohl klingt, aber recht massig.
Und wie hört sich das Ganze an? Tja, ein freudiges Grinsen hatte ich im Gesicht!
Ich bin zufrieden!
Angefangen habe ich diesmal mit dem Klangkarussell vom Sonnentanz (Bravo Hits 79 – von meiner 9 - Jährigen Tochter.........) sicher allseits bekannt. Ein sehr basslastiges Musikstück. Die First.Main.Tml schlug sich ausgezeichnet, ich hätte nicht gedacht, dass ein so kleiner Tiefmitteltöner einen solchen Bass erzeugen kann. Der FW 146 spielte es sehr sicher, ohne sich gequält an zuhören. Wohl braucht der FW 146 einiges an Strom an den Lötfahnen um aus den Puschen zukommen. Obere Zimmerlautstärke ist es schon, mein Lautstärkeregler an meinem Verstärker (Yamaha AX – 570) steht dann schon auf 11:00 Uhr. Gefüllte Belastungsgrenze des FW 146, bei dieser Musik ist dann 13:00 – 14:00 Uhr, danach habe ich Angst, den Lautsprecher zu zerstören. Zum Krachmachen ist die First.Main.Tml also nicht geeignet.
Also, Discomusik kann`se, wenn auch nicht zu laut, aber immerhin. Aber es gibt noch andere Musik, die anspruchsvoller ist und den Lautsprecher mehr fordert.
Steigern wir uns langsam. Jetzt Hot Chocolate – Every 1`s a Winner, ein alter Disco – Klassiker aus den 70 `er Jahren, mit feinem Bläsereinsätzen, der Bass ist nicht mehr so kräftig (denke, dass es Aufnahmebedingt ist). Alles in allem ein von der First.Main.Tml sehr fein auflösendes Musikstück, die Blasereinsätze sind sehr direkt, klar und sauber, auch bei mehr Pegel. Der RBT-95 bleibt unverfälscht, hier schrillt nichts. Obwohl, ich glaube, die Mirror RBT war bei diesem Stück ein Tick brillianter, sicher bin ich mir aber nicht. Es ist eben schon eine ganze Weile her, dass ich die Mirror gehört habe.
Klassik und Acapella; sehr schöne weiche Auflösung der Stimmen (Chor) und Musikinstrumente, es ist schon eine Freude diese Musik über die First.Main.Tml zuhören.
Nichts klingt hohl oder dumpf, frisch in den Höhen und mit Substanz im Bassbereich kommt sie rüber.
Gut, die First.Main.Tml ist mein Werk, deswegen bin ich vielleicht auch voreingenommen.
Und wie gehst jetzt weiter? Es soll ja ein 7.1 System werden, zwei Lautsprecher sind nun fertig, fehlen noch fünf. Die Rear`s (4.Stück/ First.Rear.Br) sind in der Pipeline, die Gehäuse sind im „Rohbau“ fertig. Es fehlen Chassis, Frequenzweichenbauteile und Geld.Es ist eine modifizierte Boxschule mit FW 146 und RBT-95 statt W 130 S und SC 10 N, im 10 l Liter BR-Gehäuse.
RBT wieder mit meiner Frontplatte. Dann besteht auch die Möglichkeit, die RBT`s-95 endsprechend ihrer Frequenzgänge paarweis selektieren.
Wenn die „ BoXschule 2.0 / First.Rear.Br“ fertig sind, werde ich mal ins Sauerland fahren, und mir die Mirror RBT zum Vergleich holen.
Fehlen noch Center und Subwoofer, beim Center bin ich noch ideenlos, beim Subwoofer könnte ich mir einen aktiven Bandpass mit dem Visaton TIW 250 XS vorstellen.
Ich hab hier ein paar Monacor DT-28N und ich mochte gerne ein einfaches zweiweg mit diesen units basteln. Mein frage ist: Hat jemand schon etwas gemacht mit diesen tweets oder wisst ihr ein design wobei diesen tweets eingesetzt wurde? Hab schon auf das WWW gesucht aber bis heute noch nichts gefunden, ich hoffe dass ihr mich weiter helfen kann.
Am liebsten lautsprecher die auch einfach in Europa zu kaufen sind naturlich (TangBand, Visaton, Monacor ... ja ja, alles in die "billig zone" ich komme doch aus Holland ).
Hallo Forum!
Gestern habe ich beschlossen das ich einen Fräszirkel brauche, heute ist er fertig.
Die Vorgabe war, nur Dinge benutzen die ich habe, also nichts kaufen.
Deshalb wurden auch M5 Schrauben benutzt, die passende Länge in M4 hätte ich gehabt aber nicht in Senkkopf.
Ausserdem hatte ich nur M5 Flügelmuttern.
Die 10mm Siebdruckplatte und das 5mm Aluminium hatte ich ebenfalls noch.
Wenn ich Alu bearbeite schmiere ich immer sehr großzügig mit Isopropanol.
Öl macht zu viel Dreck dafür stinkt das Isopronaol halt, aber irgendwas ist ja immer.
Siebdruckplatte mit einem Metall-Laubsägeblatt zu sägen... :mad:
Notitz: Ich brauche neue Sägeblätter!
Nicht sehr schön geworden aber ich hoffe er funktioniert wie er soll, ausprobiert habe ich ihn noch nicht.
Wenn ich nochmal einen bauen würde, tät ich einiges anders machen aber das Ergebnis währe das selbe nur eben mit einem "Könnte so aus der Fabrik gekommen sein" Look.
Relativ früh im Bau hat sich der Zirkel schon einen bösen Schmiß eingefangen, ab da waren mir zusätzliche dann auch egal
Wer aufmerksam hinschaut wird feststellen das eine Schraube nicht Lotrecht ist und die Löcher zur befestigung an der Fräse an der falschen Seite gesenkt wurden. Mittlerweile haben sie auf beiden Seiten eine Sekung, ich hoffe das hält.
Die Karosseriescheiben werden eventuell noch gegen eine Kleine Aluplatte getauscht. Das gibt mehr Auflagefläche.
Ob ich am Ende noch einen Griff anschraube weiss ich noch nicht, das habe ich noch nicht gemacht weil ich ihn ersteinmal ohne ausprobieren will.
Hallo Leute bin 36 und komme aus Berlin. Ich bin über den Blog von H.Barske auf die Sippo Aufmerksam geworden. Es sollen die ersten Lautsprecher für meine Tochter werden. Freue mich schon auf den Bau und hoffe, dass ein Anfänger hier freundliche Unterstützung erhält.
Hi zusammen
Ich habe gerade etwas versucht, was ich im HF gelesen hab. Reinigen von Frontplatten in Waschmittellauge.
Ich habe mir vor kurzm einen Denon PMA-700z aus dem Jahr 1976 gekauft. Das Gerät hat nur wenige Macken, dafür aber Dreck ohne Ende. Die Frontblende was schon fast... wie nenn' ich das... sparkig? Auf jeden Fall richtig ekelig dreckig. Ich hab's erst mit Glasreiniger versucht. Damit ging das gröbste ab aber richtig zufriedenstellend was das nicht. Scharfe Reiniger wie Verdünnung oder Aceton wollte ich nicht wegen der Beschriftung. Im HF habe ich hute gelesen, dass es einige gibt, die sowas in Waschmittellauge reinigen. Das könnte man mal versuchen.
Waschbecken mit warmem Wasser gefüllt, eine kleine Schippe Waschpulver drin aufgelöst und die Frontplatte und Knöpfe rein. 'Ne gute Stunde ziehen lassen und dann... WOW... das geht sowas von saugut!!! Sogar einige Kratzer waren gar keine sondern nur Verschmutzung. Unglaublich. Wirklich wie neu. Kann ich nur empfehlen!!!
Hallo,
vor Monaten wurde hier ein Versandkostenerstattungsgutscheincode ( ich liebe die Deutsche Sprache) gepostet. So etwas wäre mir jetzt sehr willkommen.